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XC-Tourer

Von Rostock über zentrales Nordfinnland (Inarisee) zum Nordkapp und die Westküste Norwegens wieder zurück

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo Motorradfreunde, :2fingers:

 

wir (einer aus Apenzell, einer aus Siegen, einer aus Kassel und einer aus Bernau), treten am 02.06. unsere erste gemeinsame Mammut-Tour an. Treffpunkt ist Rostock Überseehafen. Von dort geht es dann gemeinsam per Nachtfähre nach Schweden. Ausgeschlafen und mit Frühstück gestärkt, kann es dann endlich losgehen. Nordkapp, wir kommen. :biken2:

Über Schwedens Ostseeküste, die wir ab Stockholm dann rechts von uns haben, geht es hoch nach Haparanda und von dort zum Inariesee. Dann zum Nordkapp und von dort in Norwegen küstennah oder auch manchmal nicht, dann wieder nach Schweden zurück um dort am 23.-24.6. wieder mit der Fähre nach Deutschland überzusetzen.

Habt Ihr brauchbare Tipps und auch Checklisten für einen Explorer XC-Reisenden? Ich fahre viel, aber so einen Tripp am Stück, habe ich noch nicht absolviert. Tagestouren von 600km sind keine Seltenheit. Aber wie gesagt, mal einen Tag. Was muss man mitnehmen, was braucht man garnicht???

 

Über reichlich Zuschriften bin ich/sind wir dankbar.

 

Viele Grüße

Matthias

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Servus Matthias,

 

Bei eurem Zeitplan von 3 Wochen ist das stressfrei machbar, die meiste Zeit braucht man eh wenn an der norwegischen Küsten runter fährt, das lohnt sich aber auch. Also schnell hoch im Inland und heimwärts bummeln. And er Küste schafft man definitiv keine Tagesetappen von 600km, da man immer mal Fähren hat und auch mal einfach die Landschaft genießen möchte, also eher so mit 300 bis max.350km in 8-9 Stunden Fahrzeit mit Pausen. Dazu kommen auch die unterschiedlichen Pausenbedürfnisse in Gruppe, allein fährt man wie man möchte, also auch mal 14 Stunden oder mehr am Tag und dann mal wieder nur verteilt 4 oder 5 Stunden. Da ihr ja zu der Zeit fast durchgehend Tageslicht haben werdet, geht das auch mal mit langen Fahrzeiten ohne Müde zu werden, der Körper stellt sich da sehr schnell um und hat weniger Schlafbedürfnis wenn es hell ist, das jedenfalls meine Erfahrung.

Ich war bisher 2x allein mit dem Mopped auf den Lofoten, Norkapp hat mich nicht gereizt, für mich ein imaginärer Punkt und im Norden dann nur Kilometer fressen, man könnte es auch als medidatives Fahren bezeichnen :D. Da habe ich meine Zeit lieber für die landschaftlich beeindruckenderen Gegenden genutzt.

 

Was du mitnehmen möchtest/solltest, hängt halt davon ab, wie ihr die Übernachtungen geplant habt.

Packlisten kann man schreiben, ein paar existenzielle DInge sollten auch dabei sein:

 

Kreditkarte - in Norwegen eingentlich unverzichtbar

 

Schutzbrief oder ADAC oder ähnliches - sinnvoll

Pannensetz für Schlauchlos Reifen ist auch empfehlenswert, die Verfügbaren Reifenwerkstätten sind nicht an jeder Ecke wenn man einen Platten hat.

 

MÜCKENSCHUTZ !!! Die sind auch oft imun gegen Autan und Co. am besten mal googeln was empfhohlen wird oder auch vor Ort erhältlich, ist meist am wirksamsten.

 

wenn ihr Abends mal gerne anstoßt, Alkohol ist teuer in Skandinavien.... kauf dir einen kleinen 2L Reservekanister und füll dir ein, Cola usw. zum mixen gibt´s überall :D

Klamotten, auf jeden Fall auch was warmes einpacken, ich hatte auf den insgesamt 9 Wochen Norwegen im Juni/Juli alles, von 30° bis Schneeregen überm Polarkreis.

nochmals Klamotten: schmutzige Unterwäsche 3 Wochen spazieren fahren, oder auf dem Campingplatz im Waschbecken zu waschen ist nicht jedermanns Sache, meine auch nicht. Kauf dir für 3 Wochen einfache, billige Unterhosen, gibt´s oft im 5er oder 7er Pack und schmeiss einfach täglich eine weg. Hast am Anfang etwas mehr Gepäck, wird aber täglich weniger :P und ist dann kein Kostenfaktor. Weiterhin hast du mit der Zeit auch Platz für Mitbringsel. Socken und T-Shirt wäscht man und hängt sie während der Fahrt zum Trocknen hinten ans Gepäck.

 

Campingplätze in Norwegen sind ja 24 Stunden geöffnet, auch wenn man nachts ankommt, man meldet sich dann am nächsten Morgen einfach beim Betreiber. Ebenso verhält es sich mit den zu empfehlenden Hütten auf den Plätzen, wenn eine frei ist, steckt in der Regel der Schlüssel außen und man bezieht sie einfach bei später Ankunft wenn kein Platzwart mehr vor Ort ist.

 

Ansonsten, rechtzeitig Tanken im Norden. Benzin ist keine Mangelware, und mit 300km Reichweite kommt man auch nie in Not, aber es gibt durchaus Etappen, wo auf 80-100km mal keine Tanke sein muss.... ich bin mal trotz Tankvolumen mit über 30L liegengeblieben...weil ich 2 Tankstellen ausgelassen hatte und als ich eine nötig hatte, war diese außer Betrieb :D.

 

...und sich auf den Hauptstraßen und Innerorts halbwegs an die Tempolimits halten, kann in Norge sonst schnell die Urlaubskasse sprengen, abseits der Hauptrouten hatte ich auf vielen tausend Km aber keine einzige Kontrolle gesehen, da geht dann auch mal 100 anstelle der 80km/h.

 

Gäbe noch vieles individuelles mehr, aber das wichtigste ist: Zeit nehmen und genießen! Stress beim Reisen zerstört das Erlebnis.

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Hier mein Bericht von 2016 . Vieleicht hilfts etwas bei Streckenplanung in Norwegen weiter, auch wenn wir nicht am Kap waren

Bzgl. Kreditkarte ist wichtig, dass die auch eine PIN hat. Wir haben keine Kleidung weggeworfen, campingplätze hatten in der Regel waschmaschinen und Trockner.

 

http://www.mikemoto.de/Forum/phpBB3/viewtopic.php?f=38&t=5971

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Erst einmal vielen Dank für eure investierte Zeit und Anteilnahme. Ich fahr ja selber jedes Jahr hoch. Drei Wochen Sommerurlaub mit 14Tage Meeresangeln müssen sein. Frauchen und meine Mädels sind natürlich auch immer dabei. Von daher kenne ich die Geflogenheiten etwas. Mit dem Zweirad ist es dann doch eher eine andere Geschichte, denke ich. Und sooooooo viel Kilometer bin ich dort oben nicht einmal mit dem Auto gefahren. 

 Aufgeregt bin ich schon ganz schön. Am liebsten würde ich auch morgen, ähm heute noch los. :D

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Moin Matthias,

 

schönes Reiseziel!

 

2.6 ist allerdings noch früh im Jahr!

(Warme Klamotten nicht vergessen!)

 

Und ich würde die Norwegischen Kurven auf dem Hinweg fahren

und die langen Geraden vom Nordkapp zurück.

Wenn die Reifen erst "Rechteckig" aussehen machen Kurven keinen Spaß mehr.

 

Ansonsten:

Leichtes Gepäck ist leicht auf dem Weg!

Man schleppt eigentlich immer zu viel Krempel mit.

 

Schöne Tour! 

 

Gruß Meikel

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Ich bin 2015 von Berlin über Polen Baltische Länder Finnland Nordkap und an der schwedischen Westküste wieder runter. 3 Wochen 9.500 km.

Kreditkarte ist ein Muss. Schon zum Tanken, da manche Tankstellen auch tagsüber unbemannt sind.

Kleidung. Die Regenklamotten sollten schnell greifbar sein. Mich hat es zweimal total überrascht und ich war fast durch.

Gold wert war mein Handy . Ich habe immer erst am gleichen Tag für die Nacht über Bookings gebucht. Mal Hotel, Hütte oder Zeltplatz und auch im Schlafsaal. War nie ein Problem.

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Kann das Geschriebene nur aus eigener Erfahrung bestätigen, möchte euch zwei Spielfilme zur Einstimmung empfehlen:

- Populärmusik aus Vittula

- Zugvögel ... Einmal nach Inari

Ersteres lief auch als Theaterstück im Volkstheater Rostock.

Viel Spaß - ich freu mich schon auf euren Reisebericht mit schönen Fotos! ;-)

 

Ach so, noch ein Tipp zum Nordkapp: Bis 22 Uhr in Olderfjord/Russenes vorschlafen, bei Mitternachtssonne zum Kap, um 2 Uhr wieder zurück sein und weiterschlafen. Kein Verkehr, keine Menschenmassen - aber das Café ist geöffnet.

Bearbeitet: von Groucho

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