elendiir
Montag, 02.Mai 2011, 12:09 Uhr
Servus Andreas,
hmm auf einen Vergleich zwischen der GSA und der XC einen eine vernünftige Antwort zu geben ist nicht gerade einfach. Vor allem schriftlich. Bei einem Bier wäre das einfacher
Ich bin über 9 Jahre die dicken GSen gefahren. Begonnen habe ich mit der R1100GS. Dann erfolgte 2004 bei knapp 60.000km der unerwartete und von außen erzwungene Umstieg auf die R1200GS (meine 110er wurde samt Monteur (fast unverletzt) bei der Probefahrt durch einen zwei Tagen alten 6er BMW zum Totalschaden). Wegen vieler Mängel bin ich dann nach nur 40.000 km 2007 auf die GSA gewechselt. Auch hier hatte ich einige kapitale Mängel, die man bei einem Kaufpreis von über 15.000€ eigentlich nicht erwarten würde.
Was für die GSA spricht:- Mir gefällt sie optisch einfach gut
- sie braucht für das Gewicht auch bei etwas forscherer Fahrt relativ wenig Sprit (bin mal gespannt, ob ich das mit der kleinen Tiger schaffe)
- fährt sich wie ein Fahrrad
- passt vor allem zu meiner Größe (193cm – und für einen BMW-Fahrer nicht typische 92kg)
- Nach zwei Zweitages-Endurotrainings in Hechlingen (auch auf einer [Leih-] GSA) weiß ich mittlerweile auch wie und was man alles mit so einem Dickschiff im Gelände machen kann. Da geht viel mehr als man denkt.
Was gegen die GSA spricht:- das Problem bei der GSA ist aber das Gewicht. Das knapp 60kg Mehrgewicht zur Tiger merkt man einfach. Nicht immer aber gerade bei sehr engen steilen Kehren/Kurven ist die kleine Tiger einfach handlicher. Und das sind die Straßen die ich am liebsten fahre. Witziger weise ist der Wendkreis der XC aber größer wie der der GSA. Mit der kleinen Tiger geht im Gelände dank 21 Zoll und den Mindergewicht mit Sicherheit noch etwas mehr
- Für mich auch noch wichtig – und deshalb damals auch der Griff zur GSA: ein Motorrad fahren, das nicht an jeder Ecke steht. Mittlerweile triffst du in Italien auf mehr GSen bzw. GSAs wie bei uns in Bayern.

Was für die Tiger spricht:Der Motor der Tiger eine Wucht. Kraft in allen Drehzahllagen, kein Gerüttel und Geschüttel. Einfach nur super. Klar spürt man vielleicht im Soziusbetrieb die fehlenden 400 cm3, da Regina aber selber mit ihrer F650GS rum düst, war das für mich kein Grund, die XC nicht zu kaufen.
Fazit Es gibt zwei Hauptgründe warum ich mich von der GSA getrennt habe: die nervigen Probleme (hier nur die der GSA auf 60.000km: gebrochener Seitenständer, defekter Wellendichtring zw. Getriebe und Kardan, zweimal undichter Hinterradantrieb und somit Ölsiffe auf dem Hinterrad, defekte Lampenaretierung und damit neuer Scheinwerfer, Risse in der Scheibe, defekte Batterie von jetzt auf gleich, nicht abstellbares Bremsenquietschen vorne sowie 3 Rückrufe). Bei meiner ersten 1200er GS waren es bei 40.000km nochmal mehr (darunter 2 komplett neue Hinterradantriebsstränge – und schon ist Kette kein Thema mehr). Es wurde zwar alles auf Kulanz bzw. durch die Anschlussgarantie behoben aber trotzdem ist das immer ein Theater – einfach nervig. Vor allem wenn das Ganze dann eben meist nicht zu Hause sondern im Urlaub passiert.
Der eigentliche Auslöser für den Wechsel war unser letzter Motorradurlaub auf Mallorca. Dort habe ich für zwei Wochen eine 800er GS gefahren (mit auf den geilsten Straßen/Feldwegen, die ich bisher unter den Reifen gehabt habe) und dann entschlossen die GSA gegen was Handlicheres einzutauschen. Für mich ist klar was beim direkten Vergleich 800er GS und Tiger XC das bessere Motorrad ist – und da brauche ich keine klugen Motorradzeitschriften lesen …
Ciao Fritz