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Showing content with the highest reputation since 03/01/2020 in all areas

  1. 9 points
    So, hab mich entschieden: Mein Bock bleibt bis auf weiteres in der Garage. Keine weiteren Wege als unbedingt nötig. Für die Risikogruppen und für die Menschen, die im medizinischen Dienst an der Front stehen. -Wir vor ich -
  2. 8 points
    Frank, ich muss Dir hier widersprechen auch wenn ich hier keine Grundsatzdiskussion anschieben will. Selbst bei der schlimmsten Grippewelle der letzten Jahre, in 2017/2018, die hochgerechnet etwa 25.000 Tote in Deutschland verursacht hat, gab es drei entscheidende Unterschiede: Die Grippewelle war saisonal begrenzt, mit Einsetzen der wärmeren Jahreszeit gingen die Infekte stark zurück, zweitens gibt es trotz der ständigen Mutation der Grippevieren eine Art Grundimmunisierung gegen Influenzaviren, weil so gut wie jeder schon einmal eine Influenza mitgemacht hat, was dazu führte, dass die Krankheitsverläufe trotz der hohen Opferzahl immer noch nicht so schwerwiegend waren als sie es ohne Grundimmunisierung gewesen wären und Drittens bestand die Möglichkeit, viele vor der Grippewelle zu impfen. Alle diese drei "Vorteile" liegen bei Sars-cov-2 nicht vor. Dieser Virus lässt sich von keiner Jahreszeit aufhalten, es gibt noch keinerlei Impfstoff dagegen und weil Sars-Cov-2 völlig neuartig ist, gibt es KEINERLEI Grundimmunisierung der Menschen dagegen. Und auch wenn die derzeitige Todesfallzahl gegenüber den hochgerechneten 25.000 Toten in 2017/2018 äußerst gering ist, liegt die Problematik in der Zukunft. Entwickelt sich die Zahl der Infektionen weiterhin exponentiell, so nützen auch prozentual niedrige schwere Krankheitsverläufe und prozentual niedrige Todesraten nichts, weil schon alleine aufgrund der Höhe der dann vorliegenden absoluten Infektionszahlen diese Fälle für das Gesundheitssystem nicht mehr beherrschbar werden. Es kommt hinzu, dass zwar ältere und vorerkrankte Menschen ein ungleich höheres Risiko haben als jüngere und gesunde, aber Italien zeigt inzwischen, dass es bereits schwere Verläufe auch bei Jüngeren und vorher gesunden gab. Ich bin ja auch kein Fachmann, aber ich denke schon, dass man der medizinischen Forschung und der Pflege- und Gesundheitsinfrastruktur Zeit verschaffen muss, um einen Impfstoff und/oder ein Heilmittel zu entwickeln, dieses in ausreichender Zahl zu produzieren und unter die Betroffenen zu bringen und um die notwendige Infrastruktur in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen auszubauen. Im Übrigen wünsche ich uns und unseren Familien, dass wir gesundheitlich und wirtschaftlich mit möglichst geringen Blessuren aus dieser Krise herauskommen. Haltet die Ohren steif! Gruß Wilfried
  3. 7 points
    Admin Modus AN Hi Leute, aber jetzt mal etwas langsam hier. Ihr könnt euch gerne sachlich über das Thema Corona austauschen, aber wenn es hier ausartet, schick ich euch in Quarantäne. Gruß Werner Admin Modus Aus
  4. 7 points
    und hier zur Aufmunterung: Schwarzer Helm, schwarzer Humor. Gruß Uwe-Peter
  5. 5 points
    Ich habe bisher nirgendwo eine offizielle Aussage zur expliziten Benutzung von Motorrädern gelesen. Was man jedoch liest sind Mutmaßungen und Ausdeutungen der Klick-Mich-Branche und vielleicht das vereinzeltes Fußstampfen noch immer nicht beförderter und daher besonders beflissener Ordnungshüter aus Ober-Nieder-Unterhausen. Und warum ist das wohl so? Na, weil es keinen Sinn machen würde so etwas zu verfügen! Ob Auto, Motorrad, Fahrrad oder Seifenkiste ist letztlich völlig egal. Schaltet doch mal euer Hirn ein! Ihr sollt euch so verhalten dass das Virus nicht weiter übertragen werden kann! Nicht mehr und nicht weniger wird erwartet. Selbstkasteiung sei ja jedem selbst überlassen ist aber für die Sache selbst höchst überflüssig. Das Ganze muss durchhaltbar sein, für wahrscheinlich viele Monate! Gruß Rheinweiss
  6. 5 points
    Ich z.B. arbeite ca. 16-20 Stunden im Moment. Bin verantwortlicher Produkt Manager für Beatmungsgeräte für die Intensivstation. Wir erarbeiten zur Zeit u.a. Materialien, die machen, dass Anwender, die vorher nie oder nur selten ein solches Gerät gesehen haben, es bedienen können, wir antworten auf Fragen von Medizinern von überall auf der Welt und natürlich sind ne Menge von uns damit beschäftigt, dafür zu sorgen, dass wir genug und mehr produzieren können. Daneben habe ich das neue Rad für meinen Sohn fertig geschraubt. Der hat Samstag Geburtstag, wird 17 und hat sich letztes Jahr auf Mallorca den Titel „Le animal“ verdient. Sohnemann bei der „Arbeit“ auf dem Leihrad. Der wäre auch mit platten Reifen und dreieckigen Rädern schneller als ich. Sohnemanns erstes eigenes ungebrauchtes Rennrad. Jibbet am Sonntag. Ich kann es kaum erwarten.
  7. 5 points
    Mannomann Stefan, dafür mal von mir ein ... ich mache es genauso (nur, ich liebe es zwar nicht, mache aber die Gartenarbeit doch gerne) Und jetzt, obwohl ich seit 2017 keine Tiger mehr fahre, aber dennoch seit fast 7 Jahren in diesem Forum angemeldet und auch aktiv bin. Ein ganz großes D A N K E an dieses Tiger-Forum. Genau an diesem "Corona-Thread" zeigt es sich, warum ich so gerne in diesem Forum bin. Wenn ich mir manch andere Foren ansehe, bei welchen ich auch noch mehr oder weniger aktiv bin, sehe ich gerade beim Thema "Corona" die großen gesellschaftlichen Unterschiede/Meinungen/Egoismen. Tw. so arg, dass Threads wo nur annähernd in Richtung Corona gehen, fast zyklisch alle 3..4 Tage gesperrt werden. Es ist unglaublich mit welcher Vehemenz und Ignoranz manche Meinung vertreten wird und vor allem "spätestens nach jedem 10 Post" wird es persönlich oder untergriffig. Und darum ein Danke an dieses Forum. Es kann und darf gerne mal "heiß diskutiert" werden. Aber meiner Meinung nach sind 99% der Posts in diesem Tiger-Forum fair und mit Respekt gegenüber den anderen Motorradkollegen geschrieben. Folglich ... ihr werdet mich nicht los und somit erlaube ich mir, obwohl ich derzeit eine etwas "orange" Brille aufhabe, den einen oder anderen Kommentar zu posten. Bleibt gesund, haltet durch - in einigen Wochen wird der Corona-Spuk vorbei sein. Sonnige Grüße vom Bodensee, Klaus
  8. 5 points
    Hallo an Alle, ich hab jetzt wieder alles zusammen und nach den ersten Testläufen scheint alles dicht zu sein. Das Schlimmste waren die ganzen Steckverbinder und elektrischen Anschlüsse. Die habe ich nicht komplett beschriftet und die Stecker sind für Laien echt besche...... Der Rest ist tatsächlich zu schaffen, wenn man sich die Zeit nimmt. Auch helfende Hände machen beim Einbau des Motors Sinn, da man an beiden Seiten besser einmal mehr schauen muss, ob irgendwas klemmt. Probefahrt war positiv und das neue Fahrwerk scheint auch gut zu funktionieren. Jetzt noch neue Reifen und alles wird gut. Freundliche Grüße in schweren Zeiten und bleibt gesund und positiv Alles wird irgendwann gut Stefan
  9. 5 points
    Hi, ich grüße alle Biker die sich zu diesem Thema äußern. Persönlich: meine Reise nach Kroatien im späten Frühjahr wird auch nix. Über Stornokosten will ich hier gar nicht reden, denn es geht um viel wichtigeres: Keine 500 km von hier müssen Ärzte in Italien jeden Tag Lebensentscheidungen treffen, wer an die Beatmungsgeräte kommt und wer nicht. Denn davon gibt es viel zu wenig. Ich hoffe, dass viele die Ansprache der Bundeskanzlerin heute gehört haben. Letztendlich liegt es an uns allen, wie schnell die Kurve der Infektionen abgeflacht werden kann. Das positive: Korea hat gezeigt, wie schnell man dieser Seuche Herr werden kann, wenn man Disziplin wahrt. Wenn alle vier-fünf Wochen wirklich Sozialkontakte vermeiden, für die Alten einkaufen gehen, besteht wenigstens die Chance, dass dieser Spuk bald vorbei ist. Und: es gibt zu dieser drastischen Massnahme momentan keine Alternative.
  10. 5 points
    Nein, aber es ist sehr lästig, wenn man dauernd Benachrichtungen über neue Einträge erhält, es aber statt Diskussionen zum Thema nur euren Dialog über irgendwelche andere Lösungen und Pins gibt.
  11. 4 points
    Ich schwörs, ich wollte heute bei diesem Traumwetter nicht Motorradfahren ....... aber dann hat mich meine Triumph dazu gezwungen Grüße gerhard
  12. 4 points
    Nach dem Verzehr von Rum-Eiern darf man eh kein Motorrad mehr fahren
  13. 4 points
    Hysterie sehen ich keine, aber Realitätsverweigerer gibt es auch hier, wie man im Zitat lesen kann... Irgendwann wird es auch der letzte verstanden haben, das es mit einer normalen Grippe nicht zu vergleichen ist, spätestens wenn er selbst oder in seinem direkten familiären Umfeld betroffen ist. Die Zahl der Verharmloser und Ignoranten sind potentielle Verbreitungsbeschleuniger des Virus! " Danke " an die Unvernunft derjenigen. Mal sehen was in sie in paar Wochen noch genauso reden, falls dann der Gipfel schon erreicht ist.
  14. 4 points
    Die Guzzi läuft! Sie rüttelt sich und schüttelt sich, genau wie es sein soll. Das Drehmoment ist beeindruckend und macht Laune. Aus dem Auspuff kommt ein abgrundtiefer Bass und aus meinen Gesicht ein Grinsen. Alle Mängel wurden beseitigt, auch Kleinigkeiten welche ich hier im Forum nicht aufgeführt habe. Ich hoffe dieser erfreuliche Zustand hält noch lange an....
  15. 4 points
    Meine ausführlichen Eindrücke von der neuen KTM 390 Adventure gibt's >hier< zum Nachlesen So long, da Wolf
  16. 3 points
    Viele Unternehmen leiden. Auch die Motorradhändler gehören dazu. Mein Händler hat den Verkaufsraum geschlossen, die Werkstatt läuft noch und die Kommunikation ist weiterhin möglich. Da muss man - meiner Meinung nach unterstützen! Ich habe meine Rocket GT bestellt. Sie soll Mitte/Ende April beim Händler stehen. Dann kann ich sie abholen. Ok, Versicherung ist online machbar. (Mein Versicherungsvertreter hat mich ans Internet verwiesen. Ich wollte nur wissen ob die im Netz getroffene Aussage, dass die DEVK keinen Kaskoschutz für Motorräder mit Kaufpreis über 20 T€ übernimmt auch für Bestandskunden gilt. - Ja dann kann ich ja gleich optimieren und online den "besten" Anbieter aussuchen.) Die Zulassungsstelle hat noch auf, Terminvereinbarung ist erforderlich. Also dann will ich mal die Zukunftsfähigkeit meines Händlers unterstützen. Und ich habe was zum Freuen!!!!!!! Gruß Uwe-Peter
  17. 3 points
    Wir sind schon ein Völkchen, dürfen, sollen, müssen für alles Schilder und Verordnungen sehen, haben miführen und wenn auf Seite 128 etwas nicht ganz juristisch dasteht geht's zum Anwalt und wir nehmen uns die Zeit? Werde mich im Sinne des ganzen einfach draußen weniger blicken lassen um wieder um so eher mehr draußen sein zu können. Brauch dazu kein Formular, mir reicht es schon wenn ich die aktuelle Situation um uns herum sehe. Passe mich auch mal an auch wenn mir das überhaupt nicht gefällt. Vor einigen Wochen hätte ich auch nicht gedacht dass ich zum ersten mal Kurzarbeit habe. Da bin ich noch froh dass wir in der Fa mit blauen Auge davon kommen. Wir reden immer um Gesundheit. Klar wichtig, aber was fange ich dann mit der ganzen Gesundheit die ganze Zeit an wenn alles geschlossen hat. Um so eher wir das als Chance sehen um miteinander klar zu kommen hat das alles einen tieferen Sinn. Mein Gefühl sagt mir eher dass es mit der Eigenverantwortung nicht so funktioniert und trotzdem freue ich mich auf ein danach und dem Austausch anderer Meinungen. Ursprünglich ging es hier mal um das Reisen, das können wir erst mal abhaken. Danach werden wir sehen wo es in schönen Gegenden überhaupt noch möglich ist weil Immer die anderen Schuld haben dass etwas nicht mehr geht. VG. Friedrich
  18. 3 points
    Da @Kallebadscher die Antwort noch schuldig blieb, wo das Motorradfahrverbot denn in der Verordnung steht, fragte ich einfach, so wie das meine direkte Art ist, bei denen, die das für unser Ländle zu entscheiden haben. Und das zählt für mich, da kann ein Revierleiter oder Bürgermeister meinetwegen einen Handstand machen und seine Regulierungsträume ausleben. Also, konkrete Antwort des Staatsministeriums Baden-Würtemberg von heute - und ich ergänze mit: Fahrt vorsichtig, haltet Abstand (1,5m zum Auto vor Euch wäre zu gering) und bleibt gesund
  19. 3 points
    Hi, ich verfolge sehr interessiert die Diskussion und es sind einige Argumente für oder wider des Benutzens der Mopeds. Wir sollen uns im privaten auf die notwendigsten Kontakte beschränken. Check Alle sportlichen und gemeinsamen Tätigkeiten und Versammlungen sind zu unterlassen! Check Hygieneregeln müssen eingehalten werden! Check Mitbürger mit/ohne Vorerkrankungen sollten besonders vorsichtig sein...Naja, da sehe ich schon noch Aufklärungsbedarf....die halten sich nicht immer dran, wenn man sieht, wie die sich um die letzten Rollen streiten. Keiner weiss, wie lange das eingehalten werden muss. Wenn sich jeder einigermaßen daran hält und wir die Hamstereien lassen, wird bestimmt zum Ende April die Lage entspannter. Selbstverständlich versucht man als guter und verantwortungsvoller Staatsbürger, die Vorgaben zu erfüllen. ABER: wenn ich weiterhin arbeiten gehe, wie die Regierung es verlangt, und mit einem Kollegen in einem Auto sitze, um zum Kunden zu fahren.....hmmmm (das lässt sich nicht immer verhindern) Auch im Büro halten wir möglichst die Abstände ein, aber wir sind doch alle in einem Raum.......... Ich muss zur Arbeit kommen, auch da kann immer etwas passieren......... Nicht jeder kann komplett vom Homeoffice arbeiten...... Bei jeder Betätigung im Freien kann etwas passieren..... Ich bin der Meinung, wenn man sein Hirn einschaltet und achtsam mit seinen Mitbürgern umgeht, auch mal anderen den Vortritt lässt, und sich auch mal zurücknimmt, dann ist allen geholfen. Leute wenn es mal grad irgendwo klemmt, durchatmen und weitermachen. Wenn jemand verantwortungsvoll mit dem Moped unterwegs ist, warum nicht. Man muss nicht immer den Rossi machen. Wir werden uns über kurz oder lang alle mit dem Virus anstecken, wir müssen nur die Phase vernünftig überstehen, in der wir uns jetzt befinden, damit das System nicht zusammenbricht. Selbst wenn jetzt die Kurve der Ansteckungen abflacht, wird der Virus weiterhin aktiv bleiben....... Auch diese Krise wird die Menschheit überstehen, wenn wir uns alle etwas sozialer verhalten, wird es vielleicht sogar besser als vorher. Bleibt gesund und positiv Gruß Stefan
  20. 3 points
    "Peinlich" ist, dass du lieber hier auf dem "Marktplatz" weiter nach außen die Töne nicht triffst, aber eine PM nicht beantwortest. Lieber bist du hier weiter am Blenden, als dich an einem Gespräch zu beteiligen, welches außerhalb der Öffentlichkeit geführt wird. Gut gebrüllt mit aufgesetzter Gelassenheit. Damit ist alles gesagt. P.S.: Sprache, u.a. in Form von Orthografie, vollständiger Interpunktion und korrektem Imperativ, sind Ausdruck von Intellekt. Dünnes Eis, Daniel, dünnes Eis. P.P.S.: Jetzt ist wirklich alles gesagt.
  21. 3 points
    Nicht immer gleich auf Panik machen. Manchmal helfen auch ein paar Zahlen. In Berlin gibt es aktuell 1500 infizierte. Dem stehen 22500 Krankenbetten gegenüber, macht einen Anteil von 6%. Ob alle Infizierten auch im Krankenhaus liegen lässt sich nicht ermitteln. Fakt ist aber das die Krankenhäuser viele freie Kapazitäten haben, die sie nicht belegen dürfen. Deshalb rutschen sie ja auch in die roten Zahlen. Somit würde natürlich ein verunglückter Biker gerade recht kommen, spült Geld in die leeren Kassen (ironisch gemeint). Die Überbelegung soll ja jetzt durch die Massnahmen vermieden werden, soweit sind wir noch nicht. Sachsen nimmt jetzt sogar Fälle aus Italien auf weil die Betten leer stehen. Ich würde auch fahren, leider bekomme ich die Maschine nicht angemeldet, KVA hat quasi zu.
  22. 3 points
    Servus Chris .... es ist eh nicht leicht immer das richtige zu tun. Das haben wir auch vor Corona nicht gekonnt Es scheinen die Unfallzahlen von Motorräder gewaltig nach unten zu rutschen. Einfach weil es ungefährlicher geworden ist und viel weniger fahren Aber die Unfälle im Haus/ Haushalt rutschen nach oben. Einfach weil mehr zu Hause sind und sich mit allem möglichen und leider auch unmöglichen beschäftigen Dergleichen scheint die Bereitschaft für Gewalt zu steigen - auch die Häusliche Irgendwas ist halt immer So soll doch jeder das tun, was er meint tun zu müssen, was erlaubt ist, und selbstverständlich mit der nötigen Umsicht und Verantwortung für sein jeweiliges Tun - das galt schon früher und jetzt erst Recht Nur die Eiferer unter meinen lieben Mitmenschen, die meinen anderen sagen zu müssen , was sie zu tun haben ..... und was sie nicht zu tun haben in dieser schwierigen Zeit .... deren Ansicht betrachte ich als überflüssig . Grüße gerhard der heut nix tut.
  23. 3 points
    Es geht darum das du als Motorradfahrer ein grösseres Unfallrisiko hast. Und bei einem Unfall (was wir alle nicht hoffen wollen) die Einsatzkräfte, die sowieso schon arg an der Grenze sind, in Anspruch nimmst. Auch die Betten in den Krankenhäusern. Um das geht es; nicht ums alleine fahren oder jemanden anstecken
  24. 3 points
    Ich glaube da stimmen ein par entscheidende Feinheiten nicht. Zunächst trifft im Normalfall auch ein mutiertes Virus nicht auf ein völlig unvorbereitetes Immunsystem. Es sei denn die Mutation hat das Virus in die Lage versetzt die Artengrenze zu überschreiten, wie jetzt für Corona angenommen wird. In diesem Fall gibt es keine adäquate Antwort durch das überrumpelte Immunsystem der neu befallenen Art und der Verlauf der Krankheit ist nicht mehr harmlos. Mit Antibiotikaresistenzen hat das Ganze auch nicht wirklich was zu tun da es sich nicht um eine bakterielle Erkrankung handelt. Du hast wahrscheinlich in so fern Recht, als das man sich gegen einen Virus tatsächlich nur durch das Überstehen der Erkrankung schützen kann. Die Frage ist nur, wie viele Menschen machen das gleichzeitig durch? Es müssen ja zu jeder Zeit genug fit und vital bleiben um die Erkranken zu versorgen bzw. zu ersetzen. Da ist nicht viel Spielraum. Siehe: Folgen der europäischen Invasion in Nordamerika im 16. Jhd. Gruß Rheinweiss
  25. 3 points
    Ich glaube alle diese Fragen werden in ein paar Tagen / Wochen überholt sein. Aktuell läuft wohl alles auf zwei Varianten hinaus. a) der Virus ist in den Griff zu bekommen, weil die Leute eine relativ hohe Immunität entwickeln und gleichzeitig eine Impfung sehr zeitnah möglich ist. Dann ist in 1-2 Monaten der Spuk vorbei und die Maßnahmen waren sinnvoll. Oder b) der Virus ist nicht in den Griff zu bekommen, bzw. die Impfmittel benötigen noch 1-2 Jahren bis sie verfügbar sind. Keine Wirtschaft kann sich den derzeitigen Zustand über viele Monate oder gar Jahre leisten. Dann muss man die Firmen wieder anfahren, denn eine Arbeitslosenquote von 50 oder 60% würde zu einem Staatsbankrott und Bürgerkrieg führen. Dann sterben mehr Leute wie die, die jetzt gefährdet sind. Dann muss es halt Opfer geben. Aber wie Macron gesagt hat, wir sind im Krieg und im Krieg sterben halt Leute, war schon immer so. Die Optimisten werden zu a tendieren, die Pessimisten zu b. Meine Meinung zu dem Thema: Ich tendiere eher zu b, daher hätte ich die harte Tour gewählt, wen es erwischt, den erwischt es halt. survival of the fittest Die Welt ist eh überbevölkert, global gesehen unkritisch. Allerdings darf ich meine Meinung eigentlich nicht laut sagen, denn politisch doch ziemlich unkorrekt. Aber ich habe schon früh für mich beschlossen, lebe jeden Tag als sei es dein Letzter, da kann einen sowas nicht schocken. Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht die Regeln beachte, aber wenn ich die Wahl hätte ob mein Blinddarmdurchbruch nicht behandelt wird, oder von einem Arzt mit Corona, dann würde ich die Behandlung der Nichtbehandlung vorziehen. Ich kann aber natürlich jeden verstehen, der sich isoliert und auf a hofft, es sei uns gewünscht, dass es so läuft. In dem Sinne: keep calm and carpe diem
  26. 3 points
    Es geht nicht um das anstecken, sondern um das erhöhte Unfallrisiko beim Motorradfahren / Belegung von Krankenhausbetten. https://www.harleysite.de/corona-aktuell-jetzt-nicht-motorrad-fahren/
  27. 3 points
    Viele Wissende sind im Ruhestand. Oder kommen nicht zu Wort....
  28. 3 points
    Jetzt muss ich beichten!!! Die Ursache des Malheures war natürlich meine Unbedarftheit (Doofheit?)! Darauf gekommen bin ich durch Dich, Uli, durch Deine Anmerkung bzgl. des Kupplungsschalters. Ich habe mir diesen daraufhin heute einmal genauer betrachtet und zu meiner Schande feststellen müssen, dass ich, ohne mich von der Kompatibilität zu überzeugen, die Zubehörhebel von LSL von meiner 1050er SE in den letzten Tagen verbaut habe, die ja aufgrund der veränderten Konstruktion ohne den "Schaltnocken" den Kupplungsschalter gar nicht betätigen. Logischerweise konnte ich den Tempomat nicht einschalten und logischerweise konnte ich den Motor auch ohne gezogene Kupplung starten. Warum allerdings die Tankanzeige verrückt spielte, liegt wohl in den Untiefen der Software begründet. Auf jeden Fall habe ich die Originalhebel wieder angebaut und siehe da, alle Probleme haben sich erledigt! Auch das der Tankanzeige. Nach wenigen 100 m hat sich die Anzeige dem aktuellen Spritstand angepasst. Dir Uli, nochmals vielen Dank! Vermutlich hätte ich sonst den Händler angerufen und reklamiert. So ist mir dort die mutmaßlich peinliche Situation erspart geblieben, zum Depp gemacht habe ich mich ja nur hier im Forum LG Tom
  29. 3 points
    Hallo liebe Tigerfahrer, es ist mir noch nie so schwer gefallen, wie jetzt, etwas zu posten....... Leider müssen wir das diesjährige SET absagen. Verschiedene haben sich schon bei uns gemeldet und bis jetzt waren wir noch unsicher, auch aufgrund der rechtlichen Situation...... Es gibt so viel zu beachten.....wir haben so eine Situation noch nie bewältigen müssen, aber irgndwie muss es ja dann mal weitergehen. Die gesamte Abwicklung werden wir korrekt ausführen, dafür sind wir bekannt. Am liebsten wäre es uns, wenn die Anzahlung für das nächste Jahr stehen bleiben könnte. das soll aber jeder für sich entscheiden. Bitte meldet euch bei uns und wir werden dann dementsprechend handeln. Habt auch Verständniss, wenn wir uns nicht sofort bei jedem Einzelnen melden, wir müssen das auch erst einmal alles verarbeiten. Lieben Guß an ALLE und bleibt GESUND Euer Stephan
  30. 3 points
    Servus Andere mögen das wieder anders sehen ...... aber ich halte davon nichts. Vor der Stillegung vollladen, wenn du möchtest bzw.es macht Sinn die Batterie auszubauen bzw. drinlassen und das massekabel abklemmen. Dann nichts mehr machen und nach etwa zwei Monaten wieder vollladen - bzw. nach weiteren zwei Monaten das Gleiche , bzw. kurz vor dem ersten Frühjahrsstart noch mal dranhängen Aus die Maus. Grüße gerhard
  31. 3 points
    Du bist der 2. der das selbst an seinem Fahrzeug durchgeführt hat und mir bestätigt, das er die Schrauben weiterverwendet. Und die Belastung mit Seitenwagen ist ja auch höher. Ich werde niemanden verantwortlich machen, wenn in 5 Jahren festgestellt wird, das es falsch war, und Garantie hab ich eh nicht. Ich bin für meine Taten und mein Handeln selbst verantwortlich, und mache das freiwillig, weil ich keine Lust habe, mich mit Werkstätten und Mechanikern rumzuärgern, die mir vorjammern, wie schlecht und böse die blöden Kunden sind und keine Zeit haben und und und.... Wenn ich es selbst vermurkse, dann ist es halt so...... Der Einbau wird sicher auch spannend, aber mein Kumpel hat gesagt, er hilft mir wieder. Die sarkastischen Kommentare der BMW, Harleyfahrer und werkstattgeplegter Fahrzeuge sind mir eh sicher, aber da kann ich mit um. Ob ich am Ende Geld gespart habe, ist mir eigentlich auch gleichgültig. Alles wird irgenwann gut....
  32. 3 points
    Auch beim Stöbern gefunden: Im Mai 1996 diesen Nippon - Zweizylinder (Scherzbezeichnung: Ducati für Arme ) in der Farbe ROT für 15.000 DM neu gekauft. Diesem Teil bin ich total verfallen, weil sie sich easy fährt und technisch sehr robust ist. Wenn man ihre Feinheiten kennt, ist sie nahezu unkaputtbar -> Deshalb fahre ich sie noch heute mit jetzt 214.000 km Tachostand und ich bin zufrieden. Gruß Eugen
  33. 3 points
    Und wieder war mal Update Time. Wenn Fehler auffallen, wie bekannt im Unterforum Bugs posten, Danke.
  34. 2 points
  35. 2 points
    In Thüringen auch...
  36. 2 points
    Ich wünsche Allen ein gepflegtes Bier und leckeres Essen zu Hause. Bleibt gesund, der nächste Stammtisch kommt bestimmt und wird noch herzlicher.
  37. 2 points
    Es gibt in Thüringen Orte da halten Polizisten die Leute (egal mit welchen Verkehrsmittel) an und befragen diese wo sie denn hin wollen. Wir haben hier lediglich ein sogenanntes "Kontaktverbot". Das schürt natürlich die Verschwörer Richtung totaler Überwachung ordentlich. Was aber viel schlimmer ist: Durch diesen rechtswidrigen und überflüssigen Kontrollwahn wird genau das Gegenteil erreicht. Aus Einsicht wird Trotz. Die Leute haben dann einfach keinen Bock mehr sich vorschreiben zu lassen was sie zu tun und zu lassen haben. Und ich kann das nachvollziehen.
  38. 2 points
    Moin, wollte zwar zu diesem Thema nichts schreiben, aber dann jetzt doch. Gestern morgen waren bei uns im regionalen Radiosender 2 Rechtsanwälte, die Hörerfragen bantworteten. Dabei u.a. die Frage: "Darf ich bei der aktuellen Ausgangsbeschränkung ( so nennt sich das hier) eine Motorradtour machen?" Antwort: Ja, das fällt unter Sport und Bewegung an der frischen Luft. Mit bis zu 5 Personen. Ich bin begeisterter Vielfahrer, aber das fand ich schon etwas ja zumindest merkwürdig. Also ich fahr z.zt. nicht, und das nicht nur wegen der kühlen Witterung. Wenn ich kein Auto hätte, würd ich natürlich mit Moped oder Roller einkaufen gehen, aber einfach so rumfahren, nein.
  39. 2 points
    Zu Recht. Fakten und Folgen :
  40. 2 points
    Nix gibt's! Erstens: Ich bin Einzelkind und teilen nicht gewöhnt Zweitens: Laut Vorabberichten kommt heute oder morgen das Kontaktverbot - mehr als zwei Personen sind nicht mehr erlaubt. Da ich für zwei Esse.......
  41. 2 points
    Ob Pandemie oder nicht spielt für mich keine Rolle, ist auch nicht spannend für mich. Ich sehe: 1) Der Virus verbreitet sich über Kontinente hinaus über (fast) die ganze Erde 2) Der Virus wird durch Menschen und ihre Reise-/Bewegungsströme verteilt. Er schwirrt nicht alleine durch die Gegend. (vielleicht noch durch einige Tiere, die allerdings auch einen wesentlich geringeren Bewegungsradius haben) 2) Die Krankheiten die durch den Virus ausgelöst werden sind derzeit nicht zu behandeln 3) Die Gesundheitssysteme mit ihren Mitarbeitern werden über die Grenzen hinaus belastet Die für mich spannende Frage: Schaffen wir Menschen es, durch Abstand, maßvoller Lebensgestaltung und Rücksicht die Folgen des Virus zu begrenzen, damit es beherrschbar bleibt und wir bald wieder unsere gewohnte Freiheit genießen können? DAS ist für mich die spannende Frage. Begrifflichkeiten hin oder her.
  42. 2 points
    Ich denke ein Generationenbashing bringt hier nicht viel. Es gibt in allen Altersgruppen Leute, die den Schuss nicht gehört haben. Die Jungen, weil sie (noch) glauben, sie seien unsterblich und bei manchen Alten, weil der Verstand wohl langsam aussetzt. Beispiele für Beide: Am Phönixsee in Dortmund diese Woche tummelten sich jede Menge junge und alte Leute (Bilder im Fernsehen und in der WAZ), junge Idioten feiern Coronaparties und alte Idioten laufen zum Beispiel in Sachsen auf den Wochenmärkten rum und halten ihr Schwätzchen als gäbe es Sars-Cov-2 nicht. Wenn das Ego die Hirnfunktion 10:1 schlägt, dann kommt man um staatliche Maßnahmen halt nicht rum. Ich bin letzten Mittwoch die erste Tour dieses Jahres zusammen mit einem Freund gefahren. Es waren nur rund 180 km. Wir hatten uns gedacht, in den Motorradklamotten und mit Integralhelm und dem Abstand zum Nächsten auf dem Moped ist man sozialverträglich unterwegs. Bei der Heimfahrt kam mir dann so etwas wie eine Erkenntnis. Was passiert jetzt wenn Du dich flachlegst? Mal abgesehen davon, dass es im Moment wohl im Interesse von Niemandem ist, ins Krankenhaus befördert zu werden, aber die Hauptsache ist, dass das Letzte, was die ohnehin bald überlasteten Kliniken jetzt noch brauchen können, Mopedfahrer auf der Intensivstation sind. Meine Tiger bleibt daher bis auf Weiteres im Stall, auch wenn es weh tut nach den langen Monaten ohne und dem wärmeren und schöneren Wetter. Hoffen wir, dass die Krise nicht allzu lange anhält und bald wieder bessere Zeiten kommen. Schöne Grüße Wilfried
  43. 2 points
    Tach Leute, jaaaaa ich melde mich mal zurück. Vergrault oder abgekanzelt hat mich keiner. Die letzten Wochen war immer viel los und es gab eine Menge zu organisieren (nein - wir mussten KEIN Klopapier kaufen ...). @Outdoorer : ähm nein - die beiden Fragen in einem Post zu vereinen machte irgendwie nicht so wirklich Sinn. Aber ich hab es dann ja auch noch gefühlt 1h mal gecheckt und dann euch ja trotzdem geantwortet Deine Idee zum nachdenken hat geklappt. Zwar nur kurz - liegt aber daran das ich Stur bin. Alle sagten ich solle nicht zur Bundeswehr oder mir eine teures Auto als Pendler kaufen - ich habe beide Entscheidungen dies zu tun nicht bereut. Soviel dazu Probieren geht über studieren. Ich könnte von den Erfahrungen profitieren, ich könnte aber auch davon profitieren das man mir hier gute Ratschläge gegeben hat, wie ich mein Ziel erreiche. @wernerz : Ich jammer selten laut wenn was nicht klappt. Sondern wenn da heimlich das es niemand hört Und wie ich es mit der Tiger 800 probieren werde! @triumphmartin : Ich bin es als Frau schon fast gewohnt das ("alte") Männer mir ihre Meinung sagen aber meine Frage nicht beantworten. Ich hab dennoch aus dem was geschrieben worden ist mit die Quintessenz raus gezogen. Nun zu meiner eigentlichen Frage zurück: ICH HABS GETAN! Meine Black Betty steht jetzt in unserem gemeinsamen Stall und wartet das wir endlich wieder raus dürfen. Als wir sie am Dienstag abgeholt haben, ist als erstes aufgefallen das der Vorbesitzer immer die Comfort Sitzbank drauf hatte. Er war der Meinung es sei die Low. Zuhause haben wir dann mal direkt die Low drauf gepackt und siehe da .. da fehlt gar nicht mehr soviel! Im Gegenteil. Die Lenkerverlegung konnte nicht direkt bei Triumph eingebaut werden, da vom Vorbesitzer die falsche gekauft wurde. Macht aber nichts - wir haben jetzt die richtige gekauft und das wird sich auch noch positiv auswirken. Sobald möglich geht Betty noch nach Wunderlich da es für uns "ums Eck ist". Da schauen wir wieviel noch fehlt. Grüßlis aus der Vordereifel!
  44. 2 points
    Hallo Kollegen, wer es noch nicht mitbekommen haben sollte, aufgrund des Corona Virus gibt es eine Schließung von Gaststätten ab 18.00 Uhr! Außerdem muss ein Abstand von 1,5m zum Sitznachbar eingehalten werden und es dürfen maximal 4 Personen an einem Tisch sitzen. In Anbetracht der Situation halte ich es für nicht sinnvoll sich über diese Regeln hinweg zu setzen. Daher der dringende Aufruf, bis auf weiteres alle Stammtisch Termine (auch in privater Umgebung) abzusagen, selbst wenn es regional in dem einen oder anderen Bundesland noch möglich sein sollte, Stammtische durchzuführen!
  45. 2 points
    shit - bis heute war dieses Forum virusfrei. Kann irgendwer dieses unsägliche, hier völlig unpassende Thema sofort löschen? Tigergruss
  46. 2 points
    Da Jürgen mit seiner Kritik natürlich Recht hatte, habe ich die Beiträge, die nicht zu dem Thema passen in das Thema: verschoben. Dort kann dann auch weiter über Alternativen zum Zumo diskutiert werden, hier Bitte nur noch zumo XT Beiträge. Danke.
  47. 2 points
    Ohne jetzt genau den Farbton zu kennen (Braun kann eine große Bandbreite haben) stelle ich folgende Behauptung auf: Schwarze Kerze = zu kalt Schneeweiße Kerze = zu heiß Braune Kerze = OK Gruß Holger
  48. 2 points
    Bitte Vorsicht mit Linksausdreher... wenn das Gewinde noch drinsteckt ist das vermutlich schwergängig... warum sonst sollte das abreissen und stecken bleiben? Mit dem Linksausdreher werden dünne Hülsen gespreizt weil der konische Linksausdreher sich ja reindreht und "verhaken" soll... d.h. er macht das Gewinde noch weiter schwergängig... Ich weiss nicht wie dünn der feststeckende Gewinderest ist.. Ein Bild könnte helfen Lass jemand ran für den solche "mechanische Reparatur" kein Neuland ist. viel Erfolg
  49. 2 points
    Der Winter dauert noch, auch wenn er als solcher kaum erkennbar ist. Endlich Zeit, mal so was wie einen Reisebericht zu versuchen. Nicht zu detailliert, eher im Überblick, aber vielleicht hilft es, die Wartezeit zu vertreiben. Wer Details möchte zu Route, Ausrüstung oder sonstwas kann mir ja eine Nachricht schicken. Das Nordkapp hat mich ja schon immer fasziniert, ich stehe einfach auf diese kargen Landschaften. Und irgendwann wollte ich da mal hin. Irgendwann... Dann die Erkenntnis, man wird ja nicht jünger und fitter. Also sollte das möglichst bis zum 60. Geburtstag passiert sein. Nächste Erkenntnis: das ist ja gar nicht mehr lange hin und es muss viel geplant werden! Die Spezln abgegrast, aber keiner will mit. War schon da, nicht mein Ding, zu kalt, zu weit... Es alleine zu machen, davon hat mich letztlich Svenja (svendura.de) überzeugt. Da gab es auch eine Menge Tipps bei ihr, die Seite ist wirklich empfehlenswert! Also ans Werk und geplant. 4 Wochen Sabbatical stehen zur Verfügung, als Zeitpunkt peile ich Anfang Juni 2018 an. Ziemlich früh im Jahr, ich verspreche mir davon wenig Mücken und wenig Verkehr. Bei der Route lasse ich mich von einem Freund inspirieren, der seinerzeit über Finnland hoch und über Norwegen, Dänemark zurück gefahren ist. Mitten in der Planungsphase dann im Oktober 2017 der Unfall. Die TEX überlebt ihn nicht, ich schon aber schwer lädiert und mit Dauerschäden. Die 2 ersten Tage im Krankenhaus bin ich in einem tiefen Loch. Die Ärzte machen mir nichts vor, das waren nicht nur ein paar einfache Knochenbrüche. Das rechte Handgelenk ist hin, wird nie mehr voll funktionsfähig sein und auf Dauer vielleicht gar nicht mehr. Kann ich je wieder Motorrad fahren? Und will ich das eigentlich? Brauche ich das nochmal, die Schmerzen, die Belastung für die Familie, das alles? Ich denke ans Nordkapp und sage „jetzt erst recht!“. Da fahre ich hin und zwar mit dem Motorrad! Mach ich es halt ein Jahr später. Dieses Ziel vor Augen fällt die erste Genesungsphase, die mit 7 Monaten weder kurz noch einfach war, doch etwas leichter. An einem Freitag Ende April komme ich vormittags aus der Reha, am Nachmittag sitze ich auf der Bonnie (mittlerweile umgebaut/angepasst) um zu sehen, ob es noch geht. Es geht, nicht wirklich geschmeidig, aber es geht! Ein paar Wochen später wird die Tiger 800 bestellt und ich bin wieder ausgestattet :-) Ein paar Umbauten, dann passt das. Weiter geht es mit der Planung, jetzt für den Sommer 2019. Grobe Route, Ausrüstung etc wird geplant, fertig gemacht. Im Dezember buche ich die Fähre für Ende Juni und fange mit dem Training fürs lange Sitzen an. Mittlerweile habe ich den Job geschmissen und mir den ganzen Sommer 2019 freigehalten. Die Jungs wollen unbedingt Anfang Juni nach Griechenland, einen 60er dort feiern, also schiebe ich meinen Trip etwas nach hinten. Was nicht so optimal war, mehr dazu später. Der Trip nach Griechenland soll auch so etwas wie eine Generalprobe werden. Wie packe ich am besten, was muss mit fürs zelten, was braucht man nicht usw. Aber im Leben läuft es ja manchmal nicht so, wie man es gerne hätte. 2 Wochen vor Abreise nach Griechenland kriege ich die Diagnose Krebs. Völlig unerwartet (Zufallsbefund), das muss ich erst mal verdauen. Eine Woche lerne ich das Internet zu dem Thema auswendig, spreche mit Ärzten und Kliniken. Dann beschließe ich, den Krebs auch auf Urlaub zu schicken. Der muss warten, bis die Motorradsaison zu Ende ist! Griechenland wird ein schöner Urlaub, auch wenn meine Laune etwas gedämpft ist. Dazu trägt auch bei, dass mein Zelt kaputt geht. Kaum zurück schnell zu Vaude gebraust, das Zelt abgeben. Die ernüchternde Aussage: Reparaturen brauchen mindestens 4 Wochen! Ich habe aber nur 2 bis die Fähre geht. Die Mädels dort hängen sich rein, können mir nach 2 Tagen sagen, dass das Zelt ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Ich brauch zügig ein neues, habe aber nun weniger als 2 Wochen Zeit, eines zu besorgen. Bei Bergzeit.de kaufe ich schließlich ein Wechsel, die neue Version. Beim Auspacken stellt sich heraus, es ist die alte Version, die ich aus bestimmten Gründen nicht haben wollte. Also zurück damit, die Zeit drängt, in einer Woche geht es los. Schließlich, 2 Tage vor Abfahrt, habe ich ein neues Zelt von Vaude (Low Chapel 2 XT). Alles eingepackt und schließlich geht es tatsächlich los. Es fühlt sich auf den ersten Metern unwirklich an, dass ich nach all der Zeit tatsächlich auf dem Weg bin. Auf dem Weg nach Norden, nach ganz oben, wo es nicht mehr weitergeht und immer kalt ist. Aber erst mal sterbe ich fast den Hitzetod. 35 Grad, fast nicht auszuhalten, ich hab es eh nicht so mit heiß. Diese Hitzewelle hat aber geholfen zu entscheiden, welche Klamotten ich anziehe. Nicht den Anzug mit einzippbarem Wärmespendern, sondern den ganz leichten Sommeranzug mit x Lüftungsöffnungen. Das muss auch am Nordkapp reichen, schließlich sitze ich hinter einer Verkleidung. Statt den ganz warmen Handschuhen als Zweitpaar nehme ich die ganz leichten, perforierten Endurohandschuhe mit. Den Rest müssen die Held Kombihandschuhe machen, die mit oder ohne GoreTex getragen werden können. Auch so ist es an diesem Tag unglaublich heiß, in den Stiefeln steht der Schweiß, unterm Helm kocht es. Naja, wer kennt das nicht. Mein erster Stopp ist im Harz, wo das Zelt seine Generalprobe gut besteht. Trotz Hitzewelle im Land friere ich nachts wie ein junger Hund, weil ich nur den ganz dünnen Sommerschlafsack genommen habe. Einen zweiten, dickeren habe ich dabei, aber wer denkt nach so einem Hitzetag an eine kalte Nacht? Am nächsten Tag merke ich dann, dass ich wohl eine Luftmassengrenze überschritten habe. In Norddeutschland hat es nur noch 21 Grad, während zu Hause das Thermometer Richtung 40 strebt. Erkenntnis: Wetterbericht genauer checken! Durch den Harz geht es nach Norden, selbst eine gesperrte A7 bringt mich nicht aus der Ruhe. Die Fähre geht erst mitten in der Nacht, ich habe Zeit. Es ist noch nicht mal 21 Uhr als ich in Travemünde am Fährhafen ankomme. Aber so ein Check-in braucht seine Zeit, habe ich ja gerade in Italien und Griechenland wieder gesehen. Und man soll deswegen auch mindestens 2 Stunden vorher da sein. Am Hafen nur eine kurze Schlange auf den beiden Spuren nach Helsinki. Es geht zügig voran, da werden wohl nur die Tickets gecheckt. Kurze Zeit später bin ich dran. Der gute Mann will nur meinen Namen wissen, fummelt an seinem Terminal, der Drucker rappelt. Ich frage, wo ich denn als nächstes hin müsste zum einchecken. „Das machen Sie gerade bei mir“ sagt der Mann freundlich amüsiert. Reicht mir mein Ticket, einschließlich Schlüsselkarte für meine Kabine. Ich bin baff. Keine 5 Minuten für alles. Wenn ich da an die Fähren im Mittelmeer denke... Wie immer stehen die Mopeds in der Schlange ganz vorne fürs Verladen. So bleibt es nicht aus, dass man Leute trifft, ins Gespräch kommt. Was noch Folgen haben sollte. Es ist eine lange Wartezeit, aber wir kriegen sie rum und schließlich geht es los. Beim Verzurren bin ich kurz ratlos, denn die Gurte haben keinen Ratschenmechanismus wie ich ihn kenne. Ein netter Finne zeigt mir die Handhabung: einfach straff ziehen, den Klemmhebel umlegen, fertig. Nix ratschen oder sonstwas. Wird schon halten, zumal kein schlechtes Wetter droht. Kurze Zeit später treffe ich Paul und Daniele, zwei Schweizer Töff Fahrer (Honda VTR, Guzzi Stelvio, die „Diva“), in der Bar auf ein Gute Nacht Bier. Die Überfahrt ist ruhig, ich nutze die Sauna an Bord, eine echte Schau! Hartmut (GS1200)stößt zu uns und schließlich überlegen wir, gemeinsam weiter zu fahren. War nicht so geplant, aber ich wollte ja bewusst nicht detailliert planen, sondern alles auf mich zukommen lassen. Also warum nicht. Zunächst fahren aber nur Hartmut – der Mann mit der rollenden Wohnküche – und ich gemeinsam weiter. Paul und Daniele bevorzugen eine Route weiter östlich und haben dort das erste Quartier schon vorgebucht. Die rollende Wohnküche Über Lahti und Jyväskälä rollen wir direkt nach Norden. Anfangs auf der Autobahn, später auf Nebenstrecken. Erstmal die Gegebenheiten kennenlernen. Die Straßen sind gut, Tempolimit überall. Netterweise erkennt man die aber schnell, zumal sie in der Regel nur an wirklichen Gefahrenpunkten, d.h. Kreuzungen stehen. Aber wir haben es eh nicht eilig, schauen uns um. Das wird aber bald fad, denn viel gibt es nicht zu sehen. Bäume und Seen, Seen und Bäume. Und kaum ein Kurve. Wenn doch, steht vorher ein großes Hinweisschild! Ach ja, Autowracks gibt es auch eine Menge zu sehen. In Gärten und Hinterhöfen, überall stehen die Dinger. Bei Viitasaari machen wir den ersten Übernachtunsstopp. Zelte raus, Bier raus, läuft! Hartmut outet sich als ernsthafter Hobbykoch mit eigener Küche im Keller seines Hauses (nur für ihn, nicht die Familie). Und er hat alles – alles! - mehr als reichlich auf seiner GS was man so zum kochen braucht! Erstaunlich, was auf ein Motorrad drauf passt. Wir genießen den Abend und das lange Tageslicht und schließen erste Freundschaft mit den finnischen Mücken, von denen gar nicht so viele da sind wie befürchtet. Der nächste Tag geht ziemlich ereignislos so weiter, es stellt sich schon so was wie ein Flow ein. Der Tiger brummelt zufrieden, ich sitze bequem, alles gut. Bei Mulos, ca. 60km südöstlich von Oulo machen wir Halt, mieten uns ein Mökki (Hütte) am Fluss Oulojoki. Malerisch ist es da. Aber all die Mücken, die im Süden am Vortag nicht da waren, sind hier versammelt! Einen Spaziergang am Fluss brechen wir ab, die Biester sind in Wolken um uns und stechen selbst durch meine Wollmütze! Jetzt ändert sich die Konstellation. Hinter Oulo treffen wir Paul und Daniele wieder, aber Hartmut will nicht ans Nordkapp, er biegt nach nach einer lustigen Nacht in einem Mökki in Sodankylä nach Westen ab, in die norwegischen Berge. Wir anderen wollen weiter nach Norden, jetzt mal über unbefestigte Straßen. Leider zeigt sich die Diva als solche und hat ihre Tage. Sie leckt heftigst aus der Gabel. Daniele muss zurück nach Rovaniemi, um es reparieren zu lassen. Paul und ich machen einen längeren Ausflug auf eine ungeteerte Straße. Laut Karte sollen es so 30 bis 40 km sein. Genauer kann man es nicht sagen. Mein tolles BMW/Garmin Navi ist wieder mal im Eimer, nicht mehr nutzbar. Die einzige Karte, die ich dabei habe hat den Maßstab 1:1.250.000! Es sind dann doch gute 50km, bis wir auf die Hauptstraße stossen. Und die ist – anders als in der Karte angezeigt – auch nicht geteert! Aber der Tiger schlägt sich auf der teilweise doch sehr nassen Bahn hervorragend, obwohl es „nur“ eine xRt ist. Nur die Reifen setzen deutliche Grenzen. Wo es matschig wird hisst der Tourance Next ganz schnell die weiße Fahne. Eine kaum mehr zu kontrollierende Front zeigt dann an, dass Seitenführung nicht mehr da ist, was zu einigen Stressmomenten führt. Ist halt kein Geländereifen. Alles in allem haben wir einen Mordsspaß und freuen uns an der Landschaft, die jetzt oberhalb des Polarkreises endlich so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Und ja, die Rentiere haben sich auch endlich gezeigt. Wer es nicht wusste: das sind die dümmsten Tiere auf dem Planeten. Grasen friedlich an der Seite, bis du kommst. Dann springen sie auf die Straße und rennen panisch vor dir her. Dabei schauen sie immer wieder zurück und fallen fast über die eigenen Füße. Wer rechnet mit so was?? Auf dem Weg nach Inari gibt es auch genügend Mücken, was man bei jedem noch so kurzen Halt merkt, so dass alle Klischees Lapplands erfüllt werden. Der Tiger darf mal im Dreck spielen... In Inari sitzen Paul und ich 2 Regentage in einer Hütte ab, während wir auf Daniele warten. Zu dritt geht es weiter nach Kirkenes und zum ersten Mal in Finnland wird die Straße richtig kurvig. Wie haben wir das vermisst. Bei bestem Nordsommerwetter (10 Grad, bedeckt, windig/regnerisch) machen wir in Kirkenes eine Königskrabbensafari, fotografieren uns an der russischen Grenze und trinken teures Bier im Restaurant (13 Euro). Erkenntnisse: Kirkenes wird „Tschirkenes“ ausgesprochen. Im Sommer ist dort tote Hose, absolute Nebensaison. Der Punk geht ab im Winter, wenn die Leute zum Polarlicht schauen kommen. Königskrabben schmecken echt gut! Königliche Mahlzeit. Weiter geht es jetzt Richtung Westen zum nördlichsten Punkt des Festlandes. Nein, nicht das Nordkapp, das liegt ja auf einer Insel. Der Lysfyr Leuchtturm bei Gamvik ist das Ziel. Das ist nicht nur der nördlichste Leuchtturm Europas, ein paar Meter weiter soll auch der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes sein. Bei Isfjord biegt die Straße direkt nach Norden ab. Kurven ohne Ende und ein zunächst mieser Belag über den wir mit größter Freude drüber prügeln. Leider bleibt das nicht ohne Folgen. Eine der wertvollen Bierdosen in Daniele's Topcase (wir haben kurz vor Norwegen noch mal eingekauft :-) )platzt auf und macht eine ziemliche Sauerei. Was uns nicht lange aufhält, der Schaden ist schnell behoben. Kurz darauf geht es ins „Hochland“, so um die 300 - 400 Meter hoch. Ist nicht viel, dort im Norden aber schaut es dann aus wie in den Alpen auf 3000 Meter. Das Wetter ist deutlich schlechter geworden, dafür die Straße besser. Der Wind aus Nordost hat in Böen deutlich Sturmstärke, die Temperatur liegt bei 6 Grad, die Sicht bei teilweise unter 50 Meter. Sitzheizung und Griffheizung zeigen jetzt was sie können. Und das reicht völlig, selbst mit den relativ dünnen GoreTex Handschuhen. In meiner Carese Kombi ist schon länger die GoreTex Membran eingezippt (und bleibt das auch noch länger) und mit einer lange Hose drunter reicht auch das. Das Fahren ist teilweise abenteuerlich, vor allem mit so voll geladenen Mopeds; teilweise schwanken, segeln mehr als fahren wir über die gesamte Staßenbreite. Immerhin ist die Straße hier sehr gut, offenbar neu angelegt. Weite, geschwungene Kurven geben etwas Sicherheit. Die gibt mir meine Tankanzeige nicht. Die letzten Kilometer vor Mehamn fährt Daniele vor mir, um mir etwas Windschatten zu geben und den Verbrauch zu senken. Ca. 5km vor der Tankstelle schließlich Reichweite: 0km. Ist aber kein Problem, locker komme ich bis zur nördlichsten Tankstelle Europas. Und stelle fest, ich hatte noch einen Liter im Tank, also keine Panik. Die unbemannte Tankstelle ist etwas schwierig zu bedienen. Nur Paul schafft es, den entscheidenden Knopf so zu drücken, dass die Pumpe anläuft. Wir checken schnell in unserer Unterkunft ein und fahren die letzten 20 Kilometer nach Gamvik, zum Leuchtturm. Dort, wie auf der ganzen Strecke seit Isfjord: nix los. Ein paar einsame Wohnmobile, am Leuchtturm sind wir alleine. Das Ganze hat wirklich „Endstimmung“: grau, kalt, stürmisch, trostlos, einsam. Was ich durchaus als positiv empfunden habe, eher melancholisch als depressiv. Zurück in der Unterkunft erst mal aufwärmen in der Sauna, dann wird eingekauft und gekocht (ja, Männer können kochen und zwar gut!). Ganz oben in Europa. Am nächsten Tag hat sich das Wetter gedreht. Sonnenschein, blauer Himmel, bei 11 Grad fahren wir los. Die Fahrt ist eine Schau, jetzt wo wir die Landschaft sehen können und die Bedingungen auch höhere Geschwindigkeiten zulassen. Alleine dafür lohnt sich dieser Abstecher dorthin! Kurz darauf fangen Daniele und ich (Paul blieb in Mehamn) an, uns auszuziehen. Die Temperatur steigt immer weiter. In Lakselv hat es schließlich 21 Grad – und wir lange Unterhosen an... Blick auf die Seite von yr.no: ausziehen lohnt nicht, nur etwas weiter nördlich sind wir wieder bei den üblichen Temperaturen. Also Endspurt zum Nordkapp, das Ziel der Träume ist nah. Die Straße ist OK, die Landschaft sehr schön. Aber der Verkehr ist deutlich dichter, Wohnmobile bestimmen das Bild. Schließlich durch den langen Tunnel nach Mageroya, kurz drauf sind wir beim Nordkapp Camping. Wir nehmen das letzte Doppelzimmer, da die Hütten alle vergeben sind und Daniele zelten nur als absolute Notlösung betrachtet. Und weiter geht’s gleich, wir wollen heute noch ans Kapp. 30 Kilometer schöne Straße, kurz vorher plötzlich eine Nebelwand mit kaum 20 Meter Sicht. Sollen wir wirklich Eintritt bezahlen? Am Ende stehen wir im Nebel und sehen gar nichts... Wir tun es und lassen uns das “all-inclusive“ Ticket verkaufen, mit Zugang zu Museum etc sowie die Möglichkeit, innerhalb 24 Stunden nochmal zurück zu kommen. Der Parkplatz ist dann erst mal ein Schock: Wohnmobile so weit das Auge reicht. Ja, ein paar Autos auch und ein paar – wenige – Motorräder. Aber egal, ein paar Meter zu Fuß noch, dann stehen wir an der Kugel, ein Traum geht in Erfüllung. Ich brauche erst einmal etwas Zeit für mich, um das zu realisieren. So viel ist passiert, seit ich den Entschluss gefasst habe, die Reise zu machen. Und jetzt bin ich tatsächlich da. Erkenntnisse zum Nordkapp: Dieser Ort ist absolut kommerzialisiert, er wird ja jetzt auch von einer privaten Firma betrieben. Wer Pech hat und gleichzeitig mit Tourbussen da ist wird keine Freude haben. Zwischendurch ist es ruhiger aber nicht einsam. Die Anlage ist geöffnet von 7 Uhr bis 1 Uhr früh. Was heißt, in der übrigen Zeit ist niemand da um Eintritt zu kassieren... Natürlich sind Cafe, Toiletten dann auch zu. Mir persönlich hat Lysfyr deutlich besser gefallen. Ursprünglicher, einsamer, schönere Strecke. Geschafft. Am nächsten Tag geht es zügig Richtung Süden, wir wollen auf die Lofoten. Dort bleibt auch Daniele zurück, er will Whale Watching machen. Also fahre ich alleine weiter bis ans Südende der Lofoten. Eine wunderschöne Landschaft, schöne Straßen und Sträßchen, sowie eine wirklich nette Hauptstadt. Aber die Wohnmobil Dichte nimmt zu und die Zahl der Tempolimit-Schilder scheinbar auch! An der Fähre nach Bodo treffe ich wieder ein paar Motorradfahrer (noch eine Tiger 800) und im Gespräch während der Überfahrt stellt sich heraus, dass wir alle etwas verloren sind. Das Nordkapp ist erreicht, nach jahrelanger (in einem Fall 20 Jahre) Planung und träumen. Und jetzt ist da eine gewisse Leere, die noch gefüllt werden muss. Die beiden Tiger fahren noch kurz weiter nach Straumen, wo wir einen Campingplatz finden, von dem aus man zum Salstraumen laufen kann. Dort strömt das Wasser ziemlich spektakulär bei Ebbe und Flut durch eine Engstelle in zwei Fjorde bzw aus ihnen heraus. Es ist fast halb 11 am Abend bis wir endlich die Zelte aufstellen, neben 2 andere Motorradfahrern. Der Durst ist groß, ein kaltes Bier schwebt schon lange vor dem inneren Auge und Hunger haben wir auch. Die Kollegen wissen von einem Supermarkt, nur ca. 2 Kilometer entfernt, der bis 23 Uhr geöffnet ist. Also schnell aufs Moped und hin. Ich wähle noch das Bier aus, da kommt der Kollege mit einem Arm voll zum Kühlschrank zurück. „Vergiss es, ab 20 Uhr kein Alkohol mehr“. Wot??? Erkenntnis: In Norwegen wird Alkohol sehr restriktiv gehandhabt. Es gibt (Leicht)Bier in Supermärkten, aber nur bis 20 Uhr. Samstags nur bis 18 Uhr. Sonntags gar nicht. Was das bringen soll, wissen wohl nur die Politiker dort. Und: es ist praktisch, direkt am Salstraumen zu campen, wenn man ihn sehen will. Aber der Platz für Zelte ist eine Frechheit! Viel zu klein und teilweise betoniert. Also „trocken“ zurück zum Zeltplatz, aber wenigstens zum Essen gab es noch was. Um 1 Uhr morgens ist dann Höhepunkt der Ebbe und wir schauen uns das Spektakel an. Schon sehenswert, wie Millionen Kubikmeter Wasser durch so ein enges Stück strömen! Am nächsten Tag geht es auf der 17 weiter Richtung Süden. Eine eigentlich tolle Straße, viele Kurven und eine eindrucksvolle Landschaft. Leider zunehmend von Wohnmobilen verpestet, die auch alle die Landschaft genießen wollen, dabei aber nicht recht vorwärts kommen. Teilweise nicht mal an einander vorbei... Irgendwann gebe ich auf und biege nach Moirana ab, wo die E6 vorbeigeht. Und komme vom Regen in die Traufe. Zu den vielen Wohnmobilen gesellen sich noch ein paar LKW und alles das presst sich durch viele Baustellen. Die E6 platzt aus allen Nähten, wird erweitert, zum Teil auf einer neuen Trasse. Die Landschaft ist noch immer schön, aber irgendwie macht das keinen rechten Spaß mehr. Das Wetter mit beständig 10-12 Grad und bedecktem Himmel tut ein übriges. So gebe ich am nächsten Tag mal länger Gas und fahre bis Lom am Jotunheimen Nationalpark. Dort scheint die Sonne bei über 20 Grad, der Zeltplatz liegt direkt am Fluß, ist nicht so stark belegt und ich bleibe 2 Tage. Aus wandern und schwimmen wird leider nichts, weil ich Depp barfuß auf einen Zelthäring trete und mir übel den Zeh aufschneide. So „muss“ ich 2 Tage abgammeln in der Sonne :-) Zwischendurch bekomme ich weiblichen Besuch. Der MC Kleopatra macht Station direkt neben mir. 9 Frauen auf 8 (schönen) Harleys und einer Monster. Sie schlafen im Freien, in Hängematten, die Mopeds machen Krach bis ins nächste Tal. Echte Rocker eben, aber total nett. Erkenntnis des Tages: Norweger machen im Juli alle Urlaub. Und zwar in Norwegen. Und in möglichst großen Wohnmobilen!! Schließlich geht es ausgeruht weiter durch Jotunheimen und dann die Hardangervidda nach Eidfjord. Endlich mal wieder richtig Motorrad fahren! Kurven satt und schöne Landschaft, der Verkehr hält sich in Grenzen. Eigentlich möchte ich den Prejkestolen besichtigen, um wenigstens ein touristisches Highlight mitzunehmen. Sämtliche Städte sowie Geiranger und Trollstigen habe ich ja ausgelassen. Einfach zu viel los nach allem was ich gehört habe. Bilder und Videos die ich einige Tage später sehe, geben mir recht. Aber es kommt anders. In Eidfjord kontaktiert mich Hartmut und wir beschließen, uns in Schweden zu treffen, um gemeinsam über Dänemark zurück zu fahren. Also am nächsten Tag zurück durch die Hardangervidda. Was mir leicht fällt, weil die Landschaft einfach grandios ist und die Straße eine Schau. Zumal am frühen Morgen. Mittendrin nehme ich mir die Zeit das Moped zu parken und auf einen Hügel zu steigen um die Rundumsicht zu genießen. Wer Weite, Stille, Einsamkeit sucht, der ist hier in Europas größter Hochebene genau richtig! Über die 40 geht es Richtung Horten, südlich von Oslo. Auch die 40 ist zu empfehlen, schönes Fahren durch super Landschaft! Meine Karte sagt, ich könnte südlich von Oslo über den Fjord. Ich kann also die Stadt – die ich eh schon kenne – vermeiden. Um vom Campingplatz auf die Hauptstraße zu kommen, lasse ich mich kurz vom Handy leiten. Und das führt mich stracks z einer Fähre, die nur 10 Minuten vom Campingplatz ablegt – und auf meiner groben Karten gar nicht angezeigt wird. Es wird gerade eingeladen, ich kann fast durchfahren und bin 45 Minuten später schon auf der anderen Seite des Oslofjord in Moss. Schon länger habe ich gemerkt, dass ich kaum noch Eindrücke aufnehmen kann. Nach einer gewissen Zeit ist der Speicher voll, alles muss erst mal verarbeitet werden. Darum fahre ich bei schönstem Wetter einfach auf der Autobahn Richtung Schweden und Campingplatz bei Varberg. Dort will ich mich mit Hartmut treffen. Zum ersten Mal auf der Reise werde ich jedoch abgewiesen – Zeltplatz restlos voll! Die Schärenküste ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel und es ist Hochsaison. Gott sei Dank gibt es in der Ecke einige Plätze und so finde ich nur ca. 5 Kilometer weiter einen, der noch Platz hat. Ich lasse es Hartmut wissen, der will in ca. 1 Stunde da sein. Wie vereinbart meldet er sich, er ist da. Nur leider nicht da, wo er sein sollte und wollte. Sondern, wie sich herausstellt, 150 Kilometer weiter nördlich :-( Da hat einer die WhatsApp Nachrichten nicht richtig gelesen... Kurzes Nachdenken, dann meldet er neue Ankunftszeit ca. 21.45h. Das wird ein extralanger Tag für ihn und als netter Mensch beschließe ich, ihn mit einem kalten Bier zu begrüßen. Ich marschiere zum nächsten Coop um einzukaufen. Dort stelle ich fest, es ist kurz nach 20h. Ob die wohl hier die gleiche Regel bzgl. Alkoholverkauf haben wie in Norwegen? Die sind ja hier alle gleich gestrickt, oder? Um peinliche Momente an der Kasse zu vermeiden, spreche ich ein schwedisches Ehepaar an. Der Mann meint nur „kein Problem“, seine Frau schaut mich ungläubig an, findet die Frage wohl ziemlich seltsam. Also erkläre ich den Hintergrund und sie fängt an zu lachen. Sie kann es gar nicht glauben und fragt mich, ob das eine Regel sei, die für Erwachsene gilt oder nur für Kinder. Ich erkläre weiter im Detail und sie kriegt sich nicht mehr ein, so was bescheuertes hätte sie noch nie gehört. Erkenntnis: die beiden skandinavischen Nachbarn unterscheiden sich in Sachen Alkoholverkauf durchaus. Ich kaufe also ein paar Dosen, nicht zu knapp bei dem warmen Wetter. Was gut ist, denn kaum zurück ist auch Hartmut da – und hat Daniele mitgebracht. Großes Hurra und es folgt ein sehr netter Abend. Am nächsten Tag fahren wir Richtung Malmö und gönnen uns dann eine Besichtigung der Öresundbrücke. Ich weiß, sie ist mautpflichtig und ich stelle mich schon auf lange Schlangen ein, wie man sie von italienischen Mautstationen oder dem Brenner nur zu gut kennt. Aber Schweden ist nicht Italien. Keine Schlange, noch nicht mal im Ansatz. Hinfahren, die bereitgelegte Kreditkarte an den Leser halten, die Frage nach Quittung verneinen und die Schranke geht auf. Ich war vielleicht 5 Sekunden im Leerlauf! Das nenne ich effizient! Kopenhagen lassen wir unbesichtigt, fahren durch bis zur Insel Mön, wo wir die Zelte aufschlagen. Hartmut als Dänemark-Kenner hat uns von den tollen Küchen vorgeschwärmt, mit denen alle dänischen Campingplätze ausgestattet sind. So planen wir noch mal einen leckeren Kochabend zum Abschluss. Leider ist die Küche (und die Sanitäranlagen) das Gegenteil vom Erwarteten. So kochen wir dann im Freien auf unseren Gas- bzw Benzinkochern. Etwas improvisiert aber im Ergebnis sehr gut! Vorher gönnen wir uns aber noch eine Runde schwimmen. Denn was wäre ein Sommerurlaub ohne ein Bad im Meer? Es ist tatsächlich das erste und einzige Mal während der gesamten Reise, sieht man mal vom kurzen Eintauchen in den Inari See nach dem Saunagang ab. Am nächsten Tag ist Abschied angesagt. Bis kurz vor Hamburg fahren wir drei nochmal zusammen, dann trennen sich die Wege an einer Autobahnraststätte. Für mich beginnt der schlimmste Tag der Reise, was die Fahrerei anbetrifft. Die A1 vom Osten Hamburgs bis runter auf die A7 ist offenbar eine einzige Baustelle. Nur Schrittverkehr und Stillstand. Es wird langsam schwül, das halte ich nicht aus und zirkle mit dem vollbeladenen Moped auf verengten Fahrstreifen zwischendurch. Irgendwann wird selbst das zur Routine. Aber es nervt! Und es wird nach Hamburg nicht besser, eine Baustelle nach der anderen. In der längsten – über 25km lang – ist ein Kleinwagen kurz vor Ende der Baustelle liegen geblieben und blockiert eine Fahrbahn... Bei Kassel hab ich endlich die Schnauze gestrichen voll, da fängt es auch noch an zu regnen. Natürlich kaum länger als es braucht, die Regenkombi drüber zu ziehen. Es ist deutlich nach 20 Uhr als ich bei meinem Kumpel in Unterfranken aufschlage, ca. 3 Stunden später als geplant. Aber der Grill ist angeheizt und das Bier kalt! Am nächsten Tag noch einen Freund südlich von Augsburg besucht, nochmal Steak und Bier satt! Dann geht es die letzten 80km gemütlich nach Hause. Nach 3,5 Wochen und knapp 8000km bin ich wieder daheim. Und muss mich erst mal wieder daran gewöhnen :-) Richtig geil wars! Würde ich es nochmal machen? Klar, aber anders. Entweder über Schweden hoch oder mit dem Frachter nach Nordfinnland und dann nur über Pisten bis ganz nach oben. Nordkapp würde ich mir schenken, stattdessen mehr ins Hinterland, in die Berge fahren. Und vor allem: ich würde es nie mehr im Juli machen, wenn die Einheimischen Urlaub machen! Wir werden sehen. Ein Spezl hat sich gerade ein Ferienhaus in Mittelschweden gekauft.... Ach ja, und der Tiger? Ist brav gelaufen und war sparsam. Ca. 4,5 Liter im Schnitt, die neuen Reifen nur ungefähr zur Hälfte abgefahren. Der Motor hat mich wieder durch seine im besten Sinne Unauffälligkeit begeistert. Leistung ist einfach immer genug da und man kann sich auf das Fahren und die Landschaft konzentrieren. Lediglich das Kettenschmieren hat etwas genervt. Und natürlich das tolle Garmin Navi, über das ich mich schon an anderer Stelle ausgekotzt habe. Sonst hat mir aber auch gar nix gefehlt. Wer die Tour vielleicht mal von einer anderen Perspektive betrachten will, kann das auf Daniele's Blog nordlandreise.ch tun. Überschneidet sich natürlich nur teilweise mit meiner Route. Ist aber viel schöner und aufwändiger gemacht als mein Kurzbericht. Und hilft auch, die Warterei auf die neue Saison zu überbrücken :-) Dee
  50. 2 points
    Moin ????, Die geänderten Zündzeitpunkte führen sicher zu einem anderen Motorenklang und ob es einem gefällt, muß jeder für sich entscheiden. Vielleicht ist es auch eine Maßnahme um dem "langweiligen", turbinenmäßigen Lauf gegen eine "aufregender" Inscenierung der Leistungsentfaltung zu tauschen. Unwuchten sind nicht zu befürchten, da man die Komponenten auch im der neuen Form fein auswuchten kann. Die, durch die ungleichmäßige Zündfolge, entstehenden Vibrationen muß man dann halt durch umgestaltete Ausgleichswellen wieder einfangen. Somit muß erhöhter Verschleiß auch kein Thema sein und die Wirkung der ungleichmäßigen Zündfolge auf den Füllgrad der Zylinder muß dann ein Maschinenbauingenieur, Fachrichtung Verbrennungsmaschinen, mit "stehenden Schwingungen der Gassäulen" im Ansaug- und Abgastrakt und deren Resonanzverhalten erklären..... (oder warum gibt es sog. Crossplain 4-Zylinder bei Anderen?) Also einfach mal die Praxis abwarten... Schöne Grüße Jens
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