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Dee

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About Dee

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    Beteiligt sich

Profile Information

  • Ich fahre
    Tiger 800 XRT
  • und
    T120 Black
  • Fahrweise
    vorwärts
  • Wohnbereich
    82

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  1. Um gleich mal vorab ein Mißverständnis auszuschließen: DAS IST KEIN VORSCHLAG VON MIR! Und von wem das ist, ist eigentlich egal. Welchen Namen einer Person oder Organisation auch immer ich hier reinstellen würde, nachprüfen könnte das eh keiner. Dee
  2. Wir alle lieben unser Hobby! Es hat ja auch viel für sich, man entspannt, kommt mal runter. Man trifft neue Leute, gewinnt Erfahrungen, sieht die Welt - auch mal mit anderen Augen. Aber natürlich gibt es auch die Schattenseiten. Wir verbrennen Sprit, stoßen CO2 aus. Unsere Spielzeuge zu bauen, kostet auch Resourcen. Der nicht-motorradfahrende Teil der Welt, ist durch unser Tun oft und zunehmend genervt (Danke an alle die speziell hierzu beitragen). Und natürlich ist die Sache nicht ganz ungefährlich. Manche sagen sogar es sei lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben ein paar Hundert, Tausende verletzen sich. Zum Teil mit dauerhaften Folgen. Und am Ende ist es im Großen und Ganzen doch nur ein Zeitvertreib. Es sind insbesondere die letzten Punkte, die einige zum Nachdenken gebracht haben. Es gab ja immer wieder Diskussionen, dass Menschen, die besondere Risiken eingehen, nicht die Allgemeinheit mit den daraus entstehenden Kosten belasten sollten. Rauchen, Übergewicht und Risikosportarten werden dann schnell genannt. Aber regelmäßig versandet die Diskussion, aus verschiedenen Gründen. Und es ging ja bisher auch immer so. Nun steht unser Gesundheitssystem seit Wochen im Fokus. Zwar ist es insgesamt im Vergleich sehr gut, aber insbesondere die Personalausstattung und -bezahlung zeigt doch deutliche Mängel. Hauptsächlich deswegen war bzw. ist Motorradfahren als Hobby in einigen Ländern noch verboten. Das Risiko sei hoch, dass ein verunglückter Fahrer ein Bett in der Intensivstation benötigt, das dann einem Covid Patienten vorenthalten bleibt. Und der Konsens ist hier groß, auch unter Motorradfahrern. Diese Situation hält man nun für ideal, die oben erwähnte Diskussion zu einer ganz konkreten Umsetzung zu bringen. Die Überlegungen gehen dahin, den Neukauf sowie den Gebrauchtkauf von Motorrädern mit einer Abgabe zu belegen, die dann dem Gesundheitssystem zu Gute kommt. Nie dürften die Chancen höher gewesen sein, einen solchen Vorschlag mehrheitsfähig zu machen. Denn kurz gesagt ist Motorradfahren riskant, die vielen Unfälle führen zu hohen Kosten und belasten das Gesundheitssystem. Und es ist unnötig, es geht auch ohne, das zeigt die Krise derzeit. Derzeit rechnet man mit verschiedenen Beträgen, zB im Schnitt €2000 beim Neukauf, €500 beim Gebrauchtkauf. Das wären zwar "nur" ca. 400 Millionen Euro pro Jahr, was angesichts von alleine ca. 63 Milliarden Euro Personalkosten im Gesundheitswesen wenig ist. Aber es wäre sicher genug, um in dem Bereich Unterstützer für eine solche dauerhafte Einnahmequelle zu finden. Bin gespannt, ob das in den nächsten Monaten tatsächlich angegangen wird. Gott sei Dank, habe ich zwei Mopeds, die im Zweifel auf Dauer nicht ersetzt werden müssen :-) Dee
  3. Dee

    Custom build T120

    Das freut mich! Dee
  4. Dee

    Custom build T120

    Hmmm, naja, öhm, doch lieber nicht... Dee
  5. Dee

    Corona

    Ist alleine spazieren gehen nicht das selbe wie alleine Motorrad fahren? Wen soll ich denn unter meinem Helm anstecken?? Grenzüberschreitend wird wohl so bald nix werden. Ein Freund in Italien meint, wenn das bei Ihnen mal durch ist, heißt das noch lange nicht, dass sie die Grenzen dann aufmachen. Weil, wir sind ja zeitlich etwas hinten dran... Gruß, Dee
  6. Da ist bei mir nur die Daytona hängengeblieben und die Thunderbird Sport. Naja und natürlich die Sprint RS, die ich - 1998 glaube ich - gekauft habe. Aber die Preise machen direkt nostalgisch Dee
  7. Servus Bernd, tja, wohin jetzt? Eigentlich sollte es direkt nach Island gehen. Ich war schon 3x da, tolles Land! Aber momentan spricht einiges dagegen, hauptsächlich der touristische Wahnsinn, der da abgeht und sich schon 2014 und vor allem 2016 abgezeichnet hat, als ich da war. Spanien steht noch auf dem Programm, Albanien, Montenegro wollte ich auch mal anschauen - aber nicht alleine. Und wie gesagt, ein Spezl hat sich ein Häuschen in Schweden gekauft. Das muß ja auch mal inspiziert werden . Gruß, Dee
  8. Die Farbe ist geil! Aber wer hat es zugelassen, dass das Moped mit so einem Geschwür von Topcase verunstaltet wird?? Dee
  9. Hey, die Seite kannte ich ja noch gar nicht Die Handschuhe sehen richtig gut aus. Lass mal hören, wie gut sie tatsächlich sind. Gruß, Dee
  10. Sehen cool aus - so lange du damit nicht absteigst :-) Dee
  11. @Wonga, nimm dir die Zeit, Vorfreude ist ja auch eine Freude . Wie gesagt, mancher hat 20 Jahre drauf hin gearbeitet. Hatte den Vorteil, dass dann sein Sohn schon mitfahren konnte Gruß, D.
  12. Meine Saison schließt "nur" Jan/Feb aus. Aber vielleicht muß ich selbst das in Zeiten der Klimaänderung überdenken... Was jedenfalls mir für ein paar Stunden hilft: Im Keller sitzen, gute Mukke hören und die Klamotten pflegen. Sauber machen, einfetten, Taschen durchsuchen, etc etc. Da kommen schöne Gedanken an vergangene Touren und Ideen für neue Touren auf... Weiterhin frohes Warten auf die Saison wünscht, Dee
  13. Der Winter dauert noch, auch wenn er als solcher kaum erkennbar ist. Endlich Zeit, mal so was wie einen Reisebericht zu versuchen. Nicht zu detailliert, eher im Überblick, aber vielleicht hilft es, die Wartezeit zu vertreiben. Wer Details möchte zu Route, Ausrüstung oder sonstwas kann mir ja eine Nachricht schicken. Das Nordkapp hat mich ja schon immer fasziniert, ich stehe einfach auf diese kargen Landschaften. Und irgendwann wollte ich da mal hin. Irgendwann... Dann die Erkenntnis, man wird ja nicht jünger und fitter. Also sollte das möglichst bis zum 60. Geburtstag passiert sein. Nächste Erkenntnis: das ist ja gar nicht mehr lange hin und es muss viel geplant werden! Die Spezln abgegrast, aber keiner will mit. War schon da, nicht mein Ding, zu kalt, zu weit... Es alleine zu machen, davon hat mich letztlich Svenja (svendura.de) überzeugt. Da gab es auch eine Menge Tipps bei ihr, die Seite ist wirklich empfehlenswert! Also ans Werk und geplant. 4 Wochen Sabbatical stehen zur Verfügung, als Zeitpunkt peile ich Anfang Juni 2018 an. Ziemlich früh im Jahr, ich verspreche mir davon wenig Mücken und wenig Verkehr. Bei der Route lasse ich mich von einem Freund inspirieren, der seinerzeit über Finnland hoch und über Norwegen, Dänemark zurück gefahren ist. Mitten in der Planungsphase dann im Oktober 2017 der Unfall. Die TEX überlebt ihn nicht, ich schon aber schwer lädiert und mit Dauerschäden. Die 2 ersten Tage im Krankenhaus bin ich in einem tiefen Loch. Die Ärzte machen mir nichts vor, das waren nicht nur ein paar einfache Knochenbrüche. Das rechte Handgelenk ist hin, wird nie mehr voll funktionsfähig sein und auf Dauer vielleicht gar nicht mehr. Kann ich je wieder Motorrad fahren? Und will ich das eigentlich? Brauche ich das nochmal, die Schmerzen, die Belastung für die Familie, das alles? Ich denke ans Nordkapp und sage „jetzt erst recht!“. Da fahre ich hin und zwar mit dem Motorrad! Mach ich es halt ein Jahr später. Dieses Ziel vor Augen fällt die erste Genesungsphase, die mit 7 Monaten weder kurz noch einfach war, doch etwas leichter. An einem Freitag Ende April komme ich vormittags aus der Reha, am Nachmittag sitze ich auf der Bonnie (mittlerweile umgebaut/angepasst) um zu sehen, ob es noch geht. Es geht, nicht wirklich geschmeidig, aber es geht! Ein paar Wochen später wird die Tiger 800 bestellt und ich bin wieder ausgestattet :-) Ein paar Umbauten, dann passt das. Weiter geht es mit der Planung, jetzt für den Sommer 2019. Grobe Route, Ausrüstung etc wird geplant, fertig gemacht. Im Dezember buche ich die Fähre für Ende Juni und fange mit dem Training fürs lange Sitzen an. Mittlerweile habe ich den Job geschmissen und mir den ganzen Sommer 2019 freigehalten. Die Jungs wollen unbedingt Anfang Juni nach Griechenland, einen 60er dort feiern, also schiebe ich meinen Trip etwas nach hinten. Was nicht so optimal war, mehr dazu später. Der Trip nach Griechenland soll auch so etwas wie eine Generalprobe werden. Wie packe ich am besten, was muss mit fürs zelten, was braucht man nicht usw. Aber im Leben läuft es ja manchmal nicht so, wie man es gerne hätte. 2 Wochen vor Abreise nach Griechenland kriege ich die Diagnose Krebs. Völlig unerwartet (Zufallsbefund), das muss ich erst mal verdauen. Eine Woche lerne ich das Internet zu dem Thema auswendig, spreche mit Ärzten und Kliniken. Dann beschließe ich, den Krebs auch auf Urlaub zu schicken. Der muss warten, bis die Motorradsaison zu Ende ist! Griechenland wird ein schöner Urlaub, auch wenn meine Laune etwas gedämpft ist. Dazu trägt auch bei, dass mein Zelt kaputt geht. Kaum zurück schnell zu Vaude gebraust, das Zelt abgeben. Die ernüchternde Aussage: Reparaturen brauchen mindestens 4 Wochen! Ich habe aber nur 2 bis die Fähre geht. Die Mädels dort hängen sich rein, können mir nach 2 Tagen sagen, dass das Zelt ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Ich brauch zügig ein neues, habe aber nun weniger als 2 Wochen Zeit, eines zu besorgen. Bei Bergzeit.de kaufe ich schließlich ein Wechsel, die neue Version. Beim Auspacken stellt sich heraus, es ist die alte Version, die ich aus bestimmten Gründen nicht haben wollte. Also zurück damit, die Zeit drängt, in einer Woche geht es los. Schließlich, 2 Tage vor Abfahrt, habe ich ein neues Zelt von Vaude (Low Chapel 2 XT). Alles eingepackt und schließlich geht es tatsächlich los. Es fühlt sich auf den ersten Metern unwirklich an, dass ich nach all der Zeit tatsächlich auf dem Weg bin. Auf dem Weg nach Norden, nach ganz oben, wo es nicht mehr weitergeht und immer kalt ist. Aber erst mal sterbe ich fast den Hitzetod. 35 Grad, fast nicht auszuhalten, ich hab es eh nicht so mit heiß. Diese Hitzewelle hat aber geholfen zu entscheiden, welche Klamotten ich anziehe. Nicht den Anzug mit einzippbarem Wärmespendern, sondern den ganz leichten Sommeranzug mit x Lüftungsöffnungen. Das muss auch am Nordkapp reichen, schließlich sitze ich hinter einer Verkleidung. Statt den ganz warmen Handschuhen als Zweitpaar nehme ich die ganz leichten, perforierten Endurohandschuhe mit. Den Rest müssen die Held Kombihandschuhe machen, die mit oder ohne GoreTex getragen werden können. Auch so ist es an diesem Tag unglaublich heiß, in den Stiefeln steht der Schweiß, unterm Helm kocht es. Naja, wer kennt das nicht. Mein erster Stopp ist im Harz, wo das Zelt seine Generalprobe gut besteht. Trotz Hitzewelle im Land friere ich nachts wie ein junger Hund, weil ich nur den ganz dünnen Sommerschlafsack genommen habe. Einen zweiten, dickeren habe ich dabei, aber wer denkt nach so einem Hitzetag an eine kalte Nacht? Am nächsten Tag merke ich dann, dass ich wohl eine Luftmassengrenze überschritten habe. In Norddeutschland hat es nur noch 21 Grad, während zu Hause das Thermometer Richtung 40 strebt. Erkenntnis: Wetterbericht genauer checken! Durch den Harz geht es nach Norden, selbst eine gesperrte A7 bringt mich nicht aus der Ruhe. Die Fähre geht erst mitten in der Nacht, ich habe Zeit. Es ist noch nicht mal 21 Uhr als ich in Travemünde am Fährhafen ankomme. Aber so ein Check-in braucht seine Zeit, habe ich ja gerade in Italien und Griechenland wieder gesehen. Und man soll deswegen auch mindestens 2 Stunden vorher da sein. Am Hafen nur eine kurze Schlange auf den beiden Spuren nach Helsinki. Es geht zügig voran, da werden wohl nur die Tickets gecheckt. Kurze Zeit später bin ich dran. Der gute Mann will nur meinen Namen wissen, fummelt an seinem Terminal, der Drucker rappelt. Ich frage, wo ich denn als nächstes hin müsste zum einchecken. „Das machen Sie gerade bei mir“ sagt der Mann freundlich amüsiert. Reicht mir mein Ticket, einschließlich Schlüsselkarte für meine Kabine. Ich bin baff. Keine 5 Minuten für alles. Wenn ich da an die Fähren im Mittelmeer denke... Wie immer stehen die Mopeds in der Schlange ganz vorne fürs Verladen. So bleibt es nicht aus, dass man Leute trifft, ins Gespräch kommt. Was noch Folgen haben sollte. Es ist eine lange Wartezeit, aber wir kriegen sie rum und schließlich geht es los. Beim Verzurren bin ich kurz ratlos, denn die Gurte haben keinen Ratschenmechanismus wie ich ihn kenne. Ein netter Finne zeigt mir die Handhabung: einfach straff ziehen, den Klemmhebel umlegen, fertig. Nix ratschen oder sonstwas. Wird schon halten, zumal kein schlechtes Wetter droht. Kurze Zeit später treffe ich Paul und Daniele, zwei Schweizer Töff Fahrer (Honda VTR, Guzzi Stelvio, die „Diva“), in der Bar auf ein Gute Nacht Bier. Die Überfahrt ist ruhig, ich nutze die Sauna an Bord, eine echte Schau! Hartmut (GS1200)stößt zu uns und schließlich überlegen wir, gemeinsam weiter zu fahren. War nicht so geplant, aber ich wollte ja bewusst nicht detailliert planen, sondern alles auf mich zukommen lassen. Also warum nicht. Zunächst fahren aber nur Hartmut – der Mann mit der rollenden Wohnküche – und ich gemeinsam weiter. Paul und Daniele bevorzugen eine Route weiter östlich und haben dort das erste Quartier schon vorgebucht. Die rollende Wohnküche Über Lahti und Jyväskälä rollen wir direkt nach Norden. Anfangs auf der Autobahn, später auf Nebenstrecken. Erstmal die Gegebenheiten kennenlernen. Die Straßen sind gut, Tempolimit überall. Netterweise erkennt man die aber schnell, zumal sie in der Regel nur an wirklichen Gefahrenpunkten, d.h. Kreuzungen stehen. Aber wir haben es eh nicht eilig, schauen uns um. Das wird aber bald fad, denn viel gibt es nicht zu sehen. Bäume und Seen, Seen und Bäume. Und kaum ein Kurve. Wenn doch, steht vorher ein großes Hinweisschild! Ach ja, Autowracks gibt es auch eine Menge zu sehen. In Gärten und Hinterhöfen, überall stehen die Dinger. Bei Viitasaari machen wir den ersten Übernachtunsstopp. Zelte raus, Bier raus, läuft! Hartmut outet sich als ernsthafter Hobbykoch mit eigener Küche im Keller seines Hauses (nur für ihn, nicht die Familie). Und er hat alles – alles! - mehr als reichlich auf seiner GS was man so zum kochen braucht! Erstaunlich, was auf ein Motorrad drauf passt. Wir genießen den Abend und das lange Tageslicht und schließen erste Freundschaft mit den finnischen Mücken, von denen gar nicht so viele da sind wie befürchtet. Der nächste Tag geht ziemlich ereignislos so weiter, es stellt sich schon so was wie ein Flow ein. Der Tiger brummelt zufrieden, ich sitze bequem, alles gut. Bei Mulos, ca. 60km südöstlich von Oulo machen wir Halt, mieten uns ein Mökki (Hütte) am Fluss Oulojoki. Malerisch ist es da. Aber all die Mücken, die im Süden am Vortag nicht da waren, sind hier versammelt! Einen Spaziergang am Fluss brechen wir ab, die Biester sind in Wolken um uns und stechen selbst durch meine Wollmütze! Jetzt ändert sich die Konstellation. Hinter Oulo treffen wir Paul und Daniele wieder, aber Hartmut will nicht ans Nordkapp, er biegt nach nach einer lustigen Nacht in einem Mökki in Sodankylä nach Westen ab, in die norwegischen Berge. Wir anderen wollen weiter nach Norden, jetzt mal über unbefestigte Straßen. Leider zeigt sich die Diva als solche und hat ihre Tage. Sie leckt heftigst aus der Gabel. Daniele muss zurück nach Rovaniemi, um es reparieren zu lassen. Paul und ich machen einen längeren Ausflug auf eine ungeteerte Straße. Laut Karte sollen es so 30 bis 40 km sein. Genauer kann man es nicht sagen. Mein tolles BMW/Garmin Navi ist wieder mal im Eimer, nicht mehr nutzbar. Die einzige Karte, die ich dabei habe hat den Maßstab 1:1.250.000! Es sind dann doch gute 50km, bis wir auf die Hauptstraße stossen. Und die ist – anders als in der Karte angezeigt – auch nicht geteert! Aber der Tiger schlägt sich auf der teilweise doch sehr nassen Bahn hervorragend, obwohl es „nur“ eine xRt ist. Nur die Reifen setzen deutliche Grenzen. Wo es matschig wird hisst der Tourance Next ganz schnell die weiße Fahne. Eine kaum mehr zu kontrollierende Front zeigt dann an, dass Seitenführung nicht mehr da ist, was zu einigen Stressmomenten führt. Ist halt kein Geländereifen. Alles in allem haben wir einen Mordsspaß und freuen uns an der Landschaft, die jetzt oberhalb des Polarkreises endlich so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Und ja, die Rentiere haben sich auch endlich gezeigt. Wer es nicht wusste: das sind die dümmsten Tiere auf dem Planeten. Grasen friedlich an der Seite, bis du kommst. Dann springen sie auf die Straße und rennen panisch vor dir her. Dabei schauen sie immer wieder zurück und fallen fast über die eigenen Füße. Wer rechnet mit so was?? Auf dem Weg nach Inari gibt es auch genügend Mücken, was man bei jedem noch so kurzen Halt merkt, so dass alle Klischees Lapplands erfüllt werden. Der Tiger darf mal im Dreck spielen... In Inari sitzen Paul und ich 2 Regentage in einer Hütte ab, während wir auf Daniele warten. Zu dritt geht es weiter nach Kirkenes und zum ersten Mal in Finnland wird die Straße richtig kurvig. Wie haben wir das vermisst. Bei bestem Nordsommerwetter (10 Grad, bedeckt, windig/regnerisch) machen wir in Kirkenes eine Königskrabbensafari, fotografieren uns an der russischen Grenze und trinken teures Bier im Restaurant (13 Euro). Erkenntnisse: Kirkenes wird „Tschirkenes“ ausgesprochen. Im Sommer ist dort tote Hose, absolute Nebensaison. Der Punk geht ab im Winter, wenn die Leute zum Polarlicht schauen kommen. Königskrabben schmecken echt gut! Königliche Mahlzeit. Weiter geht es jetzt Richtung Westen zum nördlichsten Punkt des Festlandes. Nein, nicht das Nordkapp, das liegt ja auf einer Insel. Der Lysfyr Leuchtturm bei Gamvik ist das Ziel. Das ist nicht nur der nördlichste Leuchtturm Europas, ein paar Meter weiter soll auch der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes sein. Bei Isfjord biegt die Straße direkt nach Norden ab. Kurven ohne Ende und ein zunächst mieser Belag über den wir mit größter Freude drüber prügeln. Leider bleibt das nicht ohne Folgen. Eine der wertvollen Bierdosen in Daniele's Topcase (wir haben kurz vor Norwegen noch mal eingekauft :-) )platzt auf und macht eine ziemliche Sauerei. Was uns nicht lange aufhält, der Schaden ist schnell behoben. Kurz darauf geht es ins „Hochland“, so um die 300 - 400 Meter hoch. Ist nicht viel, dort im Norden aber schaut es dann aus wie in den Alpen auf 3000 Meter. Das Wetter ist deutlich schlechter geworden, dafür die Straße besser. Der Wind aus Nordost hat in Böen deutlich Sturmstärke, die Temperatur liegt bei 6 Grad, die Sicht bei teilweise unter 50 Meter. Sitzheizung und Griffheizung zeigen jetzt was sie können. Und das reicht völlig, selbst mit den relativ dünnen GoreTex Handschuhen. In meiner Carese Kombi ist schon länger die GoreTex Membran eingezippt (und bleibt das auch noch länger) und mit einer lange Hose drunter reicht auch das. Das Fahren ist teilweise abenteuerlich, vor allem mit so voll geladenen Mopeds; teilweise schwanken, segeln mehr als fahren wir über die gesamte Staßenbreite. Immerhin ist die Straße hier sehr gut, offenbar neu angelegt. Weite, geschwungene Kurven geben etwas Sicherheit. Die gibt mir meine Tankanzeige nicht. Die letzten Kilometer vor Mehamn fährt Daniele vor mir, um mir etwas Windschatten zu geben und den Verbrauch zu senken. Ca. 5km vor der Tankstelle schließlich Reichweite: 0km. Ist aber kein Problem, locker komme ich bis zur nördlichsten Tankstelle Europas. Und stelle fest, ich hatte noch einen Liter im Tank, also keine Panik. Die unbemannte Tankstelle ist etwas schwierig zu bedienen. Nur Paul schafft es, den entscheidenden Knopf so zu drücken, dass die Pumpe anläuft. Wir checken schnell in unserer Unterkunft ein und fahren die letzten 20 Kilometer nach Gamvik, zum Leuchtturm. Dort, wie auf der ganzen Strecke seit Isfjord: nix los. Ein paar einsame Wohnmobile, am Leuchtturm sind wir alleine. Das Ganze hat wirklich „Endstimmung“: grau, kalt, stürmisch, trostlos, einsam. Was ich durchaus als positiv empfunden habe, eher melancholisch als depressiv. Zurück in der Unterkunft erst mal aufwärmen in der Sauna, dann wird eingekauft und gekocht (ja, Männer können kochen und zwar gut!). Ganz oben in Europa. Am nächsten Tag hat sich das Wetter gedreht. Sonnenschein, blauer Himmel, bei 11 Grad fahren wir los. Die Fahrt ist eine Schau, jetzt wo wir die Landschaft sehen können und die Bedingungen auch höhere Geschwindigkeiten zulassen. Alleine dafür lohnt sich dieser Abstecher dorthin! Kurz darauf fangen Daniele und ich (Paul blieb in Mehamn) an, uns auszuziehen. Die Temperatur steigt immer weiter. In Lakselv hat es schließlich 21 Grad – und wir lange Unterhosen an... Blick auf die Seite von yr.no: ausziehen lohnt nicht, nur etwas weiter nördlich sind wir wieder bei den üblichen Temperaturen. Also Endspurt zum Nordkapp, das Ziel der Träume ist nah. Die Straße ist OK, die Landschaft sehr schön. Aber der Verkehr ist deutlich dichter, Wohnmobile bestimmen das Bild. Schließlich durch den langen Tunnel nach Mageroya, kurz drauf sind wir beim Nordkapp Camping. Wir nehmen das letzte Doppelzimmer, da die Hütten alle vergeben sind und Daniele zelten nur als absolute Notlösung betrachtet. Und weiter geht’s gleich, wir wollen heute noch ans Kapp. 30 Kilometer schöne Straße, kurz vorher plötzlich eine Nebelwand mit kaum 20 Meter Sicht. Sollen wir wirklich Eintritt bezahlen? Am Ende stehen wir im Nebel und sehen gar nichts... Wir tun es und lassen uns das “all-inclusive“ Ticket verkaufen, mit Zugang zu Museum etc sowie die Möglichkeit, innerhalb 24 Stunden nochmal zurück zu kommen. Der Parkplatz ist dann erst mal ein Schock: Wohnmobile so weit das Auge reicht. Ja, ein paar Autos auch und ein paar – wenige – Motorräder. Aber egal, ein paar Meter zu Fuß noch, dann stehen wir an der Kugel, ein Traum geht in Erfüllung. Ich brauche erst einmal etwas Zeit für mich, um das zu realisieren. So viel ist passiert, seit ich den Entschluss gefasst habe, die Reise zu machen. Und jetzt bin ich tatsächlich da. Erkenntnisse zum Nordkapp: Dieser Ort ist absolut kommerzialisiert, er wird ja jetzt auch von einer privaten Firma betrieben. Wer Pech hat und gleichzeitig mit Tourbussen da ist wird keine Freude haben. Zwischendurch ist es ruhiger aber nicht einsam. Die Anlage ist geöffnet von 7 Uhr bis 1 Uhr früh. Was heißt, in der übrigen Zeit ist niemand da um Eintritt zu kassieren... Natürlich sind Cafe, Toiletten dann auch zu. Mir persönlich hat Lysfyr deutlich besser gefallen. Ursprünglicher, einsamer, schönere Strecke. Geschafft. Am nächsten Tag geht es zügig Richtung Süden, wir wollen auf die Lofoten. Dort bleibt auch Daniele zurück, er will Whale Watching machen. Also fahre ich alleine weiter bis ans Südende der Lofoten. Eine wunderschöne Landschaft, schöne Straßen und Sträßchen, sowie eine wirklich nette Hauptstadt. Aber die Wohnmobil Dichte nimmt zu und die Zahl der Tempolimit-Schilder scheinbar auch! An der Fähre nach Bodo treffe ich wieder ein paar Motorradfahrer (noch eine Tiger 800) und im Gespräch während der Überfahrt stellt sich heraus, dass wir alle etwas verloren sind. Das Nordkapp ist erreicht, nach jahrelanger (in einem Fall 20 Jahre) Planung und träumen. Und jetzt ist da eine gewisse Leere, die noch gefüllt werden muss. Die beiden Tiger fahren noch kurz weiter nach Straumen, wo wir einen Campingplatz finden, von dem aus man zum Salstraumen laufen kann. Dort strömt das Wasser ziemlich spektakulär bei Ebbe und Flut durch eine Engstelle in zwei Fjorde bzw aus ihnen heraus. Es ist fast halb 11 am Abend bis wir endlich die Zelte aufstellen, neben 2 andere Motorradfahrern. Der Durst ist groß, ein kaltes Bier schwebt schon lange vor dem inneren Auge und Hunger haben wir auch. Die Kollegen wissen von einem Supermarkt, nur ca. 2 Kilometer entfernt, der bis 23 Uhr geöffnet ist. Also schnell aufs Moped und hin. Ich wähle noch das Bier aus, da kommt der Kollege mit einem Arm voll zum Kühlschrank zurück. „Vergiss es, ab 20 Uhr kein Alkohol mehr“. Wot??? Erkenntnis: In Norwegen wird Alkohol sehr restriktiv gehandhabt. Es gibt (Leicht)Bier in Supermärkten, aber nur bis 20 Uhr. Samstags nur bis 18 Uhr. Sonntags gar nicht. Was das bringen soll, wissen wohl nur die Politiker dort. Und: es ist praktisch, direkt am Salstraumen zu campen, wenn man ihn sehen will. Aber der Platz für Zelte ist eine Frechheit! Viel zu klein und teilweise betoniert. Also „trocken“ zurück zum Zeltplatz, aber wenigstens zum Essen gab es noch was. Um 1 Uhr morgens ist dann Höhepunkt der Ebbe und wir schauen uns das Spektakel an. Schon sehenswert, wie Millionen Kubikmeter Wasser durch so ein enges Stück strömen! Am nächsten Tag geht es auf der 17 weiter Richtung Süden. Eine eigentlich tolle Straße, viele Kurven und eine eindrucksvolle Landschaft. Leider zunehmend von Wohnmobilen verpestet, die auch alle die Landschaft genießen wollen, dabei aber nicht recht vorwärts kommen. Teilweise nicht mal an einander vorbei... Irgendwann gebe ich auf und biege nach Moirana ab, wo die E6 vorbeigeht. Und komme vom Regen in die Traufe. Zu den vielen Wohnmobilen gesellen sich noch ein paar LKW und alles das presst sich durch viele Baustellen. Die E6 platzt aus allen Nähten, wird erweitert, zum Teil auf einer neuen Trasse. Die Landschaft ist noch immer schön, aber irgendwie macht das keinen rechten Spaß mehr. Das Wetter mit beständig 10-12 Grad und bedecktem Himmel tut ein übriges. So gebe ich am nächsten Tag mal länger Gas und fahre bis Lom am Jotunheimen Nationalpark. Dort scheint die Sonne bei über 20 Grad, der Zeltplatz liegt direkt am Fluß, ist nicht so stark belegt und ich bleibe 2 Tage. Aus wandern und schwimmen wird leider nichts, weil ich Depp barfuß auf einen Zelthäring trete und mir übel den Zeh aufschneide. So „muss“ ich 2 Tage abgammeln in der Sonne :-) Zwischendurch bekomme ich weiblichen Besuch. Der MC Kleopatra macht Station direkt neben mir. 9 Frauen auf 8 (schönen) Harleys und einer Monster. Sie schlafen im Freien, in Hängematten, die Mopeds machen Krach bis ins nächste Tal. Echte Rocker eben, aber total nett. Erkenntnis des Tages: Norweger machen im Juli alle Urlaub. Und zwar in Norwegen. Und in möglichst großen Wohnmobilen!! Schließlich geht es ausgeruht weiter durch Jotunheimen und dann die Hardangervidda nach Eidfjord. Endlich mal wieder richtig Motorrad fahren! Kurven satt und schöne Landschaft, der Verkehr hält sich in Grenzen. Eigentlich möchte ich den Prejkestolen besichtigen, um wenigstens ein touristisches Highlight mitzunehmen. Sämtliche Städte sowie Geiranger und Trollstigen habe ich ja ausgelassen. Einfach zu viel los nach allem was ich gehört habe. Bilder und Videos die ich einige Tage später sehe, geben mir recht. Aber es kommt anders. In Eidfjord kontaktiert mich Hartmut und wir beschließen, uns in Schweden zu treffen, um gemeinsam über Dänemark zurück zu fahren. Also am nächsten Tag zurück durch die Hardangervidda. Was mir leicht fällt, weil die Landschaft einfach grandios ist und die Straße eine Schau. Zumal am frühen Morgen. Mittendrin nehme ich mir die Zeit das Moped zu parken und auf einen Hügel zu steigen um die Rundumsicht zu genießen. Wer Weite, Stille, Einsamkeit sucht, der ist hier in Europas größter Hochebene genau richtig! Über die 40 geht es Richtung Horten, südlich von Oslo. Auch die 40 ist zu empfehlen, schönes Fahren durch super Landschaft! Meine Karte sagt, ich könnte südlich von Oslo über den Fjord. Ich kann also die Stadt – die ich eh schon kenne – vermeiden. Um vom Campingplatz auf die Hauptstraße zu kommen, lasse ich mich kurz vom Handy leiten. Und das führt mich stracks z einer Fähre, die nur 10 Minuten vom Campingplatz ablegt – und auf meiner groben Karten gar nicht angezeigt wird. Es wird gerade eingeladen, ich kann fast durchfahren und bin 45 Minuten später schon auf der anderen Seite des Oslofjord in Moss. Schon länger habe ich gemerkt, dass ich kaum noch Eindrücke aufnehmen kann. Nach einer gewissen Zeit ist der Speicher voll, alles muss erst mal verarbeitet werden. Darum fahre ich bei schönstem Wetter einfach auf der Autobahn Richtung Schweden und Campingplatz bei Varberg. Dort will ich mich mit Hartmut treffen. Zum ersten Mal auf der Reise werde ich jedoch abgewiesen – Zeltplatz restlos voll! Die Schärenküste ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel und es ist Hochsaison. Gott sei Dank gibt es in der Ecke einige Plätze und so finde ich nur ca. 5 Kilometer weiter einen, der noch Platz hat. Ich lasse es Hartmut wissen, der will in ca. 1 Stunde da sein. Wie vereinbart meldet er sich, er ist da. Nur leider nicht da, wo er sein sollte und wollte. Sondern, wie sich herausstellt, 150 Kilometer weiter nördlich :-( Da hat einer die WhatsApp Nachrichten nicht richtig gelesen... Kurzes Nachdenken, dann meldet er neue Ankunftszeit ca. 21.45h. Das wird ein extralanger Tag für ihn und als netter Mensch beschließe ich, ihn mit einem kalten Bier zu begrüßen. Ich marschiere zum nächsten Coop um einzukaufen. Dort stelle ich fest, es ist kurz nach 20h. Ob die wohl hier die gleiche Regel bzgl. Alkoholverkauf haben wie in Norwegen? Die sind ja hier alle gleich gestrickt, oder? Um peinliche Momente an der Kasse zu vermeiden, spreche ich ein schwedisches Ehepaar an. Der Mann meint nur „kein Problem“, seine Frau schaut mich ungläubig an, findet die Frage wohl ziemlich seltsam. Also erkläre ich den Hintergrund und sie fängt an zu lachen. Sie kann es gar nicht glauben und fragt mich, ob das eine Regel sei, die für Erwachsene gilt oder nur für Kinder. Ich erkläre weiter im Detail und sie kriegt sich nicht mehr ein, so was bescheuertes hätte sie noch nie gehört. Erkenntnis: die beiden skandinavischen Nachbarn unterscheiden sich in Sachen Alkoholverkauf durchaus. Ich kaufe also ein paar Dosen, nicht zu knapp bei dem warmen Wetter. Was gut ist, denn kaum zurück ist auch Hartmut da – und hat Daniele mitgebracht. Großes Hurra und es folgt ein sehr netter Abend. Am nächsten Tag fahren wir Richtung Malmö und gönnen uns dann eine Besichtigung der Öresundbrücke. Ich weiß, sie ist mautpflichtig und ich stelle mich schon auf lange Schlangen ein, wie man sie von italienischen Mautstationen oder dem Brenner nur zu gut kennt. Aber Schweden ist nicht Italien. Keine Schlange, noch nicht mal im Ansatz. Hinfahren, die bereitgelegte Kreditkarte an den Leser halten, die Frage nach Quittung verneinen und die Schranke geht auf. Ich war vielleicht 5 Sekunden im Leerlauf! Das nenne ich effizient! Kopenhagen lassen wir unbesichtigt, fahren durch bis zur Insel Mön, wo wir die Zelte aufschlagen. Hartmut als Dänemark-Kenner hat uns von den tollen Küchen vorgeschwärmt, mit denen alle dänischen Campingplätze ausgestattet sind. So planen wir noch mal einen leckeren Kochabend zum Abschluss. Leider ist die Küche (und die Sanitäranlagen) das Gegenteil vom Erwarteten. So kochen wir dann im Freien auf unseren Gas- bzw Benzinkochern. Etwas improvisiert aber im Ergebnis sehr gut! Vorher gönnen wir uns aber noch eine Runde schwimmen. Denn was wäre ein Sommerurlaub ohne ein Bad im Meer? Es ist tatsächlich das erste und einzige Mal während der gesamten Reise, sieht man mal vom kurzen Eintauchen in den Inari See nach dem Saunagang ab. Am nächsten Tag ist Abschied angesagt. Bis kurz vor Hamburg fahren wir drei nochmal zusammen, dann trennen sich die Wege an einer Autobahnraststätte. Für mich beginnt der schlimmste Tag der Reise, was die Fahrerei anbetrifft. Die A1 vom Osten Hamburgs bis runter auf die A7 ist offenbar eine einzige Baustelle. Nur Schrittverkehr und Stillstand. Es wird langsam schwül, das halte ich nicht aus und zirkle mit dem vollbeladenen Moped auf verengten Fahrstreifen zwischendurch. Irgendwann wird selbst das zur Routine. Aber es nervt! Und es wird nach Hamburg nicht besser, eine Baustelle nach der anderen. In der längsten – über 25km lang – ist ein Kleinwagen kurz vor Ende der Baustelle liegen geblieben und blockiert eine Fahrbahn... Bei Kassel hab ich endlich die Schnauze gestrichen voll, da fängt es auch noch an zu regnen. Natürlich kaum länger als es braucht, die Regenkombi drüber zu ziehen. Es ist deutlich nach 20 Uhr als ich bei meinem Kumpel in Unterfranken aufschlage, ca. 3 Stunden später als geplant. Aber der Grill ist angeheizt und das Bier kalt! Am nächsten Tag noch einen Freund südlich von Augsburg besucht, nochmal Steak und Bier satt! Dann geht es die letzten 80km gemütlich nach Hause. Nach 3,5 Wochen und knapp 8000km bin ich wieder daheim. Und muss mich erst mal wieder daran gewöhnen :-) Richtig geil wars! Würde ich es nochmal machen? Klar, aber anders. Entweder über Schweden hoch oder mit dem Frachter nach Nordfinnland und dann nur über Pisten bis ganz nach oben. Nordkapp würde ich mir schenken, stattdessen mehr ins Hinterland, in die Berge fahren. Und vor allem: ich würde es nie mehr im Juli machen, wenn die Einheimischen Urlaub machen! Wir werden sehen. Ein Spezl hat sich gerade ein Ferienhaus in Mittelschweden gekauft.... Ach ja, und der Tiger? Ist brav gelaufen und war sparsam. Ca. 4,5 Liter im Schnitt, die neuen Reifen nur ungefähr zur Hälfte abgefahren. Der Motor hat mich wieder durch seine im besten Sinne Unauffälligkeit begeistert. Leistung ist einfach immer genug da und man kann sich auf das Fahren und die Landschaft konzentrieren. Lediglich das Kettenschmieren hat etwas genervt. Und natürlich das tolle Garmin Navi, über das ich mich schon an anderer Stelle ausgekotzt habe. Sonst hat mir aber auch gar nix gefehlt. Wer die Tour vielleicht mal von einer anderen Perspektive betrachten will, kann das auf Daniele's Blog nordlandreise.ch tun. Überschneidet sich natürlich nur teilweise mit meiner Route. Ist aber viel schöner und aufwändiger gemacht als mein Kurzbericht. Und hilft auch, die Warterei auf die neue Saison zu überbrücken :-) Dee
  14. Hallo Friedrich, da hast du wohl einen neueren Stand. Meiner war, dass im Februar die Show vorbei ist und sich T um nichts weiter bemüht hat. Auf der imot sind sie jedenfalls nicht mehr bei T vertreten. Werd ich checken. Schönen Gruß, Dee
  15. Für mich ist der Händler sehr wichtig! Schon vor Jahren habe ich entschieden, meine knappe Freizeit fürs Fahren zu verwenden, nicht mehr fürs Schrauben. Das habe ich auch mit meinem T Händler klar so besprochen. Ich quetsche nicht den letzten Cent aus ihm raus, im Gegenzug will ich anständigen Service und Flexibilität. Hat bislang super hingehauen, immerhin habe ich 3 Neumaschinen bei ihm gekauft. Eine 4. wäre evtl. auch noch dazugekommen. Wenn er jetzt aufhört, fällt Neukauf wohl weg. Es sei denn, Guzzi oder Aprilia bringen sowas tolles, dass ich nicht anders kann. Service werde ich weiter dort machen lassen, wenn das irgendwie geht. Es ist ja nicht nur Kauf und Service. Auch mal ein Ratsch und eine Tasse Kaffee, eine Probefahrt ohne Kaufabsicht und nachher drüber quatschen. Macht mir Spaß und aus Sicht der Marke und des Händlers ist es ideale Kundenbindung. Ich glaube nicht, dass sowas übers Web möglich ist. Naja, schaun mer mal dann seh mas schon. Gruß, Dee
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