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Moe

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About Moe

  • Rank
    Moppedhiker
  • Birthday 05/01/1989

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  • Website URL
    http://www.moppedhiker.de

Profile Information

  • Ich fahre
    Tiger t709
  • Fahrweise
    Genießer
  • Geschlecht
    männlich
  • Wohnbereich
    Welt
  • Interessen
    Moppeds, Fotografieren, Wandern, Sport

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  1. Wir sind immer noch unterwegs und es wird definitiv Zeit, hier mal wieder ein Update zu bringen. Peru ist ja schon über ein Jahr her 🙈. Jetzt in Corona-Zeiten finde ich endlich wieder etwas Zeit. Um die Chronologie einzuhalten, fange ich da an, wo ich das letzte mal aufgehört habe. In der Regenzeit durch Peru zu fahren ist zu einer ziemlichen Tortur geworden. Weggebrochene Bergpässe zwangen uns mehr als einmal zur Umkehr und tiefe Schlammpisten waren zu zweit auf einem schwer bepackten Tiger auch nicht immer lustig. Durch Freunde haben wir Kontakte zu einer Farm in Ecuador bekommen, auf der wir gegen Kost und Logis arbeiten und die Regenzeit aussitzen konnten. So haben wir dem Motorrad eine Auszeit gegönnt, Kühe über die Felder getrieben, Dünger verteilt, Holz gehackt, Wanderwege angelegt und bei allem was so anstand mit angepackt. Nach etwas mehr als einem Monat war die Regenzeit am Ende. Wir haben also den Tiger beladen und sind zurück nach Peru in die Berge. Hier gab es noch so viele Andenpässe, Ruinen, Städte und Wandertouren, die wir im Trockenen erkunden wollten. Außerdem wurden wir bei unserer vorherigen Tour durch Peru auf ein Dorffest eingeladen, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Der zweite Weg nach Peru hat sich aber vor allem wegen der Landschaft gelohnt, noch heute wird mir warm ums Herz, wenn ich an die türkisen Lagunen, die schneebedeckten, über 6000 Meter hohen Berge und mystischen Inkaruinen denke. Nur mit dem Verkehr in Peru war nicht zu spaßen. Nach so manchen Nahtoderfahrungen und Beinahe-Unfällen, mussten wir uns Überlebensstrategien aneignen: Die Wichtigste: vor JEDER Kurve laut Hupen. Dass entgegenkommende Busse und LKWs einem mit Vollgas die Kurve schneiden, ist eher die Regel als die Ausnahme. Von Peru aus ging es wieder in den Norden, zum zweiten Mal nach Ecuador. Diesmal nicht zum Arbeiten, sondern um das Land zu entdecken und Mopped zu fahren. Da Ecuador verglichen mit den anderen Ländern Südamerikas sehr klein ist, aber jeder, der von Nord nach Süd oder umgekehrt entlang der Panamericana fährt dort durchkommt, haben wir hier besonders viele andere Reisende getroffen. Wir finden es immer großartig, uns "on the road" mit anderen auszutauschen. In Ecuador hat uns ganz besonders die Vulkanregion im Norden des Landes gefallen. Es macht unglaublichen Spaß, die Bergriesen on- und offroad zu umrunden. Über die indigenen Dörfer geht es weiter richtung Kolumbien. Die Grenze in Ipiales ist die anstrengendste unser bisherigen Reisen. Stundenlang müssen wir anstehen und werden vom Zoll vier mal hin- und hergeschickt, bis wir die Papiere für den Tiger in der Tasche haben. Der Grenzübergang ist überfordert von der Masse an Menschen hier. Vor allem unzählige Flüchtlinge aus Venezuela versuchen nach Ecuador zu kommen. Die Menschen trampen oder wandern tagelang entlang der Straße, ihr Hab und Gut in kleinen Rucksäcken oder Mülltüten. Es ist ein bedrückendes Gefühl, mit dem schwer beladenen Mopped an den Menschen vorbeizufahren. Der deutsche Reisepass kennt kaum Grenzen und die Venezolaner haben auf ihrem eigenen Kontinent Probleme, ins nächste Land zu kommen. Verrückte Welt. Kolumbien ist Zweiradland. Nirgendwo in Südamerika haben wir so viele Fahrräder und Motorräder gesehen, die sich in Rudeln durch den Verkehr schlängeln. Man muss den Flow fühlen, mitmachen und die ganze Zeit voll konzentriert sein, um nicht unterzugehen. Nach einer Eingewöhnungszeit macht das sogar richtig Spaß. Wir fahren nach Medellin und schicken den Tiger in die Inspektion. Die Ventile müssten mal eingestellt werden. Da die Ventilschaftdichtungen nicht mehr dicht sind, dauert der Werkstattaufenthalt länger als geplant. Neue Ersatzteile bringt uns eine Internetbekanntschaft aus Deutschland mit. In der Zwischenzeit lasse ich mir für umgerechnet ca. 20 € die Sitzbank neu bepolstern. Ohne Motorrad verlieren wir unsere Mobilität und nicht zum ersten Mal wünschen wir uns ein Zweites. Unsere Internetbekanntschaft ist super zuverlässig und ein paar Wochen später haben wir ein Päckchen mit den Ventilschaftdichtungen in der Hand. Als wir zur Werkstatt gehen um das Motorrad abzuholen, wird uns erklärt, dass wir neben neuen Ventilschaftdichtungen wohl auch neue Ventile brauchen... Passende Triumph-Teile bekommt man nicht, aber man könne auch Honda-Ventile nehmen wird uns versichert. Tatsächlich scheint das zu funktionieren. Wir fahren weiter Richtung Bogotá, die Hauptstadt Kolumbiens. Triumph Deutschland erfüllt uns den Wunsch nach einem zweiten Motorrad und stellt uns für unsere weitere Reise einen zweiten Tiger zur Verfügung. (Das ganze wie und warum zum Thema Sponsoring will ich hier nicht weiter ausführen, dazu hat Nicki ausführlich auf unserer Webseite geschrieben.). Nicht ganz ohne Komplikationen mit dem Zoll, holen wir eine brandneue Tiger 800 XRx Low vom Flughafen hab. Der tiefergelegte Tiger ist für Nicki viel besser zu kontrollieren als die schwere und verhältnismäßig hohe t709. Nun mit zwei Motorrädern unterwegs soll es als erstes in die Tatacoa gehen, die größte Wüste Kolumbiens. Eigentlich wollen wir aus Kolumbien noch mal zurück nach Ecuador fahren, aber leider müssen wir uns aufgrund der derzeitigen Protestbewegungen in Südamerika dagegen entscheiden. Kurz bevor wir die Grenze erreichen wird es immer heikler und wir drehen um. So haben wir mehr Zeit um Kolumbien zu bereisen und das fällt nicht schwer. Die Kolumbianer sind sehr herzlich und wir finden viele wunderbare Orte. Ein Campingplatz im Dschungel, auf dem jeden morgen zahlreiche Affen zum Frühstück vorbeikommen, die Kaffeanbauregion mit ihren bunten Dörfern und grünen Bergen und schließlich der Norden am karibischen Meer. Von der Hafenstadt Cartagena geht es weiter mit dem Segelboot Stahlratte Richtung Kuba, aber das wird ein weiteres Kapitel... Jetzt gerade sind wir in Mexiko und aufgrund der Corona-Krise haben wir uns ein Apartment gemietet und warten ab, wie sich die Lage entwickelt. Im Moment ist es schwer zu sagen, wann und wie unsere Reise weitergeht. Der langfristige Plan ist weiterhin, in den Norden zu fahren. Mein Bericht hier im Forum ist mehr eine Zusammenfassung und in diesem Rahmen kann ich nur schwer die zahlreichen Geschichten unserer Reise erzählen. Wer es gerne ausführlicher, aktueller und mit mehr Fotos mag, findet das in unserem Blog: www.moppedhiker.de.
  2. Hey Olli, vielen Dank! Ein Ende der Reise ist noch lange nicht in Sicht. Ursprünglich haben wir für Südamerika mal so ein halbes Jahr angedacht, daraus werden insgesamt 2 Jahre... Und dann soll ja noch der Nordamerikanische Kontinent und ganz Asien vor uns liegen. Das schöne ist, dass wir kein Zeitlimit haben, da keine Verpflichtungen in Deutschland auf uns warten. Außerdem können wir von unterwegs arbeiten, sodass die Finanzierung auch läuft solange wir auf einem niedrigen Budget leben. Und das klappt ganz gut Beste Grüße aus Ecuador von der Finca Sommerwind
  3. Hallo Alf, ist das Thema noch aktuell? Ich kann das Trax ADV Topcase von SW-Motech nur weiterempfehlen. Hab ich seit anderthalb Jahren quasi täglich im Einsatz und bin voll zufrieden
  4. Nein nein, Modeka hat uns vor der Reise mit Textilkombis ausgestattet und dafür dürfen sie unsere Bilder verwenden
  5. Wie geil ist das denn? Sehen wir auch gerade zum ersten mal
  6. Ja, das ist schon immer ein ordentlicher Aufwand. Es kommt noch dazu: Stativ herausholen, Stativ aufbauen, Stativ abbauen, wieder einpacken... Machen wir aber nur an Orten wo wir der Meinung sind, dass es sich wirklich lohnt. Häufig ist ja auch nur einer von uns beiden auf dem Bild, dann geht es schneller. Aber ich finde, der Aufwand lohnt sich. Die Fotos sind so eigentlich immer interessanter und man ist ja häufig nur ein einziges Mal an diesen Orten. Außerdem haben wir ja keine Zeitbegrenzung
  7. Das stimmt! Alleine wäre so manche Passage echt beschissen... Und ist auch immer gut wenn man das schwere Mopped nicht alleine aufheben muss. Nicki , der Tiger und ich, damit sind wir komplett
  8. Noch mal ein kleines Update: Wir sind mittlerweile auf den Straßen (und vor allem auch den Pisten) Perus unterwegs. Durch die Regenzeit wird so manche "harmlose" Piste zur schlammigen Herausforderung. Mit dem Tiger konnten wir aber alles soweit bewältigen und die wunderschönen Landschaften entschädigen auch die schweißtreibenden schlamm-Abschnitte. Außerdem hat es unser Tiger auf das Cover der Zeitschrift Motorrad Abenteuer geschafft. In der aktuellen Ausgabe berichten wir auf zwölf Seiten über unsere Erlebnisse auf der Lagunenroute in Bolivien Beste Grüße aus Peru!
  9. Moin Tom, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich hab den nippel abgeschraubt und es kann ein bisschen Wasser und Dreck raus. Der nippel selbst scheint mir völlig dicht zu sein. Da bekomme ich keinen Draht durch. Muss man da mehr Gewalt anwenden? Wenn ich das richtig verstehe, löst die Reinigung des Kanals aber vermutlich auch nicht das Problem, dass der Tiger nicht anspringt, oder? Also Tank ab, Benzin entsorgen, Pumpe ab, alles reinigen, zusammenbauen, neues Benzin besorgen?
  10. Hallo zusammen, Vor knapp zwei Wochen sind wir liegen geblieben. Während der Fahrt ist der Motor ausgegangen. Wir wurden abgeschleppt und der Mechaniker hat gesagt, die Benzinpumpe wäre mit Wasser und Dreck zu. Er hat den wohl den Tank saubergemacht und danach lief es wieder. Seit wir das Mopped zurück haben ist es von Tag zu Tag immer schwerer angesprungen und man musste viel Gas geben damit der Motor richtig anspringt. Heute morgen springt er gar nicht mehr an. Das Benzin hier in Bolivien ist echt beschissen und möglicherweise ist wieder Dreck/Wasser im Tank. Jetzt hab ich die linke Seitenverkleidung abgemacht und festgestellt, dass unter dem Tank ein Schlauch fehlt. Ist dieser Schlauch zur Entlüftung? Führt der ins Nichts? Der Nippel, an dem der Schlauch stecken sollte: muss ich den rausschrauben um Dreck/Wasser rauszubekommen? Habt ihr irgendwelche Ideen? Danke im voraus und liebe Grüße Moe
  11. Darüber machen wir uns im Moment noch nicht so viele Gedanken. Zur Zeit ist das unser normales Leben. Aber ich hab von anderen Reisenden gehört, dass man viel zu schnell wieder in einen "normalen" Alltag verfällt.
  12. Wenn du Fragen hast und wir dir irgendwie weiterhelfen können, kannst du dich immer gerne melden Wir sind jetzt ziemlich genau ein Jahr unterwegs und haben es jetzt auch mal geschafft ein paar unserer bewegten Bilder zusammenzuschneiden, wir hoffen es gefällt euch!
  13. Waren nur kleine Fläschchen Ich weiß ja nicht wie weit du schon in der Vorbereitung steckst, uns haben die Seiten von den Krad-Vagabunden und TimetoRide sehr geholfen. Das stimmt schon günstig ist es nicht. Dafür ist halt der organisatorische Aufwand super gering, du fährst auf das Schiff, das Schiff fährt zu deinem Ziel, du fährst runter - fertig. Beim Verschiffen muss man sich einen Container organisieren, am besten andere Leute finden, mit denen man sich den Container teilen kann um Kosten zu sparen. Dann das Mopped zum Hafen bringen, von da wieder zurück kommen. Du weißt nicht genau wann das Containerschiff ankommt und musst dann früh genug vorfliegen, vom Flughafen zum Hafen kommen, in der Nähe des Hafens auf dein Motorrad warten. Dann musst du denn Zoll organisieren möglicherweise gibt es noch Hafengebühren usw.. Alles in allem ist der finanzielle Unterschied dann auch nicht mehr so groß. Und die Fahrt über den Ozean war in unseren Augen wirklich ein Erlebnis wert. Die Hafenbesuche, fantastische Sonnenauf- und Untergänge, Sternenklare Himmel ohne Lichtverschmutzung, Delfine die das Schiff begleiten. Für mich ist die Frage vor allem, ob man ein Zeitlimit hat oder nicht. Das ganze dauert halt eine Weile
  14. Wow, wir sind begeistert von euren vielen tollen Antworten! Vielen lieben Dank! Das macht Spaß zu lesen. Soviel vorweg, uns war wirklich nie langweilig. Neben uns waren noch acht andere Reisende auf dem Schiff mit denen wir viel Zeit verbracht haben. Es gab einen Kickertisch, Tischtennis, einen kleinen Fitnessraum und wir hatten viele Bücher auf dem Kindle und Filme sowie Hörbücher auf dem Computer. Oft hab ich mich einfach auf das Deck in einen Liegestuhl gelegt, auf das Meer geblickt, die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und Hörbücher gehört. Manchmal gab es Delfine zu sehen. Nicki hat tagsüber viel an ihrer Masterarbeit gesessen. Abends haben wir uns häufig mit einer Flasche Wein (Es gab jeden Tag eine zum Mittag und eine zum Abendessen) den Sternenhimmel angesehen. Ausserdem hatten wir viele Landgänge in Hamburg, England, Spanien, Senegal, 3 x in Brasilien und Argentinien. Weinachten und Silvester wurden mit der Crew gefeiert. Wie lange wir noch unterwegs sind? Keine Ahnung ehrlich gesagt, wir haben keine Verpflichtungen. Es ist mehr eine Frage nach dem Geld als nach der Zeit, aber im Moment kommen wir noch sehr gut über die Runden, weil ich auch von unterwegs genug für Kunden aus Deutschland arbeiten kann. Das klingt auf jeden Fall nach einem guten Plan wobei 2-3 Wochen eigentlich viel zu wenig für Südamerika sind. Und btw. SA geht nicht nur mit 50 oder 60 wir haben auch schon einige Reisende getroffen die ü60 sind und als Rentner aufgebrochen sind um die Welt zu bereisen. Dann aber meistens mit einem Campervan (hat sicher auch seine Vorzüge). Sehr gerne, für dieses Jahr sind wir wohl leider schon ein bisschen spät. Super! Willst du auch nach Südamerika? Nach langer Recherche sind wir auf die italienische Reederei Grimaldi gestoßen. Soweit ich weiß, sind das die einzigen, die Passagiere und Moppeds von Europa nach Südamerika mitnehmen. Gebucht haben wir dann über die Agentur Seabridge https://www.seabridge-tours.de. Für das Motorrad haben wir 700 Euro gezahlt und für uns als Passagiere etwa 2000 Euro pro Kopf. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht viel, man muss aber bedenken dass wir 42 Tage Vollverpflegung hatten, sämtlicher Papierkram abgenommen wurde und es keine weiteren Gebühren gab. Wir konnten in Antwerpen einfach mit dem Motorrad vom Schiff fahren und fertig. Aber allein die Erfahrung der Schiffsreise es definitiv wert. Wir werden hier auf jeden Fall weiter berichten. Beste Grüße aus Bolivien
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