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Liebe Leute... die Tigerbande ist startbereit. Die Koffer sind gepackt, die Propeller gespitzt und die Krallen geschärft. Morgen früh geht's mit Turkish Airlines von Zürich aus Richtung Türkei und von dort weiter nach Ulaanbaatar wo wir am Samstag eintreffen werden. Wer live mit dabei sein will schaut am besten regelmässig auf meine Seite und speziell meinem Reiseblog http://tigertrail.ch/ontrail/reiseblog/ vorbei. Dieser wird von meinem Twitter Account in Realtime mit den geposteten Tweets versorgt. Ich werde falls und wann es mir möglich ist auch hier von Zeit zu etwas posten und auf jeden Fall dürft ihr nach der Reise mit einem Bericht rechnen. Wir freuen uns extrem auf diesen Trip und hoffen dass wir euch ein Stück weit mitnehmen können respektive ihr uns begleitet... see you in Mongolia.

 

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Alles erdenklich Gute für die Reise wünsche ich euch.

Gruß joe

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Da kann ich mich nur anschließen - viel Glück!!! Tja, und denkt dran, wenn's mal nicht wie gewünscht weiter geht: Sehr viele träumen nur von dem, was ihr versucht.  

 

Always keep the rubber side down. 

 

Gruß, Amadeus :wink2:

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Vielen Dank euch allen für die Likes und netten Kommentare. :L 

Wir sind am Samstagmorgen todmüde aber wohlbehalten in Ulaanbaatar angekommen wo uns Jagaa, unser Guide und Kumpel von Probike Mongolia, direkt vom Flughafen abgeholt und uns erst mal ins Oasis gebracht hat. Die 3 Flüge verteilt über 24 Stunden sind schon ziemlich anstrengend und wir haben uns auch entsprechend gefühlt. Speziell die letzte Zwischenlandung morgens um 3 Uhr in Bischkek, Kirgisistan ist anstrengend und fordert ihren Tribut. Dafür war dann der Flug im Morgengrauen über das Altai Gebirge wunderschön und eindrucksvoll, was aber nichts daran geändert hat dass wir beim aussteigen in Ulaanbaatar fast wie Zombies durch den Flughafen gewackelt sind. Wir haben wohl auch so ausgesehen. Aber Jagaa kennt da keine Gnade und hat uns nach dem abladen des Gepäcks gleich wieder entführt und in die Stadt gebracht. Dort haben wir erst mal zwei SIM Karten für Andrea und mich gekauft damit wir von unterwegs immer fleissig berichten können. Danach sind wir ins The Bull - Hotpot lecker essen gegangen, eine Mischung aus verschiedenen asiatischen Küchen. Dann haben wir den Winterpalast des Bogd Khan in Ulaanbaatar besucht was auch sehr eindrücklich war. Am Abend haben wir dann noch gemütlich im Oasis gechillt und lecker Teigtaschen gegessen während uns fast im Minutentakt die Köpfe vor lauter Müdigkeit auf die Tischplatte gefallen sind. 

Während ich das schreibe ist es bei euch 23:30 Uhr und bei uns 5:30 Uhr. Ich habe die letzten beiden Nächte kurz aber gut geschlafen und fühle mich mittlerweile wieder einigermassen fit. Die Sonne scheint schon wieder durch die vielen Fenster im Zimmer im oberen Geschoss des Oasis, glücklicherweise sind wir in der selben "Suite" untergebracht wie vor zwei Jahren mit Wolf und haben hier jede Menge Platz. Gestern haben wir noch das ganze Equipment sowie die Motorräder vorbereitet und auf Andrea und mich angepasst und heute Montag um 08:30 geht's los, raus aus Ulaanbaatar Richtung Norden. Wir werden dann im Gegenuhrzeigersinn 18 Tage rund um die mongolische Hauptstadt unterwegs sein und dabei Maximum 700 Kilometer von UB entfernt sein. Die aktuellsten Infos gibt's wie schon erwähnt auf meiner eigens dafür eingerichteten Blogseite http://tigertrail.ch/ontrail/reiseblog/ da es schwierig ist von unterwegs mehrere Seiten/Foren mit News zu versorgen. Aber ich lasse wieder von uns hören. 

Edited by Tigertrail
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Hallo Andrea und Pascal,

 

liefert uns Daheimgebliebenen schöne Bilder und Geschichten von eurer Reise und kommt gesund wieder nach Hause!

Ich freue mich auf euren Erfahrungsbericht.

 

Gruß Eugen

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:wackout: das ist ja der Hammer.

Da zieht es euch schon wieder bis ans andere Ende der Welt und die Frau fährt mit. Respekt vor den Dingen, die ihr vorhabt.

Das beeindruckt mich immer wieder, die schönen Berichte von Dir und dem Wolf dem es sicher auch gejuckt hätte.

 

Werde alles hier im Sessel sorgsam verfolgen und wünsche euch immer volle Akkus für die Kamera und natürlich Gesundheit das durchzustehen.

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Hi ihr zwei Beiden,

für mich ist es einfach nur großartig, was ihr euch er... /urlaubt!

 

Wunderschöne Wochen zusammen mit wunderschönen Menschen wünsche ich euch!

Und das euch ja nicht mehr so ganz unbekannte Erlebnis, mit wie wenig Menschen auskommen können, und sich darob doch ihre herzliche Freundlichkeit und ihr Lachen bewahren können.

Geschenke, die man sich nicht kaufen kann :)

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Die beiden Tiger sind wieder in der Zivilisation und ein Stück weit auch in der Realität angekommen. Wir waren 18 Tage unterwegs und haben in dieser Zeit ca 2000 Kilometer zurückgelegt... und zwar gänzlich ohne Unfälle, Stürze oder sonstige Komplikationen. Wir alle kennen andere Geschichten welche nicht so glimpflich ausgegangen sind, auch aus eigener Erfahrung. Deshalb bin ich an erster Stelle erst mal dankbar dass wir gesund und ohne gänzlich ohne Blessuren wieder im Oasis angekommen sind. 2000 Kilometer in der Zeit von 18 Tagen tönt erst mal nach nichts und es war auch in erster Linie immer sehr entspannend zu fahren und zu bewerkstelligen. Aber da waren auch zwei, drei Tage und Routen dabei welche es in sich hatten. ich denke nur an die ca 50 Kilometer Sandpiste mit puderzuckerfeinem und zum Teil knietiefen Sand. Aber wer schon mal solche Touren und Routen gefahren ist weiss dass das nicht immer ein Zuckerschlecken ist, auch wenn es uns die Betas mehrheitlich einfach gemacht haben. Anders war es mit dem Wetter, das war uns nicht immer nur wohl gesonnen. Gewaltige Sandstürme, Orkane und Strurmwinde, sintflutartiger Regen, eisige Kälte... da war wirklich alles dabei. Aber zum Glück mehrheitlich nach dem Fahren, wobei es im kleinen Zelt auch schon mal ungemütlich werden kann wenn der Wind das Zelt samt Inhalt in die Lüfte heben will. Unser erstes kurzes Fazit: wir würden alles wieder und jederzeit genau so machen und planen schon die nächste Tour für 2019. :lol:


Mehr demnächst resp wenn wir wieder zu Hause sind. Ich kann schon jetzt sagen dass das der umfangreichste und grösste Reisebericht wird den wir je erstellt haben. Heute um 11 Uhr (bei euch 5 Uhr in der Früh) geht der Flieger von Ulaanbaatar und um 22:30 MEZ sollten wir in Zürich ankommen wo wir dann abgeholt werden. Leider konnte ich hier nicht so oft wie ich mir gewünscht habe posten, aber ich danke schon jetzt allen fleißigen Postern und Followern auf Facebook und auf Twitter. Hat Spass gemacht zu posten und zu wissen dass die Posts gelesen und geliket (im Sinne von gemocht) werden (spezieller Dank an Guenzi :thumbup: )

Und nicht vergessen... nach der Reise ist vor der Reise. 

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:thumbup::thumbup::thumbup: Das ist einfach nur gut zu lesen! Schön, dass es euch gut geht und euch euer Abenteuer Lust auf mehr macht.

 

Gruß, Amadeus :wink2:

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Vielen Dank für eure, im wahrsten Sinne des Wortes, Rückmeldung. Es freut mich ungemein, dass alles so reibungsarm (reibungslos wäre vielleicht übertrieben) verlaufen ist.

Ganz liebe Grüße

Joe

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Danke für eure netten Kommentare. :thumbup:

 

Der erste, etwas unspektakuläre Teil der Videoserie ist online. Viel Spass beim Schauen...

 

 

 

Edited by Tigertrail
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Hallo Andrea und Pascal,

vom Mopedfahren her sind Anreise und Ankunft natürlich "völlig unspektakulär".

 

Vom Gefühl des Flugs über die Bergspitzen (was eine Kamera nie so grandios einfangen kann wie das menschliche Auge) und vom Eintritt in solch eine völlig andere Kulturwelt ist das euch sicherlich schon sehr etwas für's Herzklopfen bei der Landung gewesen:

Entlassung aus der vollklimatisierten Flug-Zigarre, NeuGier und Spannung auf Kommendes. Und so ein wenig Adrenalin ist da beim Aussteigen sicherlich auch mit im Blut dabei gewesen. Aufnehmen mit allen Sinnen.

 

Und dann... ...hört eben auch bereits bei der "Taxifahrt" zum Gästehaus sehr schnell der Asphalt auf.

Angekommen "auf der Insel", eurem Gästehaus. Wissend darum, dass der euch dort kredenzte Luxus nur wenigen Einheimischen gleichermaßen vergönnt sein dürfte ;) (auch ein Eindruck, der sich nicht in Bildern festhalten lässt).

 

Und nein, ihr seid nicht zum ersten Mal dort in der Mongolei *lacht*

Entweder ihr habt Asia-Essenskurse schon intensiver in Züricher Chinarestaurants gehabt, oder spätestens dort beim Essen floss dann das innerliche "angekommen!" durch Andreas Arm sicher bis in ihre Hand:

Das Essen mit Stäbchen ist das Eine, da kann man sich noch irgendwie behelfen (Teller/Schale hochhalten). Sich dabei dann, wie Andrea, kleckerfrei auf den Teller vorlegen, das erfordert schon Asienroutine! Oder der Hunger bleibt *tztztz*

 

:) Schönes Filmchen :)

 

 

 

Edited by rosenzausel
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Hallo Andrea und Pascal,

 

habt Dank für eure Vorspeise zum Hauptgericht "Mongolei-Tour II" - ihr macht mir Appetit.

 

Gruß Eugen

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Danke euch für die netten Kommentare. 

 

Ralph hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht... die Mongolei ist eine völlig andere, aber nicht minder interessante, eigene Welt. Für mich war es nichts Neues da ich schon mal da war, ich hab mich deshalb auch extrem auf das gefreut was da auf uns zukommt. Für Andrea war es tatsächlich etwas ganz Neues, Anderes und Unbekanntes. Wir alle wissen... etwas live zu erleben oder im Fernsehen darüber zu erfahren sind zwei komplett verschiedene Paar Schuhe. Das trifft ganz speziell auf Reiseziele wie die Mongolei zu. Kein Land hat mich je so gepackt und fasziniert wie dieses, nicht mal Marokko... die Weite, die Freiheit sich zu bewegen wo und wie man will, die Kargheit des Landschaft mit ihrer ganz besonderen Schönheit. Ich, resp wir waren mit Sicherheit nicht zum letzten Mal dort. Und ja, Essen mit Stäbchen sind wir gewohnt. Passiert bei uns fast einmal pro Woche. ;)

Edited by Tigertrail
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Am 24.6.2017 at 04:29 schrieb Tigertrail:

und zwar gänzlich ohne Unfälle, Stürze oder sonstige Komplikationen

DAS ist das Wichtigste!

Da fahrt ihr nach Trockau und habt Reifenprobleme...ich glaube, das war einfach zu nah für euch :P

 

Leider hatte ich eure Abfahrt verpasst und ihr somit auch meine guten Wünsche für eure Reise, aber hat ja auch ohne meine Wünsche gut geklappt. Bin zwar auch schon gut rumgekommen (auch ohne Mopped), aber in der Mongolei war ich noch nie. Umso mehr freue ich mich über eure Berichte und Filmchen hier und auf eurer Seite.

 

Macht weiter so !

 

Ne schöönre Jrooß aus Kölle

 

Olli

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Die Reise

 

(Text Andrea „Tigergirl“, Fotos Pascal „Tigertrail“)

 

05.06.2017; Tag 1 – Start in Ulaanbaatar

 

Heute geht unsere Rundreise durch die Mongolei los. Nachdem wir am Tag zuvor alles vorbereitet und gecheckt haben sollten auch die Betas startklar sein. Die eine zickt noch rum, natürlich die Meine. Kein Problem für unsere beiden Begleiter, den Fahrer und Mechaniker Dugerdorj sowie unseren Guide, Koch und Freund Jagaa von Probike Mongolia. Nach ein paar Minuten ist die Beta wieder fit und wir können los. Wir nehmen vom Oasis aus eine Ausfallstrasse und fahren um die Stadt herum um mir den gröbsten Verkehrsschock zu ersparen. Das Bike hat keine Blinker und keinen Seitenspiegel und Werner hat mir den Rat gegeben nur ja nie nach hinten  oder auf die Seite zu schauen, denn das sei ein Zeichen von Schwäche und hier werde um jeden Zentimeter Stasse gekämpft. Also versuche ich stur und gradlinig beim Fourgon (Begleitfahrzeug) zu bleiben und unbeirrt meinen Platz zu verteidigen. Pascal gibt mir Rückendeckung. Unterwegs stellt mein Bike zweimal unvermittelt ab. Bald schon geht es offroad und ich bin wieder um alle bisherigen Erfahrungen froh. Scheinbar mühelos scheine ich mein erworbenes Offroadwissen abrufen zu können und bin ganz locker. Zuerst vorsichtig, wenig später schon etwas mutiger und wir kommen gut voran. Stündlich gibt's Pausen und in einem kleinen Dorf essen wir zu Mittag. Leckere mit Fleisch gefüllte Teigtaschen... Buuz ein landestypisches Gericht. Kurz darauf zickt mein Bike wieder rum. Ohne mit der Wimper zu zucken zupft unser Mechaniker die Benzinleitung ab, saugt an, spuckt aus und dockt mit zufriedenem Grinsen wieder an. Diagnose: Leitung verstopft. Tatsächlich ist danach Ruhe.

 

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Schon am frühen Nachmittag erreichen wir unseren ersten Lagerplatz, eine versteckte Senke am Rande eines Birkenwäldchens. Flugs stellen wir unsere Zelte auf und geniessen eine Zwischenmahlzeit. Später erklimmen wir noch die umliegenden Hügel um die Aussicht zu bestaunen und den Kopter in die Luft zu schicken. Fantastische Weitsicht über den Hügelketten in allen möglichen Grüntönen. Dazwischen überall Schafherden, Kühe und Pferde und natürlich der berühmte blaue Himmel. Dieser zeigt sich jedoch plötzlich nicht mehr ganz so freundlich… dunkle Wolken ziehen auf und ein frischer Wind weht uns um die Nasen. Die Temperatur fällt merklich, wir frösteln arg und blasen zum Rückzug. Unten angekommen ziehen wir rasch alle verfügbaren Kleider an, aber uns will nicht mehr warm werden. Jagaa kocht uns literweise Grüntee und das Abendessen welches wir alle vier im Fourgon einnehmen, man hälts draussen nicht mehr aus. Bald schon sind wir müde und verkriechen uns jeder für sich in sein Zelt. Was für eine Sch… Kälte. Pascal schnarcht schon bald drauf los während ich mit stark klopfendem Herzen hellwach liege… der Grüntee lässt grüssen. Ich friere und ziehe alle verbliebenen Kleider an. Meine Füsse wollen sich trotzdem nicht erwärmen. Schliesslich ziehe ich noch das Kissen in den Schlafsack und mache alle Luken dicht. So gegen drei Uhr morgens erwärmt sich mein Oberkörper und ich stopfe die Jacke in Richtung meiner Füsse welche aber trotzdem eiskalt bleiben. Zwei oder drei Stunden später falle ich trotzdem in einen unruhigen Schlaf.

 

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Edited by Tigertrail
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06.06.2017; Tag 2 - Raus in den Regen

 

Früh am Morgen wecken mich Stimmen, die Herren beklagen sich ebenfalls über die saukalte Nacht. Keiner hat wohl so richtig geschlafen, auf dem Gras und auf den Motorrädern glitzert hübsch im Morgenlicht der Rauhreif. Ich weigere mich meinen Schlafsack zu verlassen bevor einer der Herren Feuer gemacht hat. Jaggaa erbarmt sich trotz inoffiziellem Feuerverbot wegen Trockenheit und gräbt eine sichere Grube für ein wärmendes Feuer. Pascal stakst mit kalten Gliedern durchs Lager und versucht sich in Jagaas Mongolenmantel zu wärmen. Jagaa zaubert uns heissen Kaffe und ein super Frühstück mit Allem was das Herz begehrt. Da Feuer und Essen in Sichtweite sind wage auch ich mich ins Freie. Nach dem Frühstück und Abwasch zeigt sich ein strahlender Himmel und warm eingepackt setzen wir unsere Reise fort. Das heutige Ziel ist ein Camp welches Ausgangspunkt sein soll für den morgigen Besuch des Klosters Amarbayarsgalant welches wiederum in der Nähe der Stadt Erdnet in den Bergen in 2000 Metern über Meer liegt. Das Kloster ist aus dem 17 Jahrhundert und wurde, weil es so versteckt liegt, nicht ganz zerstört wie viele andere Kloster. Heute gibt es etwas anspruchsvollere Pisten zu befahren, öfters mit Sand oder Staub belegt, was das Ganze immer wieder etwas rutschig macht. Dann und wann folgen auch wieder wahre Berg und Talfahrten welche unsere ganze Aufmerksamkeit verlangen, aber auf der anderen Seite sehr abwechslungsreich sind. Jagaa fragt bei Einheimischen immer wieder mal nach dem Weg, da er diese Route neu ins Programm aufgenommen hat. Dies vor allem deshalb weil ich mir gewünscht habe möglichst zu Beginn der Tour dort die Geister für eine gute Reise zu beschwören.

 

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Mittagessen gibts mitten auf der Wiese... leckerer Thunfisch-Erbsen-Maissalat und heisse Nudelsuppe. Grüntee habe ich dieses Mal aus gutem Grund verweigert ;-). Am Nachmittag gehts munter weiter über wahre Ruckel- und Buckelpisten und auch das Ausweichen auf die Wiese hilft nicht um die Schläge auf den Allerwertesten etwas zu mindern. Am späteren Nachmittag sehen wir von Weitem ein Gewitter näher kommen und bald darauf prasseln die ersten fetten Regentropfen auf unsere Helme. Jagaa lässt unseren Fahrer anhalten und uns einsteigen. Auf die Sekunde genau geht es richtig los und ein Unwetter mit Blitz, Donner und starkem Regen entlädt sich über der weiten Fläche. Nach einer halbe Stunde werden die Tropfen weniger und der Regen hört irgendwann ganz auf. Die zuvor staubige Piste wird nun seifig und wir suchen des öfteren den Weg in die Wiese während der Fourgon um die Kurven driftet. Stetig steigt der Weg an und wird zwischendurch auch mal trockener. Nach einer sehr steilen Auffahrt und einer Rutschpartie auf der andere Seite hinunter haben wir das Gercamp nach ca 170 Kilometern erreicht. Stolz wie Anton dass wir auch heute alle heil ankommen klatschen wir ab. Jagaa scheucht das Camppersonal umher damit sie Holz holen für ein kuschliges Feuer in den Jurten und für heisses Wasser in der Dusche. Dieses Vergnügen bleibt mir allerdings verwehrt, weil ich nicht lange genug Geduld habe um zähneklappernd auch die andere Seite  des Wasserhahns auszuprobieren. Auch egal, der äusserst spärliche Wasserstrahl der verkalkten Brause hätte mich eh nicht getroffen. Trotzdem sauber und mit einem herrlichen Gefühl ob des erfolgreich bewältigten Tages gehts später mit feinen Buuz (Teigtaschen) im Bauch in die schöne, warme Heia.

 

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DANKE für die tollen beiden ersten Berichte, man fühlt sich fast ein bisschen dabei :bang:

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07.06.2017; Tag 3 – Schlechtes Karma… oder R.I.P. Tigerdrohne

 

Heute starten wir in Richtung Kloster Amarbayasgalant welches unser erstes Ziel auf der heutigen Etappe ist. Es ist nur eine kurze Wegstrecke von etwa acht Kilometern bis dahin, das Kloster liegt ziemlich abgelegen irgendwo im Nirgendwo. Wir besichtigen die wunderschön bemalten und reichverzierten Bauten, drehen eifrig an den Gebetsmühlen und dürfen sogar dem Gebet der Mönche zusehen und ihrem Gesang lauschen. Die Jüngsten sind wohl erst 9 oder 10 Jahre alt. Einige sind eifrig bei der Sache, andere kämpfen mit dem Schlaf was uns ein wenig schmunzeln lässt da es lustig aussieht wie ihr Kopf mit der Schwerkraft zu kämpfen hat. Nach der Besichtigung des Klosters beschliessen wir uns noch kurz zu stärken und Pascal lässt den Kopter steigen. Während Jagaa unsere Bikes mit Milch bespritzt um uns damit für eine gute Reise zu segnen springt Pascal plötzlich ganz aufgeregt auf und rennt Richtung Berge. Wir verstehen gar nicht was los ist, aber offenbar hat die Drohne das Signal verloren und er kann sie weder orten noch am Himmel sehen. Duger, unser Fahrer, meint sie noch zwischen zwei Hügeln gesehen zu haben. Ich renne Pascal hinterher um ihm diese Info zu überbringen. Eigentlich wollte er gerade zu der auf dem Hügel sitzenden grossen Buddhafigur gehen wo er sie zuletzt gesehen hat, geht dann aber in die von Duger beschriebene Richtung. Ich renne in meinen Motorradstiefeln und in Halbmontur den Berg hinauf bis ganz nach oben und quere dann über den Grat entlang drei weitere Hügel. Jaaga sucht derweil in die andere Richtung. Pascal kehrt zu Fuss zurück und zusammen mit Duger besteigen sie die beiden Betas und fahren mit den Motorrädern den Berg hoch.

 

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Nach drei Stunden Suche in brütender Hitze geben wir auf. Nach einer Besprechung des ganzen Geschehens versuchen es Pascal und Duger nochmals per Bike, während Jagga und ich das Mittagessen zubereiten. Pascal kehrt bald zurück, aber Duger will nicht aufgeben. Nach etwa dreissig Minuten kehrt Duger mit von weitem ertönenden, triumphierenden Hupen zurück. Hat der wilde Kerl, der ohne jegliche Schutzkleidung fährt, die Drohne tatsächlich hinter dem Buddha gefunden. Drei Stunden haben wir vergeblich gesucht, Pascal hätte sie ohne die falschen Hinweise vermutlich schon nach zehn Minuten gefunden. Schlimmer noch, die Drohne ist arg zerstört, sprich absolut fluguntauglich. Duger versucht sofort die zerbrochenen Karbon Arme des Kopters zu schienen und den Akku mit Panzerklebeband zu tapen. Er schafft es sogar ihr ein leises Fiepen zu entlocken, aber an Fliegen und Filmen ist nicht zu denken. Pascal versucht es sportlich zu nehmen, aber die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben. Nach dem Mittagessen ziehen wir weiter Richtung Erdenet wo wir uns auf dem Markt noch warme Decken aus Kamelhaar und sonstige Kleinigkeiten besorgen wollen. Die Strecke ist recht abwechslungsreich und wir werden beide etwas lockerer. In der Stadt Erdenet angekommen machen wir unsere Besorgungen. Um 19 Uhr sind wir fertig und müssten uns nun eigentlich einen Zeltplatz suchen. Pascal hat aber darauf keine Lust mehr, denn in der Tat, bis wir angekommen wären und das Lager aufgebaut und gekocht hätten würde es ziemlich spät werden. So checken wir flugs im nächsten Hotel ein, welches sich ein paar Meter neben unserem Parkplatz befindet und geniessen eine warme Dusche sowie den Komfort eines grossen, modernen Hotelzimmers. Später gehen wir noch zum Essen in die Stadt mittels Taxi. Hier ist theoretisch jedes Auto ein Taxi, man hält einfach den Daumen raus und jemand hält an. Man lässt sich an den gewünschten Ort fahren und verhandelt den Preis. Nach einem lustigen Abend und einem guten Essen kehren wir müde ins Hotel zurück. In dieser Nacht schlafen wir wie die Bären… tief und fest. 

 

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R.I.P. Tigerdrohne  :cry2:

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08.06.2017; Tag 4 – Tanz auf dem Vulkan

 

Gut erholt dank Übernachtung im Hotel räumen wir unsere Auslegeordnung zusammen. Das Frühstück wird uns aufs Zimmer serviert… bestehend aus einer Scheibe Vollkorntoast, einem Nooriblatt (Algenblatt für Sushi), darauf einer Scheibe Wurst und zuoberst ein Spiegelei. Sieht lustig aus und schmeckt nicht mal schlecht, reicht aber leider für verfressene Tiger nirgendwo hin. Dazu gibts Tee. Mag ich auch, aber ohne Kaffe werden wir nach der ruhigen Nacht einfach nicht wach. Also organisiert Jagaa flugs heisses Wasser und Nescafe. Dann sind wir endlich startklar. Unser heutiges Ziel ist ein Ger-Camp in der Nähe des Uran Togoo Vulkans. Der Weg führt durch eine voralpine Landschaft und über Wiesen voller blühender Blumen. Steil windet sich die Piste durch den Wald und bald sieht es aus wie bei uns im Jura. Jagaa, der diese Strecke zum ersten Mal ausprobieren will, muss immer wieder mal nach dem Weg fragen. Überhaupt ist es gar nicht einfach hier offroad einen Weg zu finden, da nirgends ein Weg angeschrieben ist oder eine Richtung angezeigt wird. Lediglich Karte, GPS und Nomaden fragen hilft zur Orientierung. Unser Weg endet vor einer kleinen, zwei Meter langen „Brücke“ aus über den Bach gelegten Baumstämmen. Dahinter ist ein kleines Moor zu sehen, aber keine Piste zu erkennen. Wir beraten wie es weiter gehen soll, denn unser Fahrer ist skeptisch ob die Stämme das Gewicht des Fourgons aushalten. Auch Jagga ist sich nicht sicher ob wir durch dieses Moor gelangen können oder lieber umkehren sollten. Pascal traut sich schliesslich kurz entschlossen mit dem Bike über das wacklige und löchrige Brücklein und durch das Moor um die andere Seite zu erkunden. Wenig später kehrt er zurück und berichtet dass hinter dem Moor die Piste weiter geht und das Moor gut zu bewältigen ist. Da nun eh Zeit fürs Mittagessen ist beschliessen wir zu kochen, während Duger eine ausgedehntere Erkundung machen will um zu sehen wohin der Weg führt. Bis wir gekocht haben bleibt er weg und kehrt schliesslich mit guten Nachrichten zurück. Er sei circa 10 Kilometer gefahren bis er Nomaden getroffen habe, welche bestätigten dass dies der richtige Weg sei. Zudem habe er geprüft ob der Weg auch für den Fourgon machbar sei.

 

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Alles ok, nach dem Mittagessen wird einstimmig beschlossen dass wir diesen Weg weiter verfolgen. Gesagt getan, der Fourgon wird unbeladen und vorsichtig über das Brücklein gefahren und drüben wieder beladen. Das Moor ist mit etwas Schwung respektive genügend Gas leicht zu bewältigen und der restliche Weg zeigt sich zuerst sehr schmal, holperig und ist für alle nur langsam zu bewältigen. Dann plötzlich öffnet sich das Tal weit und wir kommen flott voran. Im Ger-Camp angekommen ist es brütend heiss und so beschliessen wir die geplante Wanderung auf den Vulkan auf den Abend zu verschieben. Also wird erst mal geduscht, Wäsche gewaschen und rund um die Jurte zum Trocknen gehängt. Alle Geräte, Akkus und Kameras werden aufgeladen und geputzt. Nach einem leckeren Abendessen im Ger-Restaurant machen wir uns auf zum Vulkan. Um nicht mit Motorradstiefeln und in Enduro Montur den Vulkan erklimmen zu müssen fahren wir alle mit dem Fourgon . Zum Glück darf ich die restliche Reise auf dem Motorrad sitzen ;-). Gut durchgeschüttelt kommen wir schliesslich am Vulkan an. Duger, unser Fahrer, weigert sich mit uns aufzusteigen und bald haben wir Verständnis dafür. Ein extrem steiles, schmales Weglein führt nach oben und zuoberst angekommen sind wir total fertig und ausser Atem. Der grandiose Ausblick jedoch entschädigt uns bei Weitem. Im wunderschönen Licht der untergehenden Sonne umrunden wir den Krater. In der Mitte des um den Krater führenden Weges angekommen wird das erste Golden Gobi geöffnet, angestossen und genussvoll getrunken. Nie hat ein Bier besser geschmeckt. Der Abstieg gestaltet sich noch mühsamer als der Aufstieg und ist aufgrund des losen Lavagesteins eine richtige Rutschpartie. Auf dem Heimweg können wir noch einen Grabhügel aus der Hunnenzeit besichtigen welcher leider geöffnet und geplündert wurde. Wie das Klima hier so spielt ist nach Sonnenuntergang sofort saukalt. So kehren wir rasch ins Camp zurück. Pascal hat in der Jurte den Holzofen eingefeuert und bald ist es im Schlafsack kuschlig warm. So kommt der Schlaf rasch und bereits nach ein paar Minuten fallen mir die Augen zu.

 

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Vielen Dank für eure lebendigen Reiseeindrücke!

Frage am Rande:

Hat die Kamera des Kopters den Absturz funktionstüchtig überlebt?

 

Viele Grüße

Eugen

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Hallo Eugen

 

Vielen Dank, auch an allen Anderen fürs verfolgen und liken des Threads. Freut mich wenn's gefällt. Leider hat die Kamera des Kopters das Meiste abbekommen und war nur noch Muus. Selbst die Speicherkarte, welche ja relativ tief in der Kamera sitzt, wurde komplett zerstört und damit auch die Aufnahmen dieses Tages. War in dem Moment zwar ärgerlich, ist aber schnell vergessen gegangen aufgrund der zahlreichen, fantastischen Eindrücke während der restlichen Reise.

 

Grüsse

Pascal

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09.06.2017; Tag 5 - Aufdringliche Ziegen

 

Nach einer langen und erholsamen Nacht in der warmen Jurte gibt es ein reichhaltiges 5 Sterne Frühstück, bestehend aus einer grossen Schale Nudelsuppe, Omletts, Würstchen, Marmeladebroten, Keksen, Saft, Tee und Kaffe. Wir haben es aufgrund von uns etwas fehlenden Kohlenhydraten ein bisschen abgeändert und unsere tägliche Portion Müsli eingebaut welches wir ein paar Tage zuvor extra in einem Supermarkt in Ulaanbaatar gekauft haben. Die heutige Tour führt uns westlich über Erdenmandal in Richtung "Weisser See", den Ugii Nuur. Anfänglich sind die Pisten schmal, holperig und sehr ermüdend zu fahren. Die vielen groben Steine in der Piste lassen kein flüssiges Fahren zu und neben der Piste zu fahren geht auch nicht viel besser denn auch dort liegen grobe Steine. Zudem gibt es immer wieder plötzlich auftauchende grosse Löcher wo die Erde eingesunken ist, unter anderem weil die verschiedenen Nagetiere die Erde stark unterhöhlen. Landschaftlich bleibt es aber dennoch wunderschön, auch wenn der Blick fest auf dem Weg ruhen muss. Immer wieder treffen wir auf wilde Pferde, Schafe, Ziegen, Kühe und können Gänse, Milane, Bussarde, Kraniche und eine Gruppe Geier beobachten. Langsam habe auch ich den Dreh raus und getraue mich mit flottem Tempo über holpriges Wellblech und sandige Strecken zu fahren und so kommen wir heute zügig voran. Wir finden mitten auf einer grossen Fläche unter Weiden einen schönen Zeltplatz der von kleineren Tümpelchen umgeben ist und so fast wie eine Insel inmitten der riesigen Weite wirkt. Duger, unser Fahrer, kocht uns ausnahmsweise lecker Abendessen in grossen Portionen welche wir hungrig und fast gierig verschlingen. 

 

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Beim Abendessen zieht, wie schon beim letzten Zeltplatz, ein starker und unangenehm kalter Wind auf und aus der Ferne kommt uns eine weisse Wand entgegen. Jagga befürchtet einen Sandsturm mit anschliessendem Regen. Letzteren haben wir im Verlauf des Tages immer wieder erfolgreich abgehängt. Also wird zügig aufgegessen und alles Material und Gepäck wieder in den Fourgon geladen. Auch wir ziehen uns in den Fourgon zurück. Kaum ist der Stum relativ schadlos an uns vorbei gezogen kommt das nächste "Unheil" auf uns zu. Eine riesige Schaf und Ziegenherde hat uns und unser nett gelegenes Lager entdeckt und rückt uns neugierig auf den Pelz. Jagaas Versuch sie mit schweizerdeutschem "Hauet ab" zu verjagen ist zu lustig und wir lachen Tränen im Fourgon während er den Ziegen und Schafen mit einem dürren Stöcklein laut rufend hinterher jagt. Seine Aktion bringt jedoch gar nichts, sie rücken kaum verjagt schon wieder nach... wie Geier welche darauf warten dass das Essen serviert wird. Schliesslich startet Pascal einen Versuch per Motorrad was etwas mehr Eindruck macht, jedoch auch nur für ein paar Minuten. Nach ein paar weiteren Versuchen gibt die Herde schliesslich auf und wir auch. Müde ziehen wir uns in die Zelte zurück. Dank der neu erworbenen Kamelhaardecken wird uns schnell warm. Zum Schlafen ist es noch etwas früh, so lese ich noch ein bisschen. Pascal lädt die Geräte auf und speichert die  Kameradaten auf die Festplatte. Ein paar Elstern machen draussen in den Bäumen ein riesen Spektakel. Als die Nacht hereinbricht fängt es an zu regnen, was sich im kuschlig-warmen Schlafsack sehr gemütlich anhört. 

 

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10.06.2017; Tag 6 – Eine lange und anstrengende Etappe

 

Wie am Vorabend ausgemacht rüstet Jagaa schon um halb sieben das Frühstück da heute eine lange Etappe von 200 Kilometern bevorsteht, davon circa 145 offroad. Der Morgen präsentiert sich zwar trocken, aber windig und ekelhaft kalt und es kostet einmal mehr viel Überwindung aus dem warmen Schlafsack zu kriechen. Alle stehen irgendwie fröstelnd herum und packen irgendwelche Sachen zusammen… Beschäftigungstherapie. Mit klammen Fingern Zelte abzubauen und Heringe aus der Erde zu ziehen ist äusserst mühsam. Schliesslich verklemmt sich auch noch der Reissverschluss meiner Motorradjacke und ich muss unseren Supermechaniker und Fahrer um Hilfe bitten. Das Wort „Problem“ versteht er schon ganz gut. Mit dem Korkenzieher schafft er es die Blockade zu lösen. Zwar bricht dabei das Teil zum Ziehen weg, aber egal… Hauptsache die Jacke lässt sich wieder öffnen und schliessen. Jagga packt mich zusätzlich in seinen langen Mongolenmantel und so lässt es sich mit einer Tasse heissem Kaffee in der Hand halbwegs aushalten. Schliesslich soll es losgehen und ich tausche den Mantel nur sehr ungerne gegen die Motorradklamotten. Pascal hat so kalte Finger dass er es deshalb und aufgrund des starken Windes kaum schafft seine Linsen einzulegen. Schliesslich sind wir startklar. Steif gefroren fällt lockeres Endurofahren schwer, ich spüre kaum meine Finger. Beim ersten Stop bei den nächsten Hirschsteinen (Grabdenkmäler aus der Hunnenzeit) mache ich den Hampelmann und renne herum um mich zu wärmen. Danach geht es etwas besser und ab und zu zeigt sich sogar ganz kurz die Sonne. Aber es bleibt sehr windig und kalt. Gegen Mittag treffen wir etwas früher als geplant um die restliche Strecke schneller zu bewältigen auf Asphalt, der Kälte wegen und auch weil es erneut nach Regen aussieht. Bei der ersten „Raststätte“ machen wir halt um das Mittagessen einzunehmen und um uns aufzuwärmen. Es wird eine Suppe aus Kartoffeln, Karotten und Lammfleisch serviert und dazu Brot gereicht. Zu Trinken gibt es Milchtee oder Kaffee. Das Lammfleisch schwimmt als fettige Stückchen und als Rippenstücke in der Suppe. Die grossen Stücke schmuggle ich elegant unserem Fahrer zu. Die kleinen, mageren Stücke ohne Fettbehang esse ich. Es schmeckt sehr würzig und die Suppe wärmt toll. Die Wirtin lässt uns noch vom selbst gemachten Hausgebäck kosten, ebenfalls lecker. Hinter der Theke liegt dick eingepackt und nach mongolischer Art eingewickelt ein kleines mongolisches Kind auf einer dünnen Matratze und schläft den Schlaf des Gerechten. Ein Anblick der unsere Herzen erwärmt.

 

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So gestärkt wagen wir uns wieder in die Kälte. Bei Tempo 80 auf der asphaltierten Strasse wird es aber sofort unglaublich kalt und der Wind zieht durch einen hindurch so dass man das Gefühl hat man würde überhaupt keine Kleidung tragen. Die nun fallenden Regentropfen picken wie Nadeln im Gesicht und schaffen es immer wieder die wenigen offenen Stellen zwischen Brille und Helm zu treffen, so dass es einem wahrlich die Tränen in die Augen treibt. Nach circa einer Stunde verlangt Pascal einen Halt um die Kleidung anzupassen. Wir legen die Protektorenwesten ab und ziehen statt dessen unsere Mammut- sowie die Regenjacken unter die Motorradjacke. Für einen kurzen Moment wird es tatsächlich angenehmer, aber dann frieren wir weiter. Dieser Wind ist einfach zu arg. Schliesslich gibt es noch einen Tankstop in einem kleinen Dorf mit heissem Kaffe und Herumgerenne in der Hoffnung auf etwas Wärme. Pascal wird nun zusätzlich von Durchfall geplagt. Mit diesen Voraussetzungen machen wir uns auf die letzen 15 Kilometer Offroadstrecke. Diese hat sich gewaschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Mörderpiste mit tausend Löchern, sandig, ausgewaschen wie eine Achterbahn. Wir werden wie blöde herumgeschüttelt. Kein Vergnügen in guter Verfassung und schon gar nicht mit wundem Gedärm, Pascal muss noch weitere Boxenstops einlegen. Zum Schluss wartet noch ein sandiger , tief ausgewaschener, schmaler Weg den Hang hinauf mit heftiger Steigung. Der Fourgon hat arg zu kämpfen, wir warten ein paar Minuten und fahren dann todesmutig hinterher. Oben angekommen präsentiert sich aber eine fantastische Sicht auf den „Weissen See“. Einst ein Fluss wurde er durch die Lava bei einem Vulkanausbruch gestaut und so zum See. Am Ufer entlang liegen malerisch gelegene Jurtencamps, sogar bei dem üblen Wetter ein traumhafter Anblick. Unser Camp erweist sich als gehobener Standard. Sofort wird Feuer in der Jurte entfacht und heisses Teewasser gebracht. Pascal haut sich erschöpft in den Schlafsack und schläft sofort tief und fest. Ich geniesse die tolle Duschanlage und lasse mir die kalten Knochen unter dem heissen Wasser wärmen. Kaum zurück in der Jurte prasselt der Regen aufs Dach. Wir rühren uns noch kurz für das Abendessen und fallen dann müde und früh in die Betten.

 

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Hallo Mongolia-Fan's Andrea und Pascal,

 

sind eure verwendeten Zelte von der Sorte "IN DIE LUFTWERF - VON SELBST AUGEBAUT"? Wie stand es da mit deren Regendichtheit?

 

Gruß Eugen

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Ja, sowas in der Art. Man kann sie entfalten und sie sind dann quasi schon fertig in Form, nur noch abspannen muss man selbst. Die Gestänge sind ein Teil vom Zelt und verbleiben auch beim zusammenlegen im Zelt. Da es sich es um doppelwandige Zelte, also mit Innen- und Aussenhülle handelt, sind sie auch wasserdicht. Nur das zusammenlegen ist eine Sache für sich. Da man sie zwei mal wie eine Acht falten und zusammen klappen muss erfordert das eine gewisse Übung und vor allem Überwindung da man immer Angst hat was kaputt zu machen. Aber unser Guide beherrschte das perfekt und die Zelte haben einige Jahre auf dem Buckel und sind immer noch gut in Form. Ich fand sie perfekt für eine Person für so eine Reise, auch wenn man nicht übermässig viel Platz im Innern hat. Für den Transport auf einem Motorrad sind sie jedoch nicht geeignet da sie aufgrund der komplizierten Konstruktion ein grosses Packmass beanspruchen. 

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11.06.2017; Tag 7 – Ruhetag

 

Heute ist ein motorradfreier Tag zum relaxen und Kräfte sammeln angesagt. Am Morgen dürfen wir lange ausschlafen, spät frühstücken und etwas rumhängen. Am Nachmittag ist der Besuch des Khorgo Vulkanes geplant, wir wollen mit dem Fourgon hinfahren und den Vulkan zu Fuss erkunden. Pascal wünscht sich heute nochmal im Camp zu übernachten weil sein Magen immer noch rebelliert. Auch nach dem Frühstück legt er sich gleich wieder ins Bett weil er sich schlapp fühlt. Ich erkunde die Umgebung und steige auf alle Hügel rund ums Camp um die fantastische Aussicht auf den Weissen See zu geniessen. Auch das Wetter bessert sich zusehends. Jagaa kocht uns ein tolles Mittagessen. Pascal beschliesst auch den Nachmittag ruhend zu verbringen da er sich zwar besser fühlt aber der Magen immer noch keine Ruhe gibt. So ziehe ich alleine mit Jagaa, unserem Guide und Duger, unserem Fahrer los. Duger fährt uns in die Nähe des Vulkans den wir zu Fuss besteigen. Der Khorgo Vulkan sieht ganz anders aus als der Uran Togoo, auch liegt viel mehr erstarrte Lava in der Umgebung herum. Der Krater ist von vielen scharfen Lavasteinen in rot, grau und schwarz umgeben. Den Krater zu umrunden gleicht mehr einer Kletterpartie als einem Spaziergang. Der Blick in die Umgebung bis hin zum See ist wunderschön. Nach dem Abstieg wandern Jagaa und ich bis zur Passhöhe zurück wo Duger auf uns wartet. Ich habe aber von dem wundervollen Ausblick auf den See noch nicht genug und will auch den Rest des Weges zum Camp zurück laufen. Es wird eine wunderschöne Wanderung dem Ufer entlang, inmitten einer tollen Umgebung und dem blauen Himmel über mir. Im Camp angekommen scheint auch Pascal langsam wieder zum Leben erwacht. Die Sonne scheint, alles gut. Jagaa bekocht uns wieder fürstlich und wir besprechen den nächsten Tag, ehe wir zufrieden in die Betten fallen.

 

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12.06.2017; Tag 8 – Über Tsetserleg zu den heissen Quellen

 

Schon beim Aufwachen strahlt die Sonne zum Dachfenster der Jurte herein, der Himmel präsentiert sich blau und wolkenlos. Pascal fühlt sich ausgeruht und wieder fit. Die heutige Route führt uns zunächst die 15 Kilometer Offroad von vorgestern zurück auf die Asphaltstrasse. Dieser Strasse folgen wir circa 150 Kilometer. Beim Fahren auf Asphalt kann man etwas besser in die Umgebung schauen, muss jedoch immer mit einem Auge auf der Strasse bleiben. Der Umstand dass in grossen Teilen der Mongolei fast dreiviertel des Jahres Frost herrscht oder zumindest herrschen kann fordert seinen Tribut. Immer wieder tauchen unvermittelt grosse Löcher, Senken oder Buckel auf. Die Tiere laufen einem just wenn man auf ihrer Höhe ist über den Weg respektive überqueren immer im ungünstigsten Moment die Strasse. Die Betas haben anstelle von bequemen Gelsätteln eher harte Pritschen, auf denen der Allerwerteste schnell mal gefühlstaub wird und schon nach einer Stunde weiss man fast nicht mehr wie sitzen. Zum Glück muss ab und zu getankt oder gepinkelt werden, so dass auch wieder mal Gefühl in die hintere Region kommt. 35 Kilometer vor der Provinzhauptstadt Tsetserleg nehmen wir das Mittagessen ein. Es gibt feine Gemüsesuppe mit Fleisch und den obligaten kleinen Teigtaschen drin. Sehr lecker! Dazu wieder einmal die heiss ersehnten 3G (Handyempfang), so dass alle wie die Bekloppten in die Tasten hauen und posten was das Zeug hält. Kurz vor der Stadt gilt es nochmals einen geschotterten Pass zu überwinden und dann ist Tsetserleg erreicht. Jagaa und ich gehen zum Wocheneinkauf in den Supermarkt während Duger die Fahrzeuge hütet. Derweil muss sich Pascal gegen einen frechen kleinen mongolischen Rotzlöffel wehren der anfänglich sehr nett erscheint, dann aber immer aufdringlicher wird und um jeden Preis Geld erbetteln will. Das führt soweit dass der Junge fast handgreiflich wird worauf ihn Duger, unser Fahrer, in die Schranken weist. Wir geniessen noch ein kühles Eis bevor wir die restlichen 35 Kilometer Offroad Piste unter die Räder nehmen.

 

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Am Himmel braut sich mal wieder ein Gewitter zusammen… genau in die Richtung in die wir fahren müssen. Der Wind scheint das Unwetter jedoch von uns wegzutreiben. Plötzlich dreht der Wind und es fängt an zu tropfen. Wir halten schnell an um die dicken Jacken anzuziehen. Sehr nass werden wir zum Glück nicht, wir scheinen gerade noch so am Rand der Gewitterzelle wegtauchen zu können. Kurz darauf ist das Camp erreicht. Um die heisse Quelle herum gibt es dicht gedrängt fünf Camps auf einem Platz. Aus dem ersehnten Schwefelbad wird jedoch nichts, nur gerade ein kleines Becken ist mit dem heissen Wasser gefüllt und darauf schwimmen tausend tote Fliegen. Die anderen Becken sind leer und es gibt zudem ein Problem mit der Kaltwasserleitung, so dass auch nur brühend heiss geduscht werden kann. Darum verschieben wir das Duschen lieber auf später. Nach einem leckeren Abendessen im Camp eigenen Restaurant gehen Jagaa und ich noch die heisse Quelle besichtigen welche sich nicht weit vom Camp entfernt befindet. Derweil bereitet Pascal unser Equipment für den nächsten Tag vor. Filme und Fotos müssen kopiert und diverse Akkus geladen werden. Der Weg führt durch ein Lärchenwäldchen und wieder gibt es wunderschöne Blumen zu bestaunen. Die Quelle selber ist nicht wirklich spektakulär, das Wasser rinnt einfach aus dem Boden und wird in einem unschönen Betonbecken gefasst weil das heisse Wasser genutzt wird. Allerdings kommt das Wasser tatsächlich mit ca 80 Grad aus dem Boden. An Füsse baden ist also nicht zu denken. Der Abend wird immer kälter und wir heizen den Ofen in der Jurte ein. Wie so oft ist diese Wärme respektive der Ofen schwierig zu dosieren, es gibt irgendwie fast nur brandheiss oder brennt nicht. Daher ist es zum Einschlafen immer fast zu heiss, aber ohne Feuer zu kalt weshalb wir oft die Türe der Jurte offen lassen damit die unerträglich warme Luft entweichen kann. So schlafe ich immer sehr spät ein.

 

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http://tigertrail.ch/ontrail/mongolei2017/

Edited by Tigertrail

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Video Zwei unserer Mongolei Reise. Viel Spass beim Schauen...

 

 

Falls euch das Video gefällt freue ich mich wie immer über einen Daumen nach oben unter dem Video auf YouTube. Vielen Dank fürs anschauen. ?

Edited by Tigertrail

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13.06.2017; Tag 9 – Schönster Zeltplatz ever

 

Die für heute geplante Tour ist nicht allzu lang und daher brauchen wir uns am Morgen auch nicht zu beeilen. Wir gönnen uns deshalb kurzfristig ein wohltuendes Bad im einem der neu aufgefüllten Schwefelbecken im Camp bei den heissen Quellen. Nur langsam steigen wir ins Becken und versuchen uns an die Temperatur zu gewöhnen, denn das Wasser ist wirklich sehr heiss und man hält es nicht länger als 10 Minuten aus. Wie gekochte Hummer steigen wir nach kurzer Zeit wieder aus dem Becken. Dennoch wärmt das heisse Wasser herrlich den Körper und die Knochen und entspannt die Muskulatur. So steigen wir fit auf unsere Bikes. Heute stehen ungefähr hundert Kilometer Offroad Piste an und die fangen mit einem gutem Aufwärmprogramm an. Enge steile Kehren voller Sand, Steine und Wurzeln verlangen unsere volle Konzentration. Wir lassen dem Fourgon einen guten Vorsprung weil in diesem Stück anhalten zu müssen ist nicht vorteilhaft. Der Fourgon neigt sich sehr bedenklich mal auf die eine und dann gleich wieder auf die andere Seite während er sich langsam durch den engen, ausgefressenen Weg den Wald hinauf kämpft. Sobald sich die Staubwolke welche er verursacht aufgelöst hat, fahren wir hinterher. Meine Offroadkünste haben sich schon deutlich verbessert und so fährt das Bike nun ab und zu mal tatsächlich dort wo ich es vorgesehen habe. Nicht nur Gas, Blick, Mut und Glück führen mich zum Ziel sondern auch das langsam umsetzbare spielen mit Kupplung und Gas welches mir Pascal immer wieder predigt. Die Sache macht richtig Spass. Die heutige Strecke ist aber auch wirklich sehr abwechslungsreich. Wir kraxeln diverse steile Pässe hoch und hinten genauso steil wieder runter, fahren durch diverse Flüsschen, queren auch mal ein Moor und fahren durch Wald. Blumenwiesen in schönster Blütenpracht in den Farben orange, blau und weiss. Oft erblicken wir auch riesige Felder in zartem Rosa der verblühten Küchenschellen, einer Pflanzenart. Vor zwei Wochen muss hier noch ein wunderbares blaues Blütenmeer gewesen sein. Schliesslich erreichen wir nach einer steilen Auffahrt unser heutiges Ziel… eine Wiese am Berghang, schön an einem Waldrand gelegen. Wie aus einem Adlerhorst sehen wir weit ins Land hinein. Eine Gruppe von Rotmilanen zeigt ihre Flugkünste im aufkommenden Wind. Der Kuckuck ruft hier scheinbar aus jedem Wald. Tausend Fliegen in allen Grössen fliegen uns nervig ins Gesicht und Ohren und Bremsen in noch nie gesehener Grösse attackieren unsere verschwitzten Glieder. Aber hey… das Smartphone zeigt 3G! Tigers Herz macht einen Freudensprung, sofort wird gepostet was das Netz hergibt. Und auch ich versende kurz mal eine Runde Grüsse und Bilder in alle Richtungen.

 

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Wir schälen uns aus den Motorradklamotten und stellen unsere Zelte auf. Was nicht ganz einfach ist, denn der Wind reisst schon wieder wie verrückt an den Kunststoffplanen. Der Himmel verdunkelt sich und wieder einmal sieht es nach Regen aus. Verflixt, wieso eigentlich immer wenn wir im Zelt schlafen wollen? Jagaa tischt das Mittagessen auf und wie schon gehabt, mitten beim essen müssen wir schnell alles zusammenraffen und in den Fourgon werfen. Viel Regen gibt es zum Glück nicht. Perfekt, denn wir wollen ja noch zum Kloster Tuvkhun wandern. Ungefähr 4,5 Kilometer soll die durch den Wald führende Wegstrecke lang sein. Das kleine Kloster ist sehr versteckt gelegen und nur zu Fuss erreichbar, so wird es auch fast nur von Einheimischen besucht. Der Weg führt durch den Wald über einen schmalen Wurzelpfad. Der Wald ist voller Kiefern und Lärchen in sattem Grün und zwischendurch erscheint wieder eine Lichtung mit den den verschiedensten Blumen in den schönsten Farben. Das Kloster selber ist auf einem Felsen gebaut. Ein abenteuerlicher Kletterpfad führt durch die kleine Anlage. Es sind immer nur jeweils drei Mönche hier zur Meditation. Das Kloster ist nur sehr klein, aber wirklich wunderschön gelegen und der Ausblick in die Weite ist atemberaubend. Gegen neunzehn Uhr sind wir wieder zurück am Lagerplatz. Wir stellen die restlichen Zelte auf, machen Ordnung, helfen einander beim Kochen und sammeln Holz für ein wärmendes Feuer. Bei schönstem Abendrot und unglaublicher Farbstimmung am Himmel essen wir zu Abend. Ganz in der Nähe grast eine Pferdeherde mit vielen Fohlen, manche kaum älter als ein paar Tage. Duger muss nochmals mit dem Motorrad ausrücken und zwei Nomaden helfen ein Loch im Schlauch ihres Motorrades zu flicken. Ausserdem müssen wir mit Benzin aushelfen, schon vorher haben zwei Jungs um Benzin gebeten. Die Flickerei findet im Dunkeln bei Scheinwerferlicht statt. Wir wärmen uns unterdessen gemütlich am Lagerfeuer und schauen zu wie der Tag sich in allen Farben des Regenbogens verabschiedet und die Nacht hereinbricht. Als Duger endlich im Dunkel den Hügel hinauf fährt und unsere Crew wieder komplett ist verkriechen wir uns in die Zelte. Obwohl diesmal bald kuschelig warm, kann ich bis um drei Uhr nicht schlafen. Mein Schlafrhythmus will einfach nicht auf asiatisch umstellen. Ein kleiner nächtlicher Ausflug belohnt mich erneut mit einer tollen Aussicht auf die Hügelketten im Mondschein und den Blick auf den schönsten Sternenhimmel.

 

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14.06.2017; Tag 10 – Fahrt zu den Wasserfällen

 

Kuckucksrufe und Sonnenschein wecken uns an diesem freundlichen Morgen. Pascal hat schon die ersten Bilder geschossen als die restliche Bande aus den Zelten kriecht. Jagga reicht schon bald starken, heiss dampfenden Kaffee herum. Köstlich… dazu die Wärme der Sonne, die frische Luft und das unglaubliche Panorama. Besser lässt es sich nicht in den Tag starten. Unser heutiges Ziel liegt wiederum nicht sehr weit entfernt und so dürfen wir es gemütlich angehen. Jagaa brät „flache“ Spiegeleier mit scharfer Sauce, reicht klein geschnittene Gurken und Tomaten sowie die obligate Wurst. Wir löffeln unser Müsli und streichen Marmeladebrote. Und das alles in der freien Natur bei bestem Wetter und perfekter Stimmung. Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen und verlassen fast ein bisschen wehmütig unseren tollen Lagerplatz. Adieu schöne Natur, Adieu 3G. Schöne Natur finden wir jedoch bereits um die nächste Kurve. Neue Pässe oder zumindest Pässchen gilt es zu erklimmen. Von weitem ist ein Vulkanfelsenfeld zu sehen und dies ist gleichzeitig unser heutiger Ort für die Aufwärmgymnastik. Steinfelder zu durchfahren ist schon beinahe wie Trialfahren. Sandige Wege voller spitzer, scharfkantiger Vulkansteine in allen Grössen. Auch hier sind die Durchfahrtsmöglichkeiten begrenzt und die Wege mit hohen Dellen und tiefen Rillen gespickt. Oft passt haargenau die Reifenbreite des Bikes zwischen zwei scharfen Steinen hindurch und ich bin wieder einmal dankbar dass ich mittlerweile das Motorrad gezielt dorthin lenken kann wo ich es hinhaben will. Dem Fourgon gebe ich aber immer einen guten Vorsprung, denn anhalten kann hier schwierig sein weil ich möglicherweise den Fuss nicht rechtzeitig auf den Boden bekomme auf dieser unebenen Buckelpiste. Die Sonne brennt uns auf den Pelz und der Schweiss läuft den Rücken hinunter weil der kühlende Fahrtwind fehlt. Nach ca 45 Minuten ist dieser Bereich geschafft und wir können wieder schneller fahren. Die ausgetrocknete Piste fühlt sich fast wie eine Autobahn an, wir wollen aber nicht übermütig werden. Immer noch tauchen vereinzelt und unvermittelt grosse, spitze und spät erkennbare Vulkansteine inmitten der Spur auf. Etwas später überqueren wir eine grosse Holzbrücke deren Pfeiler eine unglaubliche Schieflage haben, so als müsste sie jeden Moment zusammen krachen. Jedes Fahrzeug welches die Brücke überquert lässt die ganze Holzkonstruktion bedenklich schwingen. Flussdurchfahrten werden mir direkt sympathisch.

 

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Am Fluss selber labt sich eine grössere Pferdefamilie am kühlen Wasser und wieder können wir beobachten wie ganz kleine Fohlen auf staksigen Beinchen sich hinter ihren Müttern verstecken, aber trotzdem neugierig in unsere Richtung schauen. Die Pferde lassen uns recht nahe heran kommen. Überhaupt gibt es in diesem Gebiet sehr grosse Herden. Kaum haben wir die Eine hinter uns gelassen sehen wir schon die Nächste. Die Tiere legen sich auf die warmen sandigen Pisten und wir versuchen ins Gras auszuweichen. Die älteren Tiere ragieren eher gelangweilt, aber die Jüngeren stieben in alle Richtungen auseinander. Nicht gerade ungefährlich, denn abrupte Richtungswechsel sind nicht selten. Die Yaks schubsen ihre Kinder energisch voran und stellen sich uns auffordernd entgegen so dass man ihnen nicht zu nahe kommen möchte. Immer wieder geht uns durch den Kopf wie schön die Tiere es hier haben, wie zufrieden sie beieinander stehen und wie gesund sie aussehen mit ihren gänzenden Fellen. Gegen vierzehn Uhr haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Wir beziehen unsere Jurte im nett gelegenen Camp und geniessen wieder mal eine heisse Dusche in einer blitzsauberen Duschanlage. Ich nutze die Gunst des guten Wetters und wasche unsere Protektorenhosen weil sie allmählich etwas müffeln und hänge sie zum Trocknen an die ebenso saubere Jurte. Jagaa kommt mit dem Mittagessen zu uns und beichtet dass er nur noch die Hälfte davon habe, denn die Fourgontüre sei vom Wind zugeschlagen worden und habe den Topf vom Gasherd geworfen. Die Hälfte der schönen Nudelsuppe liegt also im Gras. Essen wir eben ein bisschen mehr Brot, Chocho-Mocco und Keksi. Am Nachmittag wandern wir dann zum Orkhon Wasserfall. Durch die Eruption eines Vulkanes ist eine Schlucht entstanden durch welche nun ein Fluss fliesst. Hier hat sich ein grosses Steinbecken gebildet mit einer ca 10 Meter hohen Wand, darüber fliesst der Fluss und bildet so einen kleinen Wasserfall. Obwohl es seit unserer Ankunft immer wieder mal geregnet hat ist es hier sehr trocken und der Wasserfall präsentiert sich aktuell nur als dünnes Rinnsal. Trotzdem ist das Ganze wunderhübsch anzusehen. Wir können in einer fast kriminell anmutenden Kletterpartie sogar zum Fluss hinab steigen und dem Ufer entlang zu dem Steinbecken wandern. Dort stecken wir die Füsse ins Wasser, es ist angenehm kühl. Zurück geht es wieder über saftige Weiden wo wir die Tiere beobachten können wie sie zufrieden grasen und frei umher streifen. Der Himmel verdunkelt sich auch heute wieder und nach dem leckeren Abendessen donnert es in den Bergen. Pascal nutzt die Gelegenheit um in der Jurte wieder alle Geräte aufzuladen und ich schreibe an dem Bericht. Auf dem Bett sitzend kann ich zur Türe hinaus direkt die Yaks auf der Weide sehen und ab und zu springen fünf junge Hunde herum und tollen miteinander. In der Ferne grollt der Donner und wir haben es richtig gemütlich.

 

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15.06.2017; Tag 11 – Nach uns die Sintflut

 

Wir haben lange und tief geschlafen und fühlen uns super erholt. Im Restaurant im Camp gibt es ein feines Frühstück und wir halten Jagaa wieder einmal eine Predigt was gesund wäre (Apfel) und was weniger gesund ist (Wurst, Speck). Also tauscht er hochmotiviert seine Wurst gegen zwei Stückchen Apfel. Nach dem Frühstück packen wir unsere tausend Sachen zusammen und starten in ein neues Abenteuer. Das heutige Ziel ist Kharakhorum, die alte Hauptstadt zu Dschingis Khans Zeiten respektive unter dessen Sohn Ugedai Khan. Die Route führt uns zuerst über den selben Weg zurück den wir am Vortag gefahren sind bis zur grossen windschiefen Holzbrücke. Was wiederum Morgensport mit Trialtraining im Vulkansteinfeld bedeutet. Bei der Brücke angekommen geht es nun in nordöstlicher Richtung weiter. Wir haben wieder viele unterschiedliche Abschnitte zu bewältigen. Mal steinhart getrocknete Erde die sich sehr zügig fahren lässt, dann wieder sandige, steinige und kurvige Strecken. Bisher habe ich die Kurven immer mit der „vorher Gas weg“ Technik vorsichtig angefahren, heute versuche ich es mit etwas höherem Tempo und Slidetechnik. Ich weiss zwar was damit gemeint ist und wie es zu fahren wäre, traue mich aber noch nicht so richtig, weil ich die Idee habe dabei mehr als gewollt zu rutschen. Der Wille ist zwar da und das Tempo auch, jedoch kneife ich im letzten Moment dann doch. Resultat: Mehr als einmal fahre ich in der Kurve gerade aus. Zum Glück immer ohne Folgen… ein paar Meter durchs Gras, den gröbsten Steinen ausweichen und wieder rein in die Spur. Ab und zu hat es auch mal geklappt, aber es besteht noch Übungsbedarf. Trotzdem kommen wir recht flott voran. Auch heute treffen wir wieder auf matschige Stellen und der Fourgon sinkt beim Queren eines vermeintlich kleinen Bächleins mit dem linken Vorderrad so hart ein, dass die Front des Fahrzeugs im matschigen Boden feststeckt. Mit vereinte Kräften schieben wir den Bus rückwärts aus dem sumpfigen Rinnsal wobei Jagaa und Pascal beim durchdrehen der Räder so richtig schön eingesaut werden. So suchen wir uns eine andere Stelle wo das Wasser weniger tief scheint, jedoch ist es schwierig abzuschätzen weil das Wasser und die Umgebung richtig moorig braun sind. Ich möchte in dieser Suppe auf keinen Fall baden gehen und versuche zügig die Stelle zu passieren. Etwas zu zügig wie ich kurz darauf feststelle. Das hochspritzende Wasser nässt mich bis auf die Unterwäsche ein und läuft gemütlich in die Stiefel. Gut gemacht Frau Tiger! Allerdings bleibe ich nicht lange nass, denn der warme Fahrtwind trocknet mich sofort. Die Strecke führt uns immer dem Fluss Orkhon entlang und wir können viele Tiere beobachten. Heute auch wieder eine grössere Gruppe Geier.

 

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Leider ist es nicht unser respektive unseres Fahrers Glückstag, denn er fährt nun auch noch einen Platten ein. Wir nutzen diese aufgezwungene Pause für die Mittagsrast. Während wir das Essen vorbereiten wechselt Duger das Rad aus und flickt auch noch die vorher leicht verschobene Lenkachse. Mit vereinten Kräften und abwechslungsweise füllen wir das Ersatzrad per Handpumpe mit Luft. Schliesslich können wir weiter fahren, was auch gut ist denn seit geraumer Zeit verfolgen uns wieder dunkle und bedrohliche Gewitterwolken. Kaum haben wir Kharakhorum erreicht kracht es gewaltig und ein heftiges Gewitter entlädt sich. Auf die Sekunde genau können wir uns bei einem grösseren Imbiss mit überdachter Terrasse unterstellen. Zwischenzeitlich gehen Jagaa und Duger Besorgungen machen während wir etwas trinken und unsere Handys checken. Nach dem Gewitter trocknet es rasch ab, der Wind bleibt aber und die schwarzen Wolken auch. So beschliessen wir anstelle des für heute geplanten Zeltplatzes lieber ein Jurtencamp zu suchen welches auch schon bald gefunden ist. In der Jurte angekommen müssen bloss ein paar zusätzliche Bretter organisiert werden damit meine Matratze nicht durch den Rost fällt der von drei mageren Brettchen gebildet wird. Es gibt warmes Wasser, Strom und schnelles Internet und alle sind happy. Nach einem tollen Abendessen welches Jagaa in der Küche des Camps zubereitet steigen wir auf die umliegenden Hügel, was sich hier wie auch sonst überall alleine der Aussicht wegen lohnt. Auf dem hiesigen Stadthügel steht ein Denkmal welches drei grosse Bilder zeigt. In der Mitte jeweils die heutige Mongolei und darum herum die eroberten Länder der jeweiligen Herrschaft. Die Aussicht ist auch hier fantastisch. Man sieht über das ganze Flussdelta und darin verstreut grosse Herden von Tieren. Zur anderen Seite sieht man Kharakhorum, ein schönes Städtchen mit ein paar tausend Einwohnern. Hier gibt es noch keine Hochhäuser und so blickt man über viele farbige Blechdächer. So gut wie jedes Haus ist von einem Gartenzaun umgeben. Die Sonne geht langsam unter und wieder bietet sich ein unglaubliches Farbenspiel. In der Weite sieht man dass irgendwo noch Regen fällt, während wir hier verschont bleiben. War ja klar, jetzt wo wir entschieden haben NICHT zu zelten.

 

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16.06.2017; Tag 12 – Ein stürmischer Tag

 

Heute Morgen besuchen wir das Museum von Kharakhorum wo die noch erhaltenen Schätze aus der Blütezeit (1200 n. Chr.) der damaligen Hauptstadt besichtigt werden können. Danach machen wir einen Abstecher zum Kloster Erdene Zuu (1500 n. Chr) welches gleich daneben liegt und dessen Aussenmauern aus den Steinen des ehemaligen Kharakhorum erbaut wurde. Das Kloster ist ein grosser Anziehungspunkt für Touristen und entsprechend herrscht hier grosser Trubel und eine ganz andere Atmosphäre als in den abgelegenen Klöstern von Amarbayarsgalant oder Tuvkhun. Die Sonne brennt uns auf den Schädel und es ziehen bereits wieder dunkle Wolken auf. So beschliessen wir etwas früher Mittagspause zu machen um dann zügig weiterzuziehen. Wir machen ausserhalb des Städtchens einen Tankstop als wir bemerken dass sich etwas Grosses zusammenbraut. Jagaa beschliesst zurück in die Stadt zu fahren und dort den anrückenden Sandsturm vorbeiziehen zu lassen. Die Windstärken die dieser mitbringt sind gewaltig und ich bin froh nicht auf dem Bike und vor allem mitten im Sturm sitzen zu müssen. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorüber und wir können aufbrechen. Wir fahren zuerst auf Asphalt Richtung Norden um später noch das Gokhturk Museum in Khushuu Tsaidam mit Schätzen aus der turkmenischen Zeit zu besichtigen. Danach geht es offroad zum See und unserem heutigen Ziel, dem Ugii Nuur. Die ganze Zeit über sehen wir in der Ferne Gewitterwolken welche sich entleeren. Am See angekommen glauben wir schon ihnen entkommen zu sein und stellen das grosse Zelt auf als heftige Windböen dasselbe fast auseinander reissen. Zu viert halten wir das Zelt mit aller Kraft fest. Dann setzt auch noch Regen ein und wie so oft wird es dazu extrem kalt. Nachdem auch dies überstanden ist versuchen wir die restlichen Zelte aufzustellen was nicht so einfach ist weil der Wind immer noch kräftig weht.

 

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Kurz darauf fegt noch einmal eine Sturmböenserie über den See und wieder können wir das grosse Zelt nur knapp am Boden halten. Ich sehe uns im Geiste schon alle daran hängend über den See fliegen. Das Wetter kann hier wirklich alle fünf Minuten seine Meinung ändern… Sonne raus und heiss, danach Wolken und saukalter Wind. Zu beobachten wie die Wolken sich ständig verändern ist einerseits spannend und gibt immer wieder spektakuläre Fotos, andererseits ist es auch etwas mühsam. Dauernd ist man falsch angezogen weil man entweder friert oder schwitzt. Jagaa versucht Abendessen zu kochen. Er möchte gerne Schaffleisch auf dem Grill braten und nimmt gleich ein halbes Schaf auseinander. Ich begutachte das ganze Treiben etwas kritisch und überlege mir schon was ich alternativ essen kann. Duger will schliesslich das Grillieren auf dem kleinen Holzkohlegrill übernehmen während Jagaa im Fourgon Kartoffeln mit Zwiebeln und Gurken brät. Das Essen nehmen wir ebenfalls im Fourgon ein, es ist einfach zu ungemütlich und zu kalt draussen. Entgegen meinen Erwartungen schmeckt das Fleisch absolut köstlich und ich verdrücke eine Riesenportion. Zusammen mit der scharfen Chillisauce welche hier über jedes Gericht geworfen wird. Wirklich köstlich!! Später will Duger noch mit dem Bus seine Freunde besuchen welche in der Nähe campieren. Was wiederum bedeutet dass wir uns ohne die wärmende Zuflucht des Fourgons in unsere kleinen Zelte verkriechen müssen. Da es dafür aber noch etwas früh ist beschliessen wir dem nahe gelegenen Camp respektive dessen Restaurant einen Besuch abzustatten. Bei Tee, Bier und feinstem Dschingis Khan Wodka können wir mongolische Serien im TV schauen welche Jagaa übersetzt. Schliesslich sind wir müde genug, laufen im Halbdunkel zu unserem Zeltplatz und kriechen in die Zelte. Es regnet nun leicht und in dem kleinen Tümpel neben dem See gibt es live und nur für uns ein Froschkonzert.

 

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www.tigertrail.ch

Hör nicht auf die Vernunft, wenn du einen Traum verwirklichen willst.

(Pascal  und  H.... F...)  :cat-augenzukneifend_02:

 

Danke für das Aufrütteln und die  Erinnerung an das Machbare in uns.

Als ich die Bilder meiner Frau zeigte, meinte ich nur "und Du traust Dich mutig schon mal ganz spontan in 4 Sterne Hotels mit Vorausbuchung "  :thx1:  für die schönen Eindrücke.

 

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Auch hier Pascal & Andrea,

 

wunderschöne Reise und Präsentation des ganzen, die Fotos sind ein Traum. :wub:

 

Von dieser Reise könnt Ihr sicher noch lange zehren. 

 

Viele Grüße

Michael /mimoto

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Vielen Dank an Silberlocke (ich finde leider keinen Namen :cry2: ) und Micha für die netten Kommentare. 

 

vor einer Stunde schrieb mimoto:

Von dieser Reise könnt Ihr sicher noch lange zehren. 

Viele Grüße

Michael /mimoto

 

Das ist definitiv der Fall...

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