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McEarly

Der Tiger und die KTM durch Albanien

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Hallo zusammen,

nachdem ich einige hier neugierig gemacht habe will ich hier von meinem letzten Trip mit meinem Freund nach Albanien berichten. Geplant hatten wir das schon länger, irgendwann dann auch den Zeitraum festgelegt und uns von unseren Frauen frei geben lassen ;)

Nach Erfahrungen mit fast konstanten 35°C und mehr aus den Vorjahren in Rumänien im Juli/ August wollte ich unbedingt den Albanientrip früher machen, was sich im Nachhinein als absoluter Glücksfall herausgestellt hat. In Albanien ist die Haupturlaubszeit im Juli/August. In dieser zeit ist nach Berichten von Hotel- und Bar- Restaurantsbesitzern in weitern Teilen Albaniens (vor allem den schönen Küsten) dann nur noch sehr schwer eine Unterkunft zu bekommen. In unserer Zeit von 14.06.17 und 02.07.17 sind alle Bars, Hotels, Restaurants schon offen und in "Wartestellung" für den großen Ansturm. Nur ist noch fast keiner da. Auch die Temperaturen sind für's Motorradfahren sehr angenehm (von ca. 15°C bei der Fahrt nach Theth und im Hochgebirge bis zu dauerhaften 34°C am Ende in Tirana). Gefahren sind wir einmal mit meiner Tiger 955i, Bj. 2001 und einer KTM 1190 Adventure R. Meine Tiger habe ich schon vorher mit allem ausgerüstet was mir bei Offroadstrecken helfen könnte und ich hier und in anderen Foren zu diesem Thema gefunden habe.

 

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Ein paar Details:

- Hinten Wilbers-Federbein (mit Heckanhebung um ca. 1,5cm)

- Vorne Standardgabel, aber 1cm in der Klemmung nach unten geschoben (Hier muss ich mit Ölstand und/oder anderer Ölviskosität experimentieren, die Gabel kam mir zu leicht ins Springen bei schnellerer Fahrt auf Feldwegen)

- die großen Bärentatzen-Fussrasten von Motobau

- Flacherer Maguralenker mit SW-Motechblöcken wieder ein Stück hochgesetzt (die Originalgriffheizung konnte nach einigen Sägearbeiten wieder verwendet werden)

- gekürzte Scheibe mit MRA x-creen sport spoiler schafft finde ich eine ideale Kombination aus Windschutz und Lautstärke

- Nachrüstauspuffanlage, damit ich den Tiger auch hören kann (ist auch viel leichter als das Original)

- Motorschutz von H&B

- Heidenau K60 Scout Reifen

 

Ziel war es die knapp über 2 Wochen, die wir zur Verfügung hatten so gut wie möglich auszunutzen und daher so schnell wie möglich nach Albanien zu kommen. Hier ein Überblick der gefahrenen Route (Fährfahrt Dures - Ancona auf dem Rückweg):

 

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Insgesamt sind wir ca. 4600km  gefahren, davon einige wirklich heftige Etappen ohne Asphalt. Vor allem im Ostteil von Albanien gehen die Straßen gerne in Offroadstrecken über.

Gefahren sind wir von Norden durch Podgorica, dann nach Shkodra und von dort aus in einer Tagestour nach Theth (Abenteuer !!!).

 

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In einigen Tagesetappen dann an der Küste entlang nach Süden. Je weiter man nach Süden kommt umso schöner wird's. Natürlich die Küste zwischen Dhermi und Himara und das Blue Eye zwischen Saranda und Gjirokastra nicht ausgelassen.

 

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Richtig interessant, auch fahrerisch, wird's dann im Osten auf der Strecke von Gjirokastra nach Korce und weiter über Peshkopia nach Kukes. Hier sind Offroadstrecken mit manchmal direktem Kontakt zur Tierwelt (Schaf- und Kuhherden) an der Tagesordnung.

Auch ist hier Navigation ein Thema. Hier hat uns eine Kombination aus TomTom 400 und der OSMand-App auf dem Handy weitergeholfen. Ich bin immer noch erstaunt wieviel schlechte Straße der Tiger vertragen kann. Was allerdings jetzt hoffentlich ausgestanden ist sind Elektrikdefekte durch angekohlte Sicherungshalterkontakte. Bei der letzten Fahrt nach Rumänien war es der Hauptsicherungshalter, jetzt im tiefsten albanischen Staub der Sicherungshalter nach dem Umbau (Verbesserung Ladestrom hier aus dem Forum) der Ladeleitung zur Batterie. Beides sind 30A Sicherungen im üblichen KFZ-Format. Beide Male hat ein Kontakt der neuen (!) Halterung durch Lichtbogenbildung irgendwann zum Schmelzen und damit zum Ausfall der Sicherung geführt. Geholfen hat einmal der Umbau der Hauptsicherung auf Flachsicherung und im zweiten Fall die Überbrückung und zwei Albaner beim Anschieben . Seitdem rennt der Tiger wieder einwandfrei.

Ich kann Albanien nur jedem empfehlen. Albanien ist ein armes Land mit viel Landwirtschaft aber grandiosen Landschaften und sehr netten und immer hilfbereiten Albanern. Man kommt mit Englisch sehr gut durch, manchmal geht sogar Deutsch. Hier noch ein paar Endrücke:

 

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Edited by McEarly
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Vielen Dank für den schönen bericht, der macht großen Appetit auf mehr :D.  

Für mich persönlich ist Albanien ein Ziel, welches ich mopedtechnisch sehr gerne noch machen würde. Auch wenn ich hierfür ein anderes Moped bräuchte, aber so eine 955i ist ja sehr chic  :wacko: ;)

Edited by olli72

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Ja schöne Bilder und ein interessanter Bericht, danke dafür. Na ja das ist auch eine Region wo ich noch nicht war, kommt auf alle Fälle mal auf die Liste.

 

Grüße aus dem Süden, Frank

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Danke für den tollem Bericht, macht Lust zum hinfahren.
Ich werde mich in diesem Jahr auf Herzegowina und Montenegro beschränken. Offroad mit schwerem Gerät muss ich erst noch wieder lernen.

Mal sehen was zu zweit mit Gepäck geht, Heidenau K60 Scout sind auf jeden Fall montiert.

Vor 20-30 Jahren war ich mit BMW 2VGS in den Alpen und Nordafrika unterwegs und danach eher mit dem Gespann, was den Offroadanteil reduziert hat.

Einen weiteren schönen Albanienbericht von einem Alteisentreiber gibt es hier:

https://kahlgryndiger.wordpress.com/albanien-2017-1/

Viel spaß beim lesen und weiter Gute Fahrt.

Michael

 

 

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Ich muss leider gestehen, dass ich der Tiger untreu geworden bin und die KTM des Freundes gekauft habe. Nicht aber Albanien, dort fahre ich dieses Jahr wieder hin.

Dieses Mal mit meiner Frau auf der KTM. Mal sehen ob offroad fahren auch zu zweit geht. Die oben beschriebene Reise letztes Jahr war einfach zu gut.

Viele Grüße

McEarly

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