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berndwohltmann

AlpsRun 2017

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Vorgeschichte AlpsRun 2017:

 

Meine bisherigen Erfahrungen beim Motorradfahren mit Höhenunterschied - außer Deiche muss mann hier in Norddeutschland ca. 100km ins Weserbergland dafür fahren - waren die TriDays 2014/2015. Und Klaus hat für diese Event tolle Touren ausgearbeitet, die einfach unglaublich viel Spaß gemacht haben.

Ich glaube, das ich Motorradfahren mit Kurven und Höhenunterschied mag - das sollte man vertiefen.

Dieses ist dann auf der Pyrenäenrundreise passiert. Ich war mir sehr sicher, das Kurven und Berge eine tolle Kombination ist. Als nächste Wildrats-Reise war schon Marokko in der Planung. Ich mag auch Schotter.... -

Es hatte sich herausgestellt, das wir in 2017 nicht zu den TriDays fahren (wollten - siehe Reisebericht CoN 2017) - und ich mit genehmigten Familienurlaub ohne Ziel da stehe. Dann bin ich auf eine "Junger Mann zu Mitreisen gesucht" Annonce in meinem Lieblingsreiseforum
gestossen:

 Mimoto---Pauke-AlpsRun.png

Und da Pauke aus Oyten kommt macht es das Kennenlernen wesentlich einfacher.
Wer kann da schon widerstehen??

Pauke kennt die Alpen sehr gut und hat eine detaillierte Route ausgearbeitet. Prima für so ein Alpengreenhorn wie mich.

Wir habe und dann zu einem ersten Probefahren verabredet - ob unser Fahrstil zueinander kompatibel ist. Kurze erste Tour hier in der Umgebung - und das geplante Mimoto-Forumstreffen im Schwarzwald.
Was soll ich sagen - passt. Dem Tiger fehlen zwar ein paar PS im Vergleich zur KTM - aber das tut dem Fahrspaß keine Abbruch.
Neben Pauke hat an der Tour sein Kumpel Hank teilgenommen. Das wurde auf der Zielgerade noch einmal richtig spannend. Hanks SuperDuke wurde beschädigt - und er hat dann kurz vor dem geplanten
Urlaub noch eine nagelneue SuperDuke 1290R bekommen - und musste die ersten 1.000km bis zur Inspektion in der Woche vor den Reisetermin abreiten - sportlich....

Da sich Paukes Urlaub um eine Woche verschoben hat, konnte ich einen Zwischenstop beim CoN 2017 einlegen - und als Treffpunkt wurde eine Ortschaft hinter dem Großglockner  mit Pauke und Hank abgemacht. 

 

Tourtag 1:

 

Unglück kam Morgen - als ich um 7:30 den Tiger zur Abfahrt fertig machen wollte, habe ich einen Mitbewohner der Pension vor der Tür getroffen, der einen sehr zerrupften Eindruck in seinem Lederkombi gemacht hat.
Es stellte sich heraus, das er gerade einen Abflug mit seinem Motorrad hinter sich hatte. Das geht ja gut los. Zum Glück bin ich nicht abergläubig. 
Naja - vielleicht ein bisschen abergläubig - aber nur ein bisschen. Ähh - na vielleicht ein bisschen zu viel. Ok, OK - ich bin abergläubig....

Zum Glück gab es keine schwereren Verletzung - der Hauptschaden war an der Maschine und am Ego des Fahrers.

Route des heutigen Tages:

2017-06-18_0700_Route.png

Nach einem verspäteten Ritt über den Gloßglockner gegen 10:00 hatte der Tag mit blauen Himmel einen Prima Anfang.

Pauke hatte für diesen Tag eine Route über die östereichischen/slowenischen und italienischen Pässe erstellt 

Highlight war ein Pass an der slowenisch/italienischen Grenze.

2017-06-18_1430_Tschechien_Grenzpass.JPG

Hier ebenfalls noch ein Bild von Hank und Pauke:

2017-06-18_1435_Tschechien_Grenzpass_Pau

Abends hatte wir eine Übernachtung in einer italienischen Pension. Das Essen war der Hammer. Es gab 2-3 Grundgerichte des Tages - und der Koch hat die dann entsprechend unserer Wünsche leicht modifiziert - köstlich.

 

Tourtag 2:

 

Es ging in Italien auf kleinsten Stassen los. Für heute hatte Pauke die folgende Route geplant - naja - fast so geplant. 

2017-06-19_0700_Route.png

Wie man an dem kleinen Zipfel eines gesperrten Passes erkennen kann, sollte es an einer anderen Stelle über den Pass gehen. Mittags gab es unterwegs eine leckere Brotzeit - und der linke Seitenkoffer trägt seit diesem Tag kleine Kampfspuren vom überholen.
Jeder Tag liefert neue Lektionen zum Lernen.

Abends sind wir dann in Levico Terme eingetroffen - Hotel Cristallo Trentino. Die mit Abstand nobelste Unterkunft auf der Reise. Ein Traumhotel für Biker. Dort haben wir noch weitere Kumpels von Pauke und Hank getroffen, die auf Famileinurlaub dort waren.
Zusammen sind wir am Abend in eine Pizzeria im Ort gegangen - das war nicht so der Hammer. Meine Erwartungshaltung war wohl zu hoch.

 

Tourtag 3:

 

Heute Morgen sind wir in Begleitung gestartet. Thomas hat mit seiner KTM SMR 990 die KTM Horde erweitert. Da war der Tiger mit seinem mittelschweren - OK, superschwerem Fahrer, den Koffern mit Öl, Sprit und Werkzeug  im vollen Langstreckenornat nicht in der Lage zu folgen. An diesem Tag hat der Tiger 
seine Seitenständervergrößerung verloren und der Hauptständer wurde stark angeschliffen....

Auf der Liste stand der Gardasee - Mittagessen mit einem tollen Panorama.

Aber das Highlight war der Abend - wir waren schon recht spät dran - und hatten den Passo San Marco in der Abendsonne. Einfach genial.

2017-06-20_1830_San_Marco_Pass_01.JPG

 

Und hier der Film zum Buch - Tourtag 1-3:

 

 

 

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Tourtag 6:

Tag der großen Gipfel. Heute stehen eine ganze Liste berühmter Pässe auf der Tagestour.

2017-06-23_0700_Route.png

Auch heute war das Wetter wieder perfekt zum Motorradfahren. Es ging gleich am frühen Morgen auf den Col de Sampeyre. An diesem Tag gab es noch eine kleine Lektion in Physik. Wenn man auf einen Pass hochfährt, dann sinkt mit zunehmender Höhe
die Siedetemperatur - und nach einer kleinen Gipfelhatz war das Kühlwasser im Ausgleichsbehälter des Tigers am Kochen. Das hatte ich vorher noch nicht erlebt, und hätte auch gedacht, das dies im Ausgleichsbehälter nicht passieren kann. Wieder was gelernt

Der heutige Tag hatte wieder unglaubliche Gipfelpanoramen zu bieten. Ich liebe zwar die norddeutsche Flachebene. Aber Kurven und Berge haben ihren Reiz. Kann man echt nicht anders sagen.

Auf dem Col de la Bonette machten sich Pauke und Hank zu Fuß auf den Weg zum Gifpel - und ich habe am Tiger ein kleines Detailproblem entdeckt. Die montierten Heidenau K60 Scout machen einen prima Job und halten lang. Aber eben auch nicht
für ewig. Und die Jagd mit den zwei KTMs hat das Vorderrad doch beim Runterbremsen mit voller Last und häufig auch in Schräglage stark belastet.

2017-06-23_1530_Col_de_La_Bonette_abgefa

Also ab sofort - piano mit der Vorderradbremse. Es ist noch ein weiter, weiter Weg nach Hause in den hohen Norden der Republik.

Am Abend waren wir dann in der Stadt Die - dort hat es eine mittelmäßige Pizza - aber ein tolles Standleben gegeben. Highlight beim Stadtbummel war eine kleine Kapelle beim Üben.

2017-06-23_2115_Kapelle.JPG


Das Hotel war mitten in der Innenstadt - und dort durften wir nicht parken. Die Garage des Hotels war 200m entfernt. Kein wirklicher Spaziergang mit dem ganzen Gepäck am kommenden Morgen.

Tourtag 7:

Heute ging es gefühlt schon in Richtung Heimat - wir müssten durch die Hochebene des Jura.

2017-06-24_0700_Route.png

Fahrtechnisch hatte der Tag heute nicht viele Herausforderungen. Es ging gröpßtenteils über französische Hochebenen.

Highlight des heutigen Tages waren das Mittagessen - hier insbesondere die Beschaffung - und das Panorama am Abend.

Gegen Mittag stellte sich ein kleines "Hüngerchen" ein. Und wir sind an einem Teich vorbeigefahren, wo man Forellen selber fangen konnte - und diese wurden dann direkt für einen Zubereitet. Das klingt einfach - ist es aber nicht.
Der Angelhaken wird mit Nudeln versteckt - und dann muss man im richtigen Augenblick an der Angel rucken - damit die Forelle am Haken ist.
Nach 15 Minuten hatte keiner von uns ein Fisch - aber wir alle noch mehr Kohldampf.Besonders deprimierend - zwei Kinder hatten inzwischen schon 2-3 Forellen gefangen.
Die Betreiber haben sich dann unserer erbarmt - und für uns die Fische gefangen - und zubereitet.

Es war noch leckerer als es ausgesehen hat.

2017-06-24_1415_Forelle_gebraten.JPG

Am Abend haben wir in einem Sporthotel auf einem kleinen Gipfel in der Nähe von Giron übernachtet, wo es neben einem tollen Panorama am Abend noch eine Theateraufführung geben hat. Cool - Biken und Kultur - klingt toll.
Die Schauspieler hatten als Vorbereitung des Abends vor dem Abendessen das Publikum zum Thema Schuhe weitergebildet - das hat Spaß gemacht - wir hatten einen Schweizer neben uns sitzen, der als Dolmetscher funkgierte.
Die Erwartungshalten an die Vorstellung nach dem Abendessen war also geweckt. Das musste doch toll werden....

2017-06-24_2145_Schauspielerinen.JPG

War es aber nicht. Es war ein Theaterstück über Frauen und Schuhe - naja - und in Französisch. Also drei Themen, von denen keiner von uns eine Ahnung hatte. Wir haben dann die Vorstellung verlassen und sind durch das Dorf gewandert.
Es kam Musik von irgendwoher. Es stellt sich heraus, das hier 3 Jugendliche Ihren Geburtstag mit vielen Freunden gefeiert hatten - und das ganze Dorf beschallt haben.

Aber das Abendpanorama hat uns mehr als entschädigt.

2017-06-24_2130_Abendstimmung.JPG

Tourtag 8:

Heimreise. Der Tag fing früh und problematisch an. Wir hatten beim Losfahren auf dem Tiger und der SuperDike noch eine Restreichweite von 40km. Hier sollte auch noch mal angemerkt werden, das die SuperDike eine ähnliche

Reichweite wie der Tiger hat. Das sollte reichen, um eine Tankstelle zu erreichen - dachten wir.... Hat es aber nicht.... Die Tankstellen, die wir gefunden haben waren aufgrund des Feiertags geschlossen. Und nach ca. 70km ist 
dann die SuperDuke ohne Sprit stehen geblieben. Einsatz für die mobile Tankstelle. Der erste Kanister mit 3L ging in die SuperDuke. Der Tiger war zu diesem Zeitpunkt auch bei 0km Restreichweite.

2017-06-25_1015_Sprit_alle.JPG

Und das blieb er noch für die nächsten 20km bis wir endlich eine Tankstelle gefunden hatten. Das hat sich sehr knapp angefühlt.

Von da ab ging es bei Freiburg über die Grenze und auf die Autobahn in Richtung Heimat. Hank ist dann aufgrund seines Hinterreifens mit 100km/h in Richtung Frankfurt gefahren. Pauke und ich mit 140km/h in Richtung Norden.

Wir sind dann alle gesund und zufrieden am Ende des Tages Zuhause angekommen. AlpsRun 2017 - Mission accomplished

Film Tourtag 6-8:

 

 

Edited by berndwohltmann

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