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Tigerhome - ein Heim für Tiger (est.1998 by sp)

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Gestern früh damit zur Arbeit gefahren. (Tags zuvor auch.) Alles normal. Abgestellt.

9 Stunden später gestartet, ca. 500 m über's Gelände gefahren, dabei Choke immer weiter zugedreht - wie immer. Fuhr sich ganz normal - wie immer. An der ersten Ampel angehalten. Choke ganz zu - wie immer. Kam mir allerdings bisschen langsam vor: nur knapp 1000 U ... naja. Denke, sind nur 5..6°, machste wieder n bisschen auf.

Dann will ich losfahren und die Kiste holpert. - Fast noch nix bei gedacht aber wie ich sie in den nächsten 300m auch ziehe, es bleibt zäh und hört sich vor allem so an, als würde sie nur auf 2 Pötten laufen.

Dann fuhr ich auf unsere Schnellstraße: 80. Das dauerte länger als sonst, blieb aber bei 80..90 konstant und reichte dann zum Cruisen.

Weil es in dieser Geschwindigkeit kaum störte, musste ich ab und an mal gucken, ob's noch da ist: am Gas ziehen: "holper" und kaum Leistung.

*schwitz*

Dann kam der Landstraßenteil, eine 120er Strecke. Sie ließ sich holpernd hochziehen und war bei ca. 120 beim Cruisen dann wieder unauffällig. Allerdings genauso undynamisch und beim Gasgeben merkte man wieder, dass sie unrund lief.

Beim Abfahren und nach der nächsten Kurve wieder Beschleunigen hab ich mal wieder stärker am Kabel gezogen. Hab dann bemerkt, dass sie für einige Momente wieder voll den Dreizylindersound und einen Satz nach vorne machte. - Das konnte ich auf den letzten 2 Kilometern dann noch ab und zu wiederholen.

Da es schon dunkel war und ich heute eh mit dem anderen Moped fahren wollte, hab ich sie dann erstmal abgestellt.  ...schnüff :blush:

 

Wat nu? - Die Spekulationsrunde ist eröffnet!

 

Da es kein Ereignis gab - schon gar keins mit Geräuschen - schließe ich mal Desaster wie "abgerissene Ventile" aus. Auch eine "durchgeschlagene Kopfdichtung" fällt für mich aus, da sie ja zwischenzeitlich wieder Lust auf's Sprinten hatte.

 

Für alle, die im anderen Thread von meinen "Prasselgeräuschen" zw. 3000 und 3500 U gelesen haben: es hört sich für mich nicht danach an, dass es hier einen Zusammenhang gibt.

 

Eher habe ich das Gefühl von "Popel in der Spritleitung" bzw. Spritzufuhr eines Vergasers oder eines "Wackelkontakts" an einer Zündkerze/Zündkerzenkabel...

 

Hat jemand andere Ideen oder Erfahrungen?

 

Da ich an er Katze noch nicht gebastelt habe, würde ich gern mit dem Einfachsten beginnen. Meine Vorstellung ist: Verkleidung ab, sodass man an die Kerzenstecker/-kabel rankommt (halleluja, englische Ingenieure!), gucken ob alles fest ist, Kerzen raus und angucken, ob unterschiedlich gefärbt, auf Kabelbruch achten. - Wenn da kein Anhaltspunkt, dann Vergaser?

 

Danke für Mitleidsbekundungen und hilfreiche Vorschläge!

Stefan.

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:bang:  Ich spekuliere als erster ! !   :D

 

Aber vorher noch paar Fragen.

Vorher gefahren, war alles OK. Abgestellt. Wieder eine neue Kaltfahrt, ein Verschlucker, 2 Zylinder, dann bei 80 keine Leistung, bei 120 unauffällig.

Beschreibe bitte das Kerzenbild aller 3 ZK.  Messe bitte den Wiederstand der ZK Kabel ( 5 KOhm ). Wie alt sind die Kerzen und von welchem Typ, Iridium ??

Passierte das ganze nach einer Neubetankung ? ( vielleicht Billigtankstelle ? )

Nach dem Abstellen, Tag davor, stand Tigerchen im Regen ?

Wenn sie bei 80 keine Leistung hat und Du gibst etwas mehr Gas - was passiert dann ?  Hustet sie, Fehlzündung, einfach ein Loch, Hustet sich hoch,  oder

Wenn Du ganz langsam immer mehr Gas gibst, kommt sie dann mit und Beschleunigt bis zu einem nächsten Husten anfall ??

 

Viele Fragen, aber bitte beantworte alle, ( nicht wie manche Männer nur 1,5 von 5 ). Es ist, denke ich, wichtig um was über das Verhalten zu sagen oder wie wir wollen, Spekulieren. 

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Alles klar, Marley! - Fragen sind verständlich, auch in ihrer Gänze!  ;)

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Vorher gefahren, war alles OK. Abgestellt. Wieder eine neue Kaltfahrt, ein Verschlucker, 2 Zylinder, dann bei 80 keine Leistung, bei 120 unauffällig.

 

2 kleine Korrekturen:

Ich habe nicht wirklich einen "ersten Verschlucker" bemerkt. Es "holperte" nur plötzlich los, als ich von dieser Kreuzung wegfahren wollte.

Ab da war das Geräusch eigentlich beim Beschleunigen immer gleich: gefühlt 2 von 3 Zylindern.

Und weniger Leistung bei jeder Geschwindigkeit und bei jedem Beschleunigen (bis auf die Momente gegen Ende der Fahrt)! Mit "unauffällig" meinte ich, dass bei konstanter Fahrt (80 oder 120) die Kiste nicht langsamer wurde und (bis auf ne leichte Unwucht) ein Fahren möglich war (gefühlt aber 50PS).

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Beschreibe bitte das Kerzenbild aller 3 ZK.

 

Wird nachgereicht!

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Messe bitte den Wiederstand der ZK Kabel ( 5 KOhm ).

 

Kabel von Zündspuhle bis einschließlich Stecker?

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Wie alt sind die Kerzen und von welchem Typ, Iridium ??

 

Möchte fast sagen, dass mein Vorbesitzer behauptet hat, dass die neu waren.

Typ bzw. Iridium wird nachgereicht!

 

BTW: Muss ich den Tank auch abbauen/hochheben, um an die Kerzen ranzukommen?  :huh:

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Passierte das ganze nach einer Neubetankung ? ( vielleicht Billigtankstelle ? )

 

Nein. Hatte schon 180km rausgefahren.

Vielleicht noch diese Info: Vor den 180 Kilometern hatte ich den alten Tank ziemlich leer gefahren: 52km auf Reserve.

 

Seit ich sie habe, Anfang September, bin ich aber immer sehr regelmäßig damit gefahren - inzwischen 1500km und sie Stand nie länger als höchstens 4..5 Tage. Und in die Reserve bin ich immer 5 - 20 km reingefahren.

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Nach dem Abstellen, Tag davor, stand Tigerchen im Regen ?

 

Nein. Steht immer trocken. Fahrt war quasi auch im Trockenen.

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Wenn sie bei 80 keine Leistung hat und Du gibst etwas mehr Gas - was passiert dann ?  Hustet sie, Fehlzündung, einfach ein Loch, Hustet sich hoch,  oder

 

Also Husten tut sie überhaupt nicht, auch keine Fehlzündungen. Es ist eher so, wie ich es mir vorstelle, wenn ich einen ZK-Stecker einfach abziehe. Sie poltert unrund los, schraubt sich hoch - aber da gibt's keine Löcher oder Husten. Geht alles gleichmäßig polterig. Und es war egal, ob bei 30, 50 80 oder 120.

 

vor 27 Minuten schrieb Maley:

Wenn Du ganz langsam immer mehr Gas gibst, kommt sie dann mit und Beschleunigt bis zu einem nächsten Husten anfall ??

 

...so ein Verhalten kenne ich auch: wenn ne Vergasermaschine lange steht und sich was zugesetzt hat. - So war es aber nicht!

 

Ob langsam oder schnell aufgezogen: sie hat immer gleichmäßig weniger Leistung und poltert.

...die Ärmste.

 

Nachreichung:

Den Choke hatte ich dann auf der Schnellstraße bald wieder geschlossen, als ich bemerkte, dass es nicht daran lag.

 

Gruß, Stefan.

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# Ja. Kabel von Zündspule bis einschließlich Stecker. Der Widerstand steckt im Stecker.

Bin noch auf die Zündkerzen gespannt.

Ach so! Wenn sie dieses Leistungsloch hat und Du fährst weiter, gibt es leichten weißen Ölqualm aus dem Auspuff ? Erkennbar daran, das er länger in der Luft "stehenbleibt". Wasserdampf ist sofort weg.

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vor 2 Stunden schrieb Maley:

Bin noch auf die Zündkerzen gespannt.

 

Ich auch. Hoffe, ich komme am Sonntag zum Ausbauen!

 

vor 2 Stunden schrieb Maley:

Ach so! Wenn sie dieses Leistungsloch hat und Du fährst weiter, gibt es leichten weißen Ölqualm aus dem Auspuff ? Erkennbar daran, das er länger in der Luft "stehenbleibt". Wasserdampf ist sofort weg.

 

Nochmal zum Verständnis: es ist kein "Leistungsloch". Der Motor "poltert" bei jeder Drehzahl und ist überall gleich zäh.

Gestern Abend war es stockschwarze Nacht.

Ich werde das ausprobieren - aber erst nach der Kontrolle der ZK.

 

Dankenden Gruß, Stefan.

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Mit Leistungsloch meinte ich Deine Aussage:

Sie ließ sich holpernd hochziehen und war bei ca. 120 beim Cruisen dann wieder unauffällig. Allerdings genauso undynamisch und beim Gasgeben merkte man wieder, dass sie unrund lief.

 

Hast Du was am Drehzahlmesser beobachtet. Ausfälle, kurze ausschläge richtung 8000 Tsd.Upm o.ä.

 

Wenn ich Deine Kommentare aus dem Thema Prasselgeräusche beim Motor

hinzuziehe, mache ich mir ein Bild von Deinem Motor.

 

Wenn die Kerzen schön Rehbraun sein sollten,  Die ZK Kabel und Stecker OK ( 5 KOhm ), werde ich wahrscheinlich zu den Zündspulen ( besonders GILL ) und Pickup tendieren. Die könnten u.U. einen Durchschuss haben.

Adresrum weiß ich das die Iridium Zündkerzen nicht langsam wie die "normalen" sondern Plötzlich ausfallen können. Einmal verrußt, nass oder mit Kalk und Ruß Ablagerungen verschmutzt, ist es aus. Das kann nach ca. 13-15 Tsd. Km passieren.

 

Zum Testen ist es gut Ersatz zu haben. Kerzen, eine Zündspule, ein Pickup.

 

In so nem Fall, baue ich denTank ein, aber ohne schrauben. Die Verkleidung wird mit breitem Klebeband an den Tank geklebt und ab auf eine wenig befahrene Strasse zum Testen. So kann ich u.U. auch im Feld den Tank schnell abbauen, Teile Tauschen und weiter Testen.

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Am 17.11.2017 at 15:55 schrieb Maley:

Hast Du was am Drehzahlmesser beobachtet. Ausfälle, kurze ausschläge richtung 8000 Tsd.Upm o.ä.

...nein

 

Im Handbuch lese ich davon, dass die Batterie beim Zündkerzencheck/Tankausbau immer abgeklemmt oder gar ausgebaut werden soll. Macht das jemand? Und was soll das bringen?

 

Verstehe ich das recht, dass die Seitenverkleidungen dran bleiben können (nur vom Tank abschrauben) und dann die ZK zugänglich sind, wenn der Tank runter ist?

 

ZK sollen die NGK DPR 8EA-9 sein, richtig?

 

(Wie ihr seht, bin ich am letzten WE nicht dazu gekommen - war auch sch.... kalt in der Garage. Diesen Donnerstag soll's warm werden...)

 

Gruß, Stefan.

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ist das so richtig:

 

länger "Konstantfahrt" bei gleicher Drehzahl nahezu problemfrei.. Spontaner Wechsel zu anderer Drehzahl - wenn auch noch Leistung gefragt..- zäh holprig??

 

 

könnten die Membranen der Vergaser sein.. Hart, löchrig... oder eben einer davon Müll...

 

Schwimmerkammern abnehmen und nach Müll suchen wäre meine erste Tat... Schmutz eine übliche hinterhältige Sache.. viel KM auf Reserve könnte mit darauf hindeuten.....

 

und ganz wichtig - nach jeder Veränderung prüfen - dann die nächste Veränderung.... .....

 

sonst nicht nachvollziehbar WAS wirklich das Problem war..

 

 

 

 

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Am 21.11.2017 at 12:20 schrieb manne:

ist das so richtig:

 

länger "Konstantfahrt" bei gleicher Drehzahl nahezu problemfrei.. Spontaner Wechsel zu anderer Drehzahl - wenn auch noch Leistung gefragt..- zäh holprig??

 

Nein. So ergibt sich leider ein falsches Bild.

Es fühlt sich die ganze Zeit (das ganze DZ-Band) so an, als wäre konstant weniger Leistung da. Also echt gefühlt nur auf 2 Pötten! Auch das "Rumpeln" stützt diesen Verdacht.

Mit der "Konstantfahrt" meinte ich nur, dass die verbleibenden (40-50?) PS ausreichen, um die Fuhre in Fahrt zu halten. Nur rappelt es dann bei der DZ bei 90 oder 120 km/h nicht mehr ganz so wie beim Anfahren.

 

Es fühlt sich eindeutig nicht so an, als würde man den Gashahn ins Leere ziehen (und den Motor womöglich dabei absterben lassen). So kenn ich's bei zugesetzten Vergasern oder nach langen Standzeiten. Nein, er nimmt bei jeder DZ das Signal vom Gasgriff wahr. Stellt es Euch so vor, als würde man einen Kerzenstecker einfach abziehen...  :wacko:

 

Am 21.11.2017 at 12:20 schrieb manne:

 

könnten die Membranen der Vergaser sein.. Hart, löchrig... oder eben einer davon Müll...

 

Schwimmerkammern abnehmen und nach Müll suchen wäre meine erste Tat... Schmutz eine übliche hinterhältige Sache.. viel KM auf Reserve könnte mit darauf hindeuten.....

 

Ja. In diese Richtung werde ich gucken. - Da das Motörchen gegen Ende meiner letzten Fahrt aber stellenweise plötzlich "zuckte" und ein paar Meter normal fuhr, kann es nichts Irreversibles sein (wie eine defekte Membran). Eher schon Schmutz: mal Popel, mal nicht. Oder was Elektrisches.

 

Ich hatte befürchten, dass jemand auf meine Reserve-km anspringt. Leider bin ich da Wiederholungstäter... ;):wistle:

Diesmal waren es 50km. Aber ej: wir reden hier von 5 Litern! Selbst bei meinem Verbrauch von ca. 6,6l/100km müsste da noch eine Pfütze von 2l drin gewesen sein.

Sicher gibt es in jedem Einzel- Vergaser irgendwo ein kleines Sieb - da kann ich ja dann mal gucken.

 

Ich bin gespannt und hoffe, dass ich auf meinem Weg zu den ZK nicht auf eine Schraubverbindung treffe, für die englische Ingenieure anderes Werkzeug vorgesehen haben! :o

 

Am 21.11.2017 at 12:20 schrieb manne:

und ganz wichtig - nach jeder Veränderung prüfen - dann die nächste Veränderung.... .....

sonst nicht nachvollziehbar WAS wirklich das Problem war..

 

Jau - klar.

 

Danke und ich werde berichten!

Stefan.

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wenn sie jetzt nur auf 2 Töpfen laüft ist es schon deutlich einfacher... DER Krümmer des betroffenen Zylinder sollte dann deutlich kühler bzw fast kalt bleiben....

 

Reserve.... zieht nahezu sicher den über länger Zeit aufwendig gesammelten Schlamm in die Vergaser..... speziell nach Standpause wenn der Sprit nicht durch Fahrbewegungen aufgerührt wurde..

 

ICH würd zuerst in dem Vergaser mal die Kammer innen ansehen und die Düsen..

 

Viel Erfolg

 

Manne

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So liebe Gemeinde,

 

... there we have the salad:

 

Gestern, bevor ich die Seitenteile u.s.w. abbauen wollte, dachte ich, startest 'se nochmal, um zu horchen, ob noch alles so ist, wie es war.

Ja es rumpelte und Gasgeben war zäh. Ok - ausgestellt, wieder vorgeschoben in die "Vorderradfalle".

Und was sehen meine trüben Augen da? Einen Ölfleck. Shit. Aber immerhin.

Druntergelegt und geleuchtet: Öl am Filterdeckel und an den Abgasrohren. ...hmm.

Nach genauerer Betrachtung muss das Öl an den Anschlussstellen der Abgasrohre rausgekommen sein. Immer in die Richtung in die der äüßere Überwurf der Rohre zeigte. Das ging am Interferenzrohr los und beim rechten Auspuff bis hin zur letzten Verbindungsstelle. Vermutlich war deshalb so viel Öl an der Motorunterseite, gerade an der Filterabdeckung. Muss zuletzt förmlich gesprüht haben.

Am linken Auspuff komischer Weise nichts. - Dafür hatte ich an der linken Seite auch Öl unten am Luffi-Kasten - also auch dort: Öl drin. :huh:

Übrigens ergab eine Ölstandsmessung, dass eher noch ein bisschen zu viel drin ist. - Wie ich gerade gelesen habe, muss man bei eingeschraubtem Deckel messen. (Öl hatte mein Vorbesitzer neu eingefüllt.)

 

So - schöner Schlamassel.

 

Was sagt denn das Diagnoseprogramm? Außer alles Kacka?

Wie kommt Öl in den Abgastrakt? Würde sagen durch den Brennraum.

Wie kommt es durch den Vergaser auch noch in den Luffi? Ebenso Brennraum.

Und wie kommt es da rein? Würde sagen: defekte Kopfdichtung? (Hoffentlich nicht Fußdichtung!)

Weitere Ideen????

 

Ich hab dann trotzdem gestern angefangen, die Seitenteile abzubauen, werde heute den Tank runterheben und trotzdem mit den ZK beginnen, um wenigstens dort (überall?) Öl zu finden.

Scheint der Beginn einer tieferen Beziehung zu werden...

 

Ergänzung:

Da sieht man mal, wie Luft-Öl-gekühlt-verseucht ich bin! Habe gerade die Form der Kopfdichtung im www gefunden. Da gibt's ja noch nicht mal Verbindung zum Wassermantel (oder hab ich da was übersehen?). Und die einzige Chance zum Durchbruch von Öl zu einem Pott hat der rechte Zylinder - vom Steuerkettenschacht her. - Ist das richtig?

So gesehen würde es mich nicht wundern, wenn nur der 3. Brennraum verölt ist.

 

Danke für weitere Beileidsbekundungen, Tröstungsversuche und Ideen!

Gruß, Stefan.

Bearbeitet: von Stefan62

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Moin Stefan,

 

Motorenöl im Lufikasten deutet auf eine funktionierende Motorentlüftung und eine Überfüllung der Motorölmenge hin. Der Motor drückt die Überschußmenge in den Lufikasten, von wo aus durch die Brennräume gehen soll. Wenn das Öl an der Auspuffanlage wirklich Öl ist, sind die Brennräume voll gelaufen, was ich nicht vermute. Die dunkle Brühe könnte eher Sprit mit Ruß aus dem Brennraum sein, der durch die Anschlüsse sickert. Das würde wieder die Vermutung stärken, daß Zylinder 1 oder 2 am linken Auspuff nicht immer korrekt Zünden und den unverbrannten Sprit in den Auspuff drücken (blödes Leistungsverhalten).

 

Dein Ansatz mit den Zündkerzen und den Zündspulen zu beginnen, halte ich für den richtigen Ansatz.

 

Schöne Grüße

Jens

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Jens, ich meine, es war definitiv Öl. War pechschwarz, roch wie Öl, fasste sich auch so an.

 

Das mit dem zu viel Öl halte ich auch für durchaus realistisch (und würde keinen Hardwaredefekt bedeuten - was mir die Lieblingsdiagnose wäre). - Aber warum erst nach 1500km Fahrt??

 

Gut, sie hatte vom ersten km an immer ein paar schwarze Flecken hinten am ESD-Ausgang. Ob Ruß oder Öl ...? Ich hätte Öl gesagt.

Kann es denn sein, dass sich das Problem verschlimmert und irgendwann mit einem Schlag die Suppe im Zylinder gar nicht mehr zündet? Und dann nur noch Öl oder rußigen Sprit rausddrückt??

 

Ich sag mal so: es können ja keine Unmengen sein. Der Brennraum kann nicht geflutet sein. Zw. min. und max. am Ölmessstab sollen es ca. 0,5l sein. Da hat sich in den letzten Wochen nichts geändert (an der Mehr-Menge). Wenn, dann reden wir von wenigen ml in ein paar Wochen.

 

Bin gespannt, wie die Zündkerzen heute aussehen!

Und der Vergaser. Den muss ich ja nu definitiv saubermachen...

 

*schnüff*

Stefan.

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Hallo,

 

typische Erscheinung bei Ausfall eines Zylinders. Der Zylinder fängt dann an Öl in den Auspuff zu Pumpen (hat was mit Gaskräften und Kolbenringen zu tun, kann man in entsprechender Literatur nachlesen).

Kontrolliere deine Zündkabel, Stecker, Kerzenstecker, Zündspulen und Zündkerzen (mal untereinander tauschen).

 

Gruß

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Gerate nicht in Panik. Wenn sie wirklich Öl verbrennen würde, hättest Du das schon früher am Qualm gesehen.

Gern läßt Tigerchen im stehen aus dem Simering an der Schaltwelle der Gangschaltung was raus tropfen oder halt Ölfilter Deckel o. Ölablaßschraube wenn Kupferdichtung beschädigt.

Schau erstmal ganz genau hin.  Vor allem das Kerzenbild sagt Dir mehr. Nur nicht jetzt wo sie kurz an war. Da wird sowieso alles schwarz sein.

 

PS. Kerzen. WAr schon oft Thema. Besser die ....8

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MoinZ !

 

- an Ventilschaftdichtungen läuft kein Öl runter. Das wird durchgesaugt oder durchgedrückt.

- Koben pumpen kein Öl in den Auspuff

- Wasser und Öl können bei Undichtigkeit in die jeweils ungewünschte Richtung zwischen Laufbuchse und Gehäuse gelangen

- ein Brennraum kann sehr wohl mit Sprit, Wasser oder Öl geflutet werden

- die Kopfdichtung liegt zum Großteil im Wassermantel

- wenn da nicht bald eine ordentliche Revison des Mopeds erfolgt, wird das auch in der kommenden Saison nix

- mach das endlich fertig

 

 

Gruss, Jochen !

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vor 21 Minuten schrieb Daytona:

- an Ventilschaftdichtungen läuft kein Öl runter. Das wird durchgesaugt oder durchgedrückt.

 

 

genau... wenn die intakt sind sind sie dicht....

 

und wenn nicht kommt eben Öl durch... und du hast recht das wird dann durchgesaugt oder durchgedrückt

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Hiho Leute,

gestern hat sie die ersten Geheimnisse preisgegeben.

 

Aaaaaaalso:

 

Meine Zündkerzen mal in der Übersicht:

20171123_183626.thumb.jpg.3b6d1b1c3cd0b756265fa24b6ee32908.jpg

.... ich weiß nicht, warum die Bilder auf dem Kopf stehen :huh: ... in jedem anderen Programm sind sie 180° gedreht.

Jedenfalls ist das nun vom Vorderrad aus betrachtet: links ist die Kerze Nr. 3 (die an der Steuerkette).

 

 

Bei den Kerzen 1+2 waren die Kerzenschächte unauffällig. Bei Nr. 3 merkte ich schon am Kerzenstecker, dass da n bisschen Öl dran war:

20171123_180839.thumb.jpg.e9c613a2d848c9dbc48970949bc34d95.jpg

...ca. 2 cm rechts von meinem Finger.

 

Das deckte sich mit der Höhe der Ventildeckeldichtung, und das sah so aus:

20171123_181627.thumb.jpg.d8bbb1bc8ed4352fac9c1a79566aa617.jpg

...irgendwas hängt doch da schon rum.

 

Und anders ausgeleuchtet:

20171123_181632.thumb.jpg.b3a9fc6694285e265245d5af33aacfff.jpg

 

Und hier sieht man unten das Öl am ZK-Loch:

20171123_181651.thumb.jpg.87a510ab8cee13bdfca80fecfe7f1cd6.jpg

...wobei unklar ist - und das ist die Frage - ob Öl von oben runtergelaufen ist und durch das Herausziehen der Kerze  das Öl reingelaufen ist oder ob der Brennraum voll war.

 

Fakt ist: Als ich die 3. Kerze rausnahm, hatte ich übers gesamte Gewinde einen einzigen dicken Ölfilm.

Etwas verschwommen aber deutlich zu sehen: öltriefend, als würde man es aus der Ölwanne fischen.

Bemerkenswert: selbst der Sockel überm Gewinde ist voller Öl.

20171123_181430.thumb.jpg.b63da7816e945ea059f1de2994686eda.jpg

 

Als Ergänzung der Fakten noch die Fotos vom Luffi.

Hier von außen:

20171123_184445.thumb.jpg.ca99076a85d9bb61200a9b409b9db1bf.jpg

...lässt stehendes Öl vermuten.

 

Aber von innen ...

20171123_191340.thumb.jpg.b104b0c5bf01ea6fa50146d5e752f303.jpg

...ist es eigentlich nur benetzt.

 

Bliebe noch die Interpretation der beiden anderen Kerzenfarben. Sahen eher rußig aus - unvollständige Verbrennung. Aber nicht wirklich ölig.

Jedenfalls hatten die beiden Kollegen sicher noch gezündet.

 

ok  -  Jetzt die ersten Hypothesen.

Nicht leicht. Ich sehe da noch Widersprüche.

 

Version 1:

Da der Ölstand per Messstab definitiv zu hoch ist, hat er ständig Öl in den Luffi gesprüht. Irgendwann ist das Zeug dann durch den Vergaser gekommen und hat die "Verbrennungsluft" verölt. Irgendwann zündete dann ein Zylinder nicht mehr. Der pumpte dann Öl über die Kolbenringe in den Brennraum.

Unklar:

Warum verölt der rechte Zylinder, wenn das Öl im Luffi links steht (vermutlich nach links gelaufen, weil das Moped immer auf dem Seitenständer steht).

Warum ist an der rechten ZK der Ölfilm auch überm(!) Gewinde? - Nebenschauplatz?

 

Version 2:

Die Ventildeckeldichtung ist defekt. Davon zeugt das Öl am ZK-Steckerschaft und über dem ZK-Gewinde der 3. Kerze.

Unklar:

Wie kommt das Öl bei festgeschraubter Kerze in den Brennraum? (Und die Kerze war fest!) - Nebenschauplatz?

Zu viel Öl im Motor - Nebenschauplatz?

 

Version 3:

Die Kopfdichtung ist defekt. Das Öl fließt vom Steuerkettenschacht munter in den Brennraum von Zylinder 3.

Unklar:

Warum ist an der rechten ZK der Ölfilm auch überm(!) Gewinde? - Nebenschauplatz?

Zu viel Öl im Motor - Nebenschauplatz?

 

Scheiß-viele Fragen... :wacko:

Die Kerzen waren übrigens keine Iridium und die normalen DPR8EA-9.

Am Vergaser war ich noch nicht dran.

Auch die Funktion der Zündspule hab ich noch nicht getestet.

 

So ... was sagt Ihr?

 

Dankenden Gruß, Stefan.

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Moin Stefan,

 

also haben wir schon 2 Fehler:

- Im Motor ist zuviel Öl (Ölnebel im Lufikasten)

- Zylinderdeckeldichtung ist Bereich Kerzenloch 3. Zylinder undicht. Daher stand die Brühe auch oberhalb des Gewindes. Von dort kommt das Öl aber bei festgezogener Kerze nicht in den Brennraum, außer der Zylinderkopf hat dort einen Riss.

 

Also weiter mit der Klärung, warum der Tiger nicht gleichmäßig auf allen 3 Töpfen zündet.

 

Schöne Grüße

Jens

 

 

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Mal kurz ein kleines Randthema:

 

Gestern durfte ich ja das erste Mal an englischer Technik schrauben und bekam gleich mehrfach Gelegenheit zum Fluchen. Stichwort Wartungsfreundlichkeit.

Ich mag die Katze wirklich total gerne fahren aber der Umstieg vom Japanerschrauben ist hart.

 

Ich gebe zu, dass ich immer parallel zum Schrauben das WHB durchgehe, um alles zu verstehen und zu finden.

Aber nachdem ich gestern schon kopfschüttelnd den Weg der Ansaugluft verfolgt habe, lese ich eben im WHB:

 

5a18334dbed78_T400Luffikasten.thumb.jpg.716144ca3ed31085ef6b0c2ae72c2814.jpg

 

...ist das zu fassen?

Man kann den Luftfilter gar nicht austauschen? Oder wenn, nur durch Ausbau des Vergasers (immerhin nicht des Motors!) den ganzen Kasten auseinanderschrauben und sich neuen Filz draufkleben, oder wie?

 

Bei meinem, der wahrscheinlich voller Motoröl ist, werd ich das ja irgendwie tauschen müssen?

 

Nun ahne ich auch, warum hier Leute auf K&N umsteigen. - Ist denn da was an der Vergasereinstellung zu ändern?

(Sorry - nur ein Randthema. Zurück zur kranken Katze!)

 

St.

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Ja, das war schon immer so. Der Kunststoff des LuFi ist auch nicht besonders und kann sich verziehen.

Du bekommst aber einen Ersatzeinsatz von K&N. Schau bei Händlern nach oder in der Bucht. Kosten was um die 50 Euro.

Dann freue Dich auf den Umtausch und das entfernen den Schrauben. Besonders 2 sind so gemacht das man sie nicht abschrauben sollte.

Da ist etwas Schrauber Geschick gefragt. ( :D so wird man zum Meisterschrauber )

 

Ach so. Dann wieder sauber und Dicht zusammenbauen. Besonders auf die Stellung der Gummiteile achten !

Bearbeitet: von Maley

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ÖL am Gewinde und der Kerze....

 

was mach Öl welches durch eine defekte Deckeldichtung im Kerzenschacht austritt?

 

genau es läuft zum tiefsten Punkt.

Und wenn jetzt der Monteur diese Kerze rausschraubt? Dann bleibt das Öl am tiefsten Punkt und benetzt beim rausschrauben das gesamte Gewinde... wenn die Kerze dann raus ist kann es - endlich - in den tieferliegende Brennraum...

 

Wenn es eine Monteuse ist verhält sich das Öl genauso...

 

Das Öl muss also nicht vorher schon dringewesen sein. Dichtung bzw Kopf müssen also nicht defekt sein...

 

Punkt 2 der Luftfilter... Öl kommt wenn der Motor läuft über die Motorentlüftung.

Wenn der Motor läuft strömt Luft durch die Schnorchel zum Vergaser und in den Motor...

 

weshalb sollte sich das Öl diesem Fluss entgegen in den Ansaugschlund bewegen??

 

 

Manne

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Zum Luffi: das Kapitel kommt dann später, aber tauschen werde ich da was.

...wo die Schrauben sitzen, habe ich schon gesehen ... :blink:

 

Manne, ich folge Dir dabei, dass das Öl vermutlich gar nicht in der Brennkammer Nr. 3 war.

 

vor 18 Minuten schrieb manne:

Punkt 2 der Luftfilter... Öl kommt wenn der Motor läuft über die Motorentlüftung.

Wenn der Motor läuft strömt Luft durch die Schnorchel zum Vergaser und in den Motor...

...soweit klar

 

vor 18 Minuten schrieb manne:

weshalb sollte sich das Öl diesem Fluss entgegen in den Ansaugschlund bewegen??

sagt doch keiner  :huh:

 

Es wird über die Getriebeentlüftung da reingenebelt/gespritzt.

 

Ich hatte lediglich die Erwatung (ohne andere Fehler zu kennen), dass das Öl im Luffi durch den dahinterliegenden Vergaser in den Brennraum gezogen wird, dort die ZK zusetzt und diese dann nicht mehr zündet. Und weil das Öl im Luffi links war, und die ölige Kerze rechts, passte das nicht.

That's all.

 

Momentan tendiere ich dazu, dass der Vergaser nicht in Mitleidenschaft gezogen ist.

Ich werde versuchen, die Kerzenstecker zu messen. (Weiß noch nicht, wie ich die Kabel an der Zündspule reversibel frei kriege. Mal sehen.)

 

Kann man denn die Zündspulen elektrisch untereinander tauschen? Bzw. kann ich an denen auch die Funktion messen?

 

Danke für diesen und weitere Tipps!

Gruß, Stefan.

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Hi Tigerbeschwörer,

 

Don't Panik!

 

Also gut, irgend ein ungeschickter Mensch hat die Ventildeckeldichtung schepp eingebaut. Kommt vor, ist blöd und sabbert Öl in alle Richtungen. Sabbert Öl über den Ventildeckel Richtung Auspuffseite, sabbert Öl über den Ventildeckel Richtung Ansaugseite, sabbert Öl sonst wohin. Unterm Tank herrschen seltsame Strömungsverhältnisse, da wird das Öl in alle Richtungen verteilt.

Das in deinem Luftfilter Öl zu finden ist, kann daran liegen, dass der Vorbesitzer zu viel Öl im Motor hatte. Es kann auch daran liegen, dass der Motor neben der regulären Motorentlüftung nun eben auch noch die defekte Ventildeckeldichtung zum Atmen genutzt hat. Auch da herrschen ganz plötzlich andere Strömungsverhältnisse im Motor.

Den Luftfilterkasten kann ein geschickter Schrauber derart öffnen, dass der Luftfilterkasten hiernach auch wieder dicht verschlossen zugeschraubt werden kann. Der Schaumstoffeinsatz, der eigentliche Luftfilter, der kann gewaschen werden (Ich hab immer Shampoo gegen fettiges Haar verwendet). Und, Achtung, jetzt kommt's: Danach muss der Luftfilter wieder geölt werden......

Und dann noch ein Gedanke: So das Motoröl, das nimmt doch den ganzen Dreck und Ruß mit. Der Ruß besteht doch aus Resten einer Verbrennung von Kohlenwasserstoffen, also hauptsächlich aus Kohlenstoff. Kohlenstoff ist doch elektrisch leitfähig?

Wenn jetzt also elektrisch leitfähiger Kohlenstoff in Öl eingelagert ist und das Öl mit dem Kohlenstoff in einen Zündkerzenstecker kriecht, was machen denn dann die Elektronen, die eigentlich im Verbrennungsraum einen zündenden Funken machen sollen?

 

Also jetzt mal keine Panik.

Zündkerzen (mehrzahl!) austauschen,

Zündkerzenstecker sauber und ölfrei! machen.

Tigerchen zusammenstecken und starten. Alle drei Zylinder wieder am Arbeiten? Alles gut!

Danach auf Jochen hören und die Mühle mal Richtig unter die Lupe nehmen, große Wartung und Inspektion machen und alles sauber einstellen. So Vergaser Synchro, CO, Schwimmerstand u.s.w.......

 

Viele Grüße

 

   Andreas

  • Danke 1

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vor 20 Stunden schrieb kerides:

Hi Tigerbeschwörer,

Don't Panik!

Nein, panisch bin ich nicht.  :innocent:

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Also gut, irgend ein ungeschickter Mensch hat die Ventildeckeldichtung schepp eingebaut. Kommt vor, ist blöd

Ich tippe fast darauf, dass jemand den vollständig in das ZK-Loch eintauchenden ZK-Steckschlüssel versucht hat, mit einem Maulschlüssel zu bewegen. An dessen Enden ist dann nämlich genau dieser Dichtring.

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

und sabbert Öl in alle Richtungen.

Genau gesagt hat es tatsächlich nur unterhalb des perfekt abdichtenden Kerzensteckers gesabbert.

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Sabbert Öl über den Ventildeckel Richtung Auspuffseite, sabbert Öl über den Ventildeckel Richtung Ansaugseite, sabbert Öl sonst wohin. Unterm Tank herrschen seltsame Strömungsverhältnisse, da wird das Öl in alle Richtungen verteilt.

 

Kerides, bitte nicht reinsteigern. ;) Ich weiß, was Du meinst.

Aber der Motorblock ist insbesondere oben an Ventildeckel, am Zylinderkopf, nach hinten Richtung Vergaser und auch nach vorne Richtung Krümmer sehr schön mit trockenem, stumpfem Staub und leichtem Straßendreck bedeckt. Jegliches Öl würde ich darauf erkennen.

Der Kerzenstecker ist ja so geformt, dass er richtig gut nach oben hin abdeckt. Und soooo sehr lief es da nun auch nicht raus. Es war, wie oben gezeigt, dort auf der Höhe der Dichtung nur wenig Öl am Stecker. Darüber nichts.

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Das in deinem Luftfilter Öl zu finden ist, kann daran liegen, dass der Vorbesitzer zu viel Öl im Motor hatte. Es kann auch daran liegen, dass der Motor neben der regulären Motorentlüftung nun eben auch noch die defekte Ventildeckeldichtung zum Atmen genutzt hat. Auch da herrschen ganz plötzlich andere Strömungsverhältnisse im Motor.

Ich werde auf jeden Fall das Zuviel an Öl aus dem Motor heraussaugen.

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Den Luftfilterkasten kann ein geschickter Schrauber derart öffnen, dass der Luftfilterkasten hiernach auch wieder dicht verschlossen zugeschraubt werden kann.

Da mach ich mir keine Gedanken - außer der Fleißarbeit. Das krieg ich schon hin. Ist nur halt funny. :blink:

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Der Schaumstoffeinsatz, der eigentliche Luftfilter, der kann gewaschen werden (Ich hab immer Shampoo gegen fettiges Haar verwendet). Und, Achtung, jetzt kommt's: Danach muss der Luftfilter wieder geölt werden......

Ja, das hatte mein Vorbesitzer wohl auch gemacht. ... jetzt ist er ja gut geölt. Ich nehme an, das gilt nicht??  :wistle:

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Und dann noch ein Gedanke: So das Motoröl, das nimmt doch den ganzen Dreck und Ruß mit. Der Ruß besteht doch aus Resten einer Verbrennung von Kohlenwasserstoffen, also hauptsächlich aus Kohlenstoff. Kohlenstoff ist doch elektrisch leitfähig?

Wenn jetzt also elektrisch leitfähiger Kohlenstoff in Öl eingelagert ist und das Öl mit dem Kohlenstoff in einen Zündkerzenstecker kriecht, was machen denn dann die Elektronen, die eigentlich im Verbrennungsraum einen zündenden Funken machen sollen?

Ich habe da auch schon dran gedacht. Es aber wieder verworfen.

Zum einen war der besagte Kerzenstecker nur am ganz unteren Rand etwas ölig, weiter oben war es trocken. Hab hineingeleuchtet. Am Kontakt und in seiner Nähe alles ölfrei. Zum anderen müsste für eine Fehlfunktion das Öl schon den Kontakt zwischen Kerzenpol und Masse herstellen können. Das schließe ich aber aus.

Dennoch: Klar werde ich da alles entfetten, um es auszuschließen!

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Also jetzt mal keine Panik.

Zündkerzen (mehrzahl!) austauschen,

Zündkerzenstecker sauber und ölfrei! machen.

Tigerchen zusammenstecken und starten. Alle drei Zylinder wieder am Arbeiten? Alles gut!

Im Prinzip: ja.

Vermutlich würde ich damit um den Test der Elektrik herumkommen.

Allerdings habe ich dann noch keinen Auslöser.

...aber du hast Recht: So würde ich wenigstens ausschließen können, ob das Öl vielleicht durch die Kopfdichtung kommt.

 

Ich werde erstmal Kerzenstecker messen, sauber machen, Öl absaugen.

Und wahrscheinlich auch den Vergaser inspizieren.

 

vor 20 Stunden schrieb kerides:

Danach auf Jochen hören und die Mühle mal Richtig unter die Lupe nehmen, große Wartung und Inspektion machen und alles sauber einstellen. So Vergaser Synchro, CO, Schwimmerstand u.s.w.......

Da ich sowieso die Ventildeckeldichtung tauschen muss, werde ich gleich die Ventile kontrollieren. Klar. Dann ist das auch weg.

Wie gesagt: Vergaser gucke ich. Ich weiß, dass der keinen Wartungsstau hat, da er vom Vorbesitzer nach 2 Jahren Standzeit gereinigt wurde - und dann nochmal, weil sich bis zu meiner Probefahrt nochmal was angesammelt hatte. - Den guck ich mir aber nochmal an.

 

Werde berichten...

 

Gruß, Stefan.

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Verdammt. Im WHB steht doch tatsächlich nix zum Ventilspieleinstellen :angry:  ...kann ich kaum glauben.

 

Nu hab ich zwar schon die Deckeldichtung und das Niederhalterwerkzeug bestellt aber habe keine Anleitung von wegen Kurbelwelle drehen, welche Richtung, welche Reihenfolge ...

 

Habe hier mit der SuFu geguckt aber meist wird nur über Werkstattpreise für Ventileinstellung geredet.

 

Wo muss ich die Kurbelwelle drehen? Muss der Kurbelwellendeckel ab? Brauch ich also auch dessen Dichtung neu?

Wäre sehr nett, was zur Einstellung zu lesen oder einen Link zu bekommen.

Wer hat's denn schon mal mit einer T400 gemacht? :wub:

 

Danke!

Gruß, Stefan.

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Wieso sollte das nicht im WHB stehen?

Ich hab hier gerade so einen englischen Patienten, bei dem die Ölwannendichtung gemacht werden muss, also habe ich auch das WHB offen: Ventileinstellem Seite 2-12 bis 2-15. Von Motordeckel rechts abnehmen steht da zwar nichts, macht in meinen Augen aber Sinn, wie willst du sonst die Kurbelwelle drehen? Die neue Dichtung vor dem Einbau leicht einfetten, dann geht sie beim nächsten Einbau leichter ab.

Drehrichtung im Uhrzeigersinn, wenn du vor dem rechten Kurbelwellenstumpf sitzt. Die Reihenfolge der Ventile ergibt sich mit dem Werkzeug, da das immer zwei Zylinder abdeckt. Vorsicht, du kannst bei aufgesetztem Werkzeug keine vollen Umdrehungen machen, die Nocken schlagen am Werkzeug an. Durch den Werkzeugwechsel und die Fummelei ist das ein ziemlicher Aufriss, das dauert seine Zeit. Am Ende war Ventileeinstellen an einer 1050er mit Nockenwellenausbau echt einfacher und schneller.

Ich hatte mal allgemein die Frage nach einer Shim-Tauschbörse gestellt. Da ist zwar nichts dabei herausgekommen, allerding wurde eine Excel-Tabelle zum errechnen der Shims erstellt. Die taugt auch für die 900er, ich häng sie hier mal an.

BtW: Immer mit einerMicrometerschraube nachmessen, sowohl die alten als auch die neuen Shims, ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Shims nur selten so dick sind, wie es draufsteht.

Shims sind im freien Handel deutlich günstiger als bei Triumph und es gibt auch Staffelungen 0,025 mm. Biketeile-Service.de bietet z.B. Shims um die 3,34 Euro / Stück an.

 

EDIT: Ich habe die Variante des Tools ausgetauscht und die neueste Version V2-1 angehängt. Bitte nur diese verwenden. Die alten Versionen können auf verschiedenen Versionen von Excel oder LibreOffice Probleme machen. SG Modtechnikfan END EDIT.

 

Ventileeinstellen V2-1.ods

Bearbeitet: von ModTechnikfan
Veraltete Version des Tools war angehängt

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Moin Stefan,

 

die Berechnungstabelle hatte ich mal gebastelt, die letzte Version hänge ich dir nochmals an. Die Tabelle lokal auf deinem PC speichern und die Meßwerte des Spiels in des verbauten Shims eintragen. Die notwendige Shimstärke wird dann berechnet. Die Gegenmessung des neuen Spiels nicht vergessen, um ggf. Meßfehler gleich zu entdecken. Hat man einmal die Werte dokumentiert, wird der Messaufwand bei der nächsten Aktion erkennbar kleiner. Es ist ein Gefummel mit Drehen und Messen, aber es geht. Um keinen Motordeckel abnehmen zu müssen, kann man auch den Motor mit eingelegtem Gang am Hinterrad drehen (Hauptständer vorausgesetzt).

Bei meiner alten 955er zur 100.000er Inspektion habe ich das Spiel an den oberen Rand eingestellt, sodaß die Ventile immer sicher schießen und zu erwartend echtes Einstellen nicht sofort (20 TKm) wieder erforderlich wird. Die Staffelung in 0,025mm ist dabei sehr hilfreich. Als Beispiel der Zettel meiner Aktion im Anhang.

 

Viel Erfolg

Jens

Ventileeinstellen V2-1.xlsx

20170222 Ventileeinstellen 102TKm JA.xlsx

  • Danke 1

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Irgendwie arbeiten die Tabellen nicht richtig.

Sind Schreib geschützt und Excel meldet Fehler, was von Anpassung und Hinzufügung von Werten.

Auch im Feld #NAME# verändert sich nichts.

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Hallo Darius,

 

wenn du mit der Version V2-1 arbeitest sind nur die gelben Felder beschriftbar. Ich habe diese Vorgehensweise gewählt, um die Formeln und die hinterlegten Tabellen zu schützen und KEINE Makros verwenden zu müssen, da diese immer ein Sicherheitsproblem darstellen bzw. als solche immer angemeckert werden. Der Fehler kann auftauchen, wenn du den Download direkt öffnest. Als erstes immer den Tigertyp mit einem großen "X" markieren und auf ein anderes gelbes Feld wechseln. Die typspezifischen Toleranzwerte müssen dann angezeigt werden. Bitte probiere den Download erst in einem Verzeichnis auf deiner Festplatte zu speichern und dannvon dort aus zu öffnen.

Ich habe es kurz mit LibreOffice 5.4.2.2 und dem aktuellen Excel aus Office 365 getestet und konnte bei der Vorgehensweise keinen Fehler feststellen. Wenn bei euch Probleme bei der Benutzung des Tool auftauchen, bitte eine Nachricht an mich mit Infos über die Tabellenkalkulation und die Vorgehensweise senden.

 

Bedienung des Tools:

 

- Download als Datei auf einem lokalen Laufwerk speichern

- Datei von dem lokalen Laufwerk in Excel oder Libreoffice oder kompatibler Tabellenkalkulation öffnen

- Gewünschten Tigertyp mit einem X markieren und ein anderes gelbes Feld auswählen. Die Toleranzwerte werden rechts oben angezeigt.

- Meßwerte eintragen (errechter Soll-Shim wird erst nach Eintrag "Ist-Spiel" und "verbauter Shim" (notwendige Eingangswerte) errechnet).....

 

 

Schöne Grüße

Jens

Bearbeitet: von Technikfan
Ergänzungen zum Tool

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Kleiner Nachtrag: Die von mir gesendete Tabelle stammt natürlich auch von Jens, leider hatte ich vergessen, woher ich sie hatte und auch keinen Hinweis mehr darauf gefunden, sonst hätte ich natürlich Jens als Urheber genannt.

Asche auf mein Haupt;) und vielen Dank an Jens für die Arbeit.:bang:

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Hallo Jens, danke dafür, eine schöne Hilfe zum rechnen.  Habe ich vorher direkt geladen. Jetzt gespeichert und geladen.

 

Zwischenablage01.thumb.jpg.14f6c71f2a80585f6b8674c18c194d7f.jpg

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Liebe Leute,

 

danke für Eure Hilfe und danke Bärtiger ;) ...hab wohl Tomaten auf den Augen gehabt und die Inspektionsseiten nur genau bis zum Ventildeckel-Abbauen gelesen, danach nur überflogen... :wistle: ..und mich dannn erst wieder intensiv beim Motor-Auseinanderbauen festgelesen.

 

Hinterrad mit Gang drehen ist auch eine Idee. Aber da ich gesehen hab, dass hinter dem Kurbelwellendeckel kein Öl steht, denke ich, erstmal ohne Kauf einer neuen Dichtung zurechtzukommen. Alle Übrigen hinweise (nicht volle Umdrehung machen mit eingebautem Werkzeug) ...schon klar.

 

Zur Shim-Berechnung: super Sache! Werde ich ausprobieren - man kann das dann ja nochmal mit den Tabellen im WHB vergleichen.

 

Gruß, Stefan.

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vor 3 Stunden schrieb Maley:

Hallo Jens, danke dafür, eine schöne Hilfe zum rechnen.  Habe ich vorher direkt geladen. Jetzt gespeichert und geladen.

 

Zwischenablage01.thumb.jpg.14f6c71f2a80585f6b8674c18c194d7f.jpg

Hallo Darius,

 

die Datei von meiner Aktion hatte ich nur zur Verdeutlichung angehängt. Nimm für deine Einstellzwecke bitte die leere Datei. Warum dein Excel meckert, kann ich nicht reproduzieren. Laß es einfach den Inhalt wiederherstellen, falls du es wirklich anschauen möchtest.

 

Schöne Grüße

Jens

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