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Tiger 1200 - Totalausfall Elektronik


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Im März 2018 habe ich mir eine Tiger 1200 gekauft. Nach 7000 Kilometern hat dann eines schönen Morgens die Elektronik gestreikt. Anstatt beim Einschalten der Zündung vom TFT Display begrüsst zu werden, bekam ich nur ein paar Blinksignale von der roten LED über dem Display. Da war nichts zu machen, die Elektronen waren definitiv unkooperativ - und ich im schwedischen Outback, 300 Kilometer vom nächsten Händler und ein paar Tausend Kilometer von daheim entfernt...
Der schwedische Händler hat dann eine Woche gebraucht um überhaupt erst einmal an die Fehlercodes der vier eingebauten Rechner zu kommen - der Händler und ich haben in der Woche gelernt das das Blinken der roten LED signalisiert das man nun exakt 45 Sekunden Zeit hat das Laptop an die OBD II Steckdose des Bikes anzuschliessen um dann die Fehlercodes auch ohne eingeschaltete Zündung auszulesen.
Resultat; die vier Rechner (ECU Motorsteuerung, Fahrwerksteuerung, ABS-Rechner und Wegfahrsperre) reden nicht mehr miteinander. Weiteres interessantes Resultat; kein Triumph Händler hat bei Problemen mit den Rechnern irgendwelche Anleitungen wie allfällige Störungen zu beseitigen sind. Die Fehlercodes müssen grundsätzlich ans Werk gemeldet werden, wo man dann die Analyse vornimmt und dem Händler mitteilt was er zur Problembeseitigung machen muss - für die Mechaniker ein ausgesprochen frustrierendes Erlebnis.
Nachdem die Schweden eine Woche vergeblich herum gedoktort hatten, habe ich die Maschine dann zurück in die Schweiz geschafft. Dort haben dann die Schweizer Mechaniker einen weiteren Monat herum gedoktort. Anfang Juli bekam ich dann die reparierte Maschine zurück. Anzahl der getauschten Bauteile: Null Komma Null. Man hatte lediglich die Firmware der vier Rechner neu aufgespielt.
Die reparierte Maschine hat exakt sieben Kilometer durchgehalten, dann ist sie mit dem gleichen Problem erneut liegen geblieben - diesmal zum Glück nicht halberlei am Polarkreis.
Nach Schweizer Recht hätte ich nun vom Kaufvertrag zurück treten können, doch da ich in der Fahrzeugbranche arbeite war mir klar das ich eine Ersatzmaschine von Triumph erst nach den branchenüblichen Verrenkungen bekommen hätte - da wäre ich wahrscheinlich erst zur Saison 2020 wieder mit dem Tiger unterwegs gewesen.
Der Händler war sehr kulant (ich habe bereits diverse Tiger bei ihm gekauft) und hat mir gegen eine Zuzahlung das "Montagsbike" zurück genommen und mir eine nagelneue Maschine gegeben. Die neue Maschine hält bisher ohne Elektronik-Ausfälle durch.
Ich muss fairerweise sagen das dies der erste Tiger-Totalausfall auf fast vierhunderttausend Kilometern gewesen ist.
Wer Langeweile hat kann die ganze Story hier mit Fotos (auf Englisch) nachlesen.
Ich habe Triumph um Stellungnahme gebeten und ihnen zwei Wochen Zeit zur Antwort gelassen, doch Hinckley hüllt sich in Schweigen (was wohl niemanden hier im Forum wirklich überrascht).


Meine Frage lautet; bin ich der einzige dem das passiert ist oder haben auch andere Tiger 1200 Fahrer Probleme mit der Elektronik?

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Handelte es sich um das 2018 modell? Hatte bis jetzt zweimal den Fall das ich wenn ich Zündung einschalten wollte nur ein komisches Geräusch geerntet habe. Habe dann beim einschalten den Schlüssel unten an Abdeckung, wo der Sender sein soll gehalten. Dann gings wieder. Auch vertragen sich der Schlüssel und mein Anker Powerbag nicht. Habe seitdem Schlüssel in der hose eingeschoben und nicht mehr im tankruck. 

 

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Moin,

von so einem Totalausfall habe ich bislang nicht gehört. Es gab mal einige Unpässlichkeiten des ABS-Steuergeräts, das weitere Komponenten zur Abschaltung zwang (Tempomat usw.), aber diese Fehler waren durch einen Reboot bzw. ausreichende Stromversorgung schnell wieder behoben.

Deine Katze scheint bislang die unrühmliche Ausnahme zu sein.... ("Hatten wir noch nie").

 

Schöne Grüße

Jens

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Horror Geschichte,

das hinterlässt ein mulmiges Gefühl.

So etwas kann immer passieren, hatte vor paar Wochen in Frankreich Keyless Problem mit einer anderen Marke/Honda.

Am Abend zuvor alles OK.

Am nächsten Morgen am WE. Hauptsicherung durch wie sich herausstellte. Die normalen Sicherungen waren ok. Die Batterie hinüber.

Auf Garantie ne neue Batterie nach 5000 km. Jetzt ist alles Ok.

Da kommen dann gewisse Gedanken ob man lieber doch die EX mit 50.000 km 

behalten solle nach störungsfreien letzten 3 Jahre. Wenn nichts ist.

 

Nehme an die 1200 er wurde verschrottet und kommt nicht mehr in den Umlauf😏 nicht dass sich wer anders noch mal freut.

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vor 2 Stunden schrieb silberlocke:

Nehme an die 1200 er wurde verschrottet und kommt nicht mehr in den Umlauf😏 nicht dass sich wer anders noch mal freut.

 

Ganz bestimmt nicht! Sie wird höchstens nach Hinckley geschickt, um dort den Fehler zu lokalisieren!

 

Gruß

Steffen

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Die wird in Hickley neben die andere gestellt, die bei Triumph 141 PS hatte und bei MOTORRAD nur noch 129 - verschwunden und fast vergessen, so geht Marketing :wacko:

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Ja, das ist leider der Super-Elektronik-GAU:sh:

 

Genau diese Befürchtungen habe ich auch "mitgekauft", als ich mich dazu durchgerungen habe, mich mehr oder weniger völlig der neuen Technik "auszuliefern" und meine neue Tiger XRT im Juni gekauft habe.

Bisher läuft alles wunderbar, die Technik gehorcht mir auf keyless-Knopfdruck, aber wehe, wenn nicht...

 

Ich wünsche allen technik-abhängigen weiterhin kooperative Elektronen und viel Glück

 

Gruß

 

Olli

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Habe dann beim einschalten den Schlüssel unten an Abdeckung, wo der Sender sein soll gehalten. Dann gings wieder.



Der Empfänger des Schlüssels hat eine Steckerverbindung im Bereich des Sicherungskastens. Stecker abziehen und Widerstand des Empfängers messen. Korrekt ist ca. 0.8 Ohm plus/minus 0.1 Ohm. Alles andere bedeutet "Empfänger defekt". War bei mir allerdings nicht der Fall, der Empfänger war in Ordnung.

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ich hatte ein Problem mit einer total leeren Batterie nach 3 Wochen Standzeit, einfach so.

 

Händler meinte ich hätte die Zündung nicht ausgemacht. 😕

 

Das kann aber nicht sein, denn in der dunklen Garage wäre jedes Licht am Display sofort aufgefallen.

 

Bin mal gespannt ob das wieder auftritt, bin jetzt wohl wieder ca. 3 Wochen nicht fahren .🤪

Edited by Edi
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Moin.

Das Problem mit einer längerern Standzeit, 2 Wochen, hatte ich  auch,

aber nach langen orgeln, ging es dann wieder. Dies war aber bei einem Kilometerstand 

von ca. 100km.

 

Bei der Elektronik gab es nur den kleinen Schock während einer Harzrundfahrt, weil auf einmal das Display

anzeigte, Batterie des Schlüssels tauschen. Nach dem nächsten Start war dann aber wieder alles in Ordnung.

Das war bei einem Kilometerstand von ca. 600km.

 

Gruß

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Das Problem "Schlüssel außer Reichweite" hatte ich während der Fahrt trotz gleicher Lage des Schlüsels schon öfter- jedoch stets ohne Auswirkung und auch immer von allein weg. Nachdem ich in der Anleitung gelesen habe, dass in solchen Fällen die Maschine aus Sicherheitsgründen weiter laufen muß, bin ich nur wenig beunruhigt. Man stelle sich vor, der Motor würde während der Fahrt abgeschaltet. Dass durfte ich bei meiner 1en Explorer (Montagsmaschine) in voller Fahrt, selbsverständlich in einer Kurve erleben.

 

fredis-garage

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bei mir kam es gar nicht zum "Orgeln" das Display blieb total tod, also überhaupt kein Saft mehr.

 

Nach dem Laden war dann alles wieder ok.

 

Dennoch bin ich mal gespannt ob das wieder passiert und ob vor allem die Batterie Schaden genommen hat (neue Batterien vertragen keine Tiefentladung mehr)

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  • 5 months later...

Ich habe die defekte Maschine im Juli umgetauscht (und die neue Maschine ist fehlerfrei). Die defekte Maschine hat dann bis Dezember beim Händler auf Instandsetzung gewartet. Im Dezember hat der Händler sich nun Zeit für die Diagnose genommen und den Fehler gefunden; in den Schalter-Block am rechten Lenkerende (also da wo der Start-Button dran ist) gehen angeblich zwei vierpolige Steckverbindungen. Diese Steckverbindungen sind nicht durch einen Clip oder einen Haken gesichert. Wenn die Kabel nicht sauber verlegt sind reicht u. U. bereits das volle Einschlagen des Lenkers um soviel Zug auf die Kabel auszuüben das die Stecker aufgehen. Der Mechaniker hat die Steckverbindung wieder fest rein gesteckt, dann war der Fehler weg.

Gemäss Aussage des Mechanikers hatten Sie seither noch eine andere Maschine mit dem gleichen Problem in der Werkstatt.

Sollten unseren Forums-Mitgliedern so ein Ausfall passieren, dann wisst Ihr jetzt wo Ihr schauen müsst.

 

Gruss

 

Pete

  • Thanks 1
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Bei meiner 2014 neu gekauften Tiger kam es nach wenigen km ebenfalls während der Fahrt zu Totalausfall. 

... erst nach schriftlicher Reklamation bei Triumph wurde ebenfalls die rechte Lenkerarmatur als Fehlerquelle erkannt und ausgetauscht. Seit dem kein Ausfall mehr.

Bin allerdings auch erst 18 t km gefahren.

Gruß Simi

Edited by Guest
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Die 2014er Explorer war bereits die in wichtigen Details veränderte Zweitausgabe der "Urex". Die jetzige Tiger 1200- insbesondere die XRT- in Sachen Elektronik/Starten/Keyless meilenweit von den anderen entfernt. Deshalb ist es wohl eher ein Zufall, wenn an der rechten Lenkerarmatur ein Fehler auftritt, den man bei einer der Vorgänger TEX schon einmal hatte. Bei diesen lagen die Fehlerursachen eher bei den Drosselklappensensoren und/oder den Steuergeräten (wenn man die Zylinderkopfkrankheit ausnimmt). Bis auf ein Zwischenmodell habe ich sie alle gehabt und nur bei der Urtex nach ca. 13.000 km wegen der Fehlerhäufigkeit aufgegeben. Die aktuelle XRT ärgert mich schon mal mit Kleinigkeiten, die mit der Elektronik zusammenhängen - nach nun 16.000 km. Bisher jedoch nichts, was man mit ein bißchen Fachkenntnis und Hilfe des Benutzerhandbuchs hin bekommen würde- nicht zu vergessen die Hilfe im Forum.

 

fredis-garage

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  • 2 years later...

Hat denn schon mal jemand den Ruhestromverbrauch gemessen?

Ich habe bei meiner Tiger Desert die Ladeampel von Ctek in der Steckdose stecken. Die signalisierte mir nach 1 1/2 Wochen Winterpause in der Garage: 1/2 leer. Ist das möglich, oder verbraucht die Ladeampel selbst so viel?

Gruß Dieter

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Hallo Dieter,

Heute geht bei Mir auch nichts mehr. Die Batterie ist auch bei mir komplett Leer.

11/2 Woche , das Schirm geht noch, aber das war es.

Es kann eigentlich nicht anders sein das da  Strom  verbraucht  word.

Bin gespannt .....who bleibt es ?

Hansw

 

 

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Moin,

wenn das Mopped abgeschaltet in der Winterpause steht, ist es nicht stromlos! Es bleiben die Steuergeräte als Verbraucher aktiv um die Uhrzeit laufen zulassen, den Tageskilometerzähler und die Sprituhr zu halten. Außerdem frist die Wegfahrsperre permanent an der Batterie.

Wenn man eine Winterpause (Saisonkennzeichen oder absehbar längere Standzeit) macht, ist es immer sinnvoll die Batterie abzuklemmen und diese kühl, aber frostfrei zu lagern.

 

Schöne Grüße

Jens

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@DKW-Dieter:

 

Schmeiss die Ladeampel raus, die funktioniert nicht gescheit.

Zeigt bei mir auch bei fast voll geladener Batterie nur "gelb" an, mit der Batt. gibt es aber kein Problem.

Ich lade deshalb nur bei Bedarf, im Sommer überhaupt nicht, oder nutze ein Multimeter.

Und wenn ich lade, dann nur solange die Batt. voll ist, dann kommt das Geraffel ab.

Ich mache keine Erhaltungsladung.

Ärgerlich, dass ihr mit der 1200er so viel Theater habt, ein Grund mehr, mein altes Schätzchen zu behalten.

 

Düse

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Moin Düse,

 

aber bei deinem alten Schätzchen zieht bei längerer Standzeit auch die blöde Dicktal-Uhr die Batterie leer. Funktioniert bei alten Schätzchen hervorragend ;).

 

Schöne Grüße

Jens

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Kann mich da nicht beschweren, auch im Coronajahr mit zwangsweise längerer Standzeit sprang sie gut an, mit all ihren bekannten Zipperlein.

Habe auch eine gute Yuasa drin, denke, dass sich das in solchen Fällen schon positiv bemerkbar macht.

Bin kein Fan von unnötiger Elektronik, aber es wird leider immer mehr, aber nicht unbedingt besser.

  • Thanks 1
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  • 2 weeks later...

Hallo zusammen,

 

also ich habe bisher meine TEX (V201) auch immer in der Winterpause mit eingebauter und angeschlossener Batterie monatelang stehen lassen und im Frühling sprang sie an, als wäre ich am Tag zuvor noch damit gefahren. Natürlich hat Jens Recht, daß einige Verbraucher die Batterie leersaugen, aber der Verbraucherstrom scheint so gering zu sein, daß die Batterie monatelang standhält. Bei der V301 könnte das Keyless-System mehr Strom verbrauchen, weshalb hier vermehrt Probleme mit leerer Batterie auftreten.

 

Gruß

Steffen

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Man muss hier auch mit bedenken, dass die alten Explorer eine größere Batterie als die V301 drin haben.

Im Rahmen des "Gewichtstunings" wurde unter anderem die Batterie halt deutlich kleiner gewählt, was bei längeren Standzeiten auch ihre Auswirkungen haben kann.

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vor 20 Stunden schrieb kleener:

Man muss hier auch mit bedenken, dass die alten Explorer eine größere Batterie als die V301 drin haben.

Im Rahmen des "Gewichtstunings" wurde unter anderem die Batterie halt deutlich kleiner gewählt, was bei längeren Standzeiten auch ihre Auswirkungen haben kann.

 

Ah, das wußte ich nicht! Auf jeden Fall hat das entsprechende Auswirkungen über die Winterpause!

 

Hätte nicht gedacht, daß T wegen ein paar hundert Gramm an solch existentiellen Dingen spart. Sie hätten ja auch auf eine andere Akku-Technologie umsteigen können (z.B. Litium-Ionen Akkus) und damit bei gleicher Akku-Kapazizät die Gewichtseinsparung vornehmen können. Aber das hätte wahrscheinlich nicht in ihr Budget gepaßt! :angry:

 

Gruß

Steffen

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Gewichtsdifferenz zwischen den Batterien ist gute 2,5 kg. Aber darauf kommt es bei meinem Gewicht auch nicht an. Auf jeden Fall, sollte die Batterie aussteigen, werde ich dann die stärkere Batterie einbauen, die Gewichtsersparnis hoffe ich dann mit Bodyshaping zu erzielen:D

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