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Pratzenhofer

Bremsen machen Tiger Sport

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Servus zusammen,


aufgrund leichtem Bremsenrubbelns und etwa zu dreiviertel verbrauchten Belägen möchte ich vor der Jahrestour die Beläge wechseln. 

Ich benötige dafür etwas Unterstützung und ein paar Infos. 


Ich bräuchte alle Anzugs-Drehmomente.


Läuft es wie üblich beim Bremsen machen: Sattel ab, Stifte raus, Klammer weg, Kolben zurück, Beläge rein usw, oder gibt es Besonderheiten zu beachten?


Geht der Kolben einfach zurückzudrücken, oder benötige ich Spezialwerkzeug?


Sehr cool wäre natürlich ein Auszug aus dem Werkstatthandbuch....


Dankeschön für eure Antworten und weiteren Infos,

Grüsse, Tom

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ähmmm, hast Du zufällig die letzten Beiträge gelesen? Da sind wir aktuell kräftig am schreiben....

 

Habe gerade heute die Bremsbeläge erneuert.

 

Hier findest Du alle Daten:

 

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Sodele dann zur praktischen Arbeit:

 

Läuft es wie üblich beim Bremsen machen: Sattel ab, Stifte raus, Klammer weg, Kolben zurück, Beläge rein usw, oder gibt es Besonderheiten zu beachten?

 

Also mein junger netter Kollege hat es auch fast so gemacht. Sattel ab, Sicherungssplint raus, Schraube raus, Klammer weg, Beläge raus, putzen, ordentlich putzen ( wir hatten 400/500 Schleifpapier für die Nut) und dann ordentlich ausblasen,

dann schön dosiert Kupferpaste auf die Ränder, gelochte Klammer haben wir drauseen gelassen (ob´s jeder so macht weiß ich nicht), dann Beläge vorsichtig rein, keinen Kontakt mit dem Belag zur Paste, jetzt erst haben wir die Beläge vorsichtig mit nem konischen Schraubendreher zurück gedrückt, dann Schraube rein, Splint entsprechend der Schwerkraft richtig rum rein und dann kontrollieren ob auch alles richtig ist. Dann zurück das Ganze. Am Schluss heißt es pumpen...

 

Stimmt alles so Kollegen???

 

 

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ach ja, versuche nicht die Klammer aus Versehen verkehrt herum einzusetzen. Das geht genauso wenig wie die Schraube anschließend falsch rum reinzuschrauben :wistle::wistle::wistle:

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Hallo,

 

.......Kupferpaste wird seit Jahren in den Werkstätten bei ABS-Bremssystemen nicht mehr benutzt - dann lieber Plastilube o.ä. auftragen !

 

Gruß Superdrei

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Posted (edited)

Wenn ich mich nicht irre, benutzen spezielle Markenwerkstätten keine Kupferpaste mehr, weil man damit die ABS Sensoren einsauen kann, oder sich großzügig aufgebrachte Paste auf die Reise in unerwünschte Regionen machen kann. Da kann es dann elektrischen Unfug anrichten.

Deswegen wirklich wenig nehmen und nur auf den Belagträger. Denn wandert auch nix und der Sensor kriegt auch nix ab. Angeblich sind auch die Autobremsbeläge idR schon ab Werk antiquietbeschichtet mit einem Dämmlack. Wenn ab Werk eine Hitzeschutzplatte zwischen Belagträger und Bremskolben montiert ist, würde ich zusätzlich auch nichts mehr schmieren.

Edited by Buster

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vor 29 Minuten schrieb superdrei:

Hallo,

 

.......Kupferpaste wird seit Jahren in den Werkstätten bei ABS-Bremssystemen nicht mehr benutzt - dann lieber Plastilube o.ä. auftragen !

 

Gruß Superdrei

 

Ich bin so frei und füge einen Beitrag zum Thema aus dem www an, soll sich jeder selbst seine Gedanke dazu machen...

 

Hallo zusammen,

seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?

Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).

Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!

Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !

Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.

Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....

Allgemein gilt:

Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).

In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.

Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.

Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.

Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:

- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.

(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)

- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.

(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)

- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.

(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )

- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.

(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)

- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)

- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.

(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)

- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)

- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.

(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)

Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.

Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.

Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.

Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!

Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.

Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?

 

Hier der Link dazu, aber bevor wir jetzt völlig OT laufen bitte nicht endlos diskutieren, bzw. dann einen neuen Thread aufmachen.

 

https://www.motor-talk.de/forum/kupferpasten-und-abs-bremsen-ein-risiko-t3317157.html

 

 

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vor 16 Stunden schrieb Tigers:

dann schön dosiert Kupferpaste auf die Ränder

 

:wistle:

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Morgen zusammen,

 

danke für eure Infos, das hilft mir weiter.

 

@Tiger, ich hatte den Eindruck, die anderen Treads drehen sich hauptsächlich um die Probleme mit den Bremsenrubbeln, was bei mir aber nicht vordergründig das Problem ist. aber ich hab mir das mal zu Gemüte geführt und auch da einige hilfreiche Infos gefunden.

Ich hab an einem Bremsbelag einen leicht asymetrischen Abrieb, so als ob der Belag etwas kippen würde.

Ich mach jetzt mal die Beläge neu, und schau, wie sich alles verhält....

 

Interessant auch die Kupferpasten-Geschichte, das war mir neu...

 

Danke nochmal an alle,

Gruß,

Tom

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Hallo Tom,

ich kann dir morgen einen Auszug aus dem WHB der 115NG senden, da sind ale Nm drin.

Zum Säubern habe ich die Backen mit Bremsenreiniger gesäubert und inner die Kolben mit Wasser und ner alten Zahnbürste gesäubert. Dann einen Tropfen Ballistol auf den sauberen Kolben und etwas bewegen. 

Das Bremsgefühl war danach erstaunlicherweise sehr viel feiner.

 

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Hi Olli,

 

danke Dir, aber die Anzugsmomente hab ich. Sind ja derer nur zwei...

 

ich muss nur aufpassen, daß ich zum Reinigen nicht aus Versehen die Zahnbürste meiner Frau erwisch......

:totlach:

 

 

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Mußt sie (Zahnbürste) halt wieder zurückstellen :D

 

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Ja, und wer weiß, was meine Frau mit MEINER Zahnbürste schon alles gereinigt hat.... 

 

:wacko:

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