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Kurzer Ausflug in Triumph Welt schon vorbei?


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Servus und Hallo zusammen, 

 

nachdem ich mich am 6.4. erst mit einer Triumph Tiger Explorer V13VG angemeldet habe, scheint mein Ausflug in die Triumph Welt gestern ein jähes Ende genommen zu haben (zumindest mit der Maschine).

Endlich war am Samstag bei traumhaftem Motorrad Wetter in Franken  die erste richtige Ausfahrt mit der Tiger drin (und das ohne Probleme). Klasse Motorrad, lässt sich super fahren und bequem ist sie auch noch.

Da kann es ja nicht schaden, am Sonntag auch eine kleine Feierabendrunde zu starten. Kurz nach Nürnberg (Maschine warm) war dann aber auch Schluss - mit lautem Klackern und weißem Rauch ergab sich die Tiger wohl ihrem Motorschaden. Und das ganze mit wahnsinnigen 10% Akku auf meinem älterem Telefon. Ungünstige Kombination. 

Also bei der Versicherung angerufen, Abschlepper bestellt, 3 Stunden später dann beim Händler gestanden ... (wtf, 450€ für Abschleppen an nem Sonntag).

 

Heute festgestellt: Der telefonisch abgeschlossene Vertrag beinhaltet keinen Schutzbrief (also bleib ich auf den Abschleppkosten wohl sitzen und die DEVK mag, obwohl seit ich Motorrad fahre (naja gut, auch erst 6 Jahre) dort versichert, wohl nicht unterstützen) und der Freundliche geht von einem kapitalem Schaden aus. Mehr weiß ich allerdings erst in 1-2 Wochen wenn er Zeit hatte unten mal die Ölwanne abzuschrauben. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass nichts drin rumfliegt.

 

Jetzt sitzt man da, würde gerne fahren und *darf* sogar wieder. Und was passiert. Das zweite Motorrad in dem Jahr gibt den Geist auf. Hätte ich jetzt bei 35t km Laufleistung nicht erwartet. Die Kawa vorher hat immerhin 22 Jahre und knapp 89t km gehalten bevor es die Kupplung erwischt hat.

 

Nachdem ich hier so freundlich aufgenommen wurde, dachte ich, ich schreibe mal einen kurzen Leidensweg. Bei Interesse update ich das Ganze gerne sobald es Neuigkeiten gibt.

 

Bis dahin, bessere Fahrt wie bei mir an euch und Grüße

 

Netmat

 

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Mmmhhh.

 

War das nicht die Baureihe mit den Problemen am Zylinderkopf? Wurde der bereits getauscht?

 

Ich frage, weil Triumph da doch recht kulant war, wenn ich mich recht entsinne. Sowas sollte der Händler doch aber wissen?!?

Edited by srk
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Hallo srk, 

 

außer dem Austausch der ECM ist nichts im Handbuch dokumentiert. Das Teil war bis 2016 allerdings regelmäßig in der Wartung (2012 Zulassung) und die letzte war bei 33t km. Jetzt ist der KM Stand ca bei 35 t km. Ölwechsel wurde brav gemacht da alt nachdem ich sie im März übernommen habe.

Der Zylinderkopf wurde, sag ich jetzt mal ins Blaue, nicht getauscht.

 

@Alu, leider nicht. Der Freundliche war sich nicht mal zu 100% sicher ob er oben oder unten zuerst aufschrauben wird, hat sich dann aber für unten entschieden und bis dahin werde ich mich wohl gedulden müssen (1-2 Wochen)

 

Grüße

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Wenn ein Tausch vorgenommen wurde, dann sollte auch bei Triumph hinterlegt sein und der :D sollte das nachprüfen können.

 

Wenn trotz Wartung (bei Fachwerkstatt??) bis 2016 kein Tausch gemacht wurde, sollte sich das ja auch feststellen lassen, oder?

 

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Oha, das klingt sehr verdächtig nach abgerissenem Ventil.

Ich würde erstmal nur von oben mit einem Endoskop durch die Kerzenbohrungen in die Zylinder gucken, das ist der geringste Aufwand.

Dann kannst du entscheiden, was weiter passieren soll.

Gebrauchter Motor liegt bei um 2000€, die Reparatur würde alleine an Teilen locker 3000€ kosten, plus ne Menge Arbeitszeit.

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Hallo Netmat,

Ärgerlich, aber da steckt man echt nicht drin. Bin gespannt, was bei der Fehlersuche herauskommt und wie kulant sich Triumph zeigt. 

 

Wegen solcher Themen, die einfach passieren können, bin ich immer noch im ADAC, sogar mit PLUS. Dann muss ich wenigstens die Abschleppkosten, die im Ausland noch höher sein können, nicht bezahlen. 

 

Mal ne blöde Frage in die Runde: Lohnt sich bei ner 2012 Explorer so eine Reparatur noch oder läuft das schon unter wirtschaftlichem Totalschaden und die restlichen Teile gehen in die Verwertung ?

 

Gutes Gelingen bei der Reparatur!

 

Gruss,

Udo

 

 

 

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Wichtig wäre zu wissen ob  und wie die  32.000er Inspektion durchgeführt wurde. Da werde ich aus Deinem Text nicht ganz schlau.

 

Diese Inspektion beinhaltet nämlich die Kontrolle des Ventilspiels und ggf. die Einstellung dieser. Bei meiner Ex Tex mussten vier nachgestellt werden. Da das kein billiges Vergnügen ist, wird es gerne mal "umgangen..".

 

So wie es klingt deutet es tatsächlich auf einen Ventilabriss hin. Damit bekommt die Thematik eine gewisse Bedeutung, ohne zu wissen ob irgendeine Garantie besteht.

 

Drücke natürlich die Daumen, dass die Sache einigermassen erfreulich ausgeht.

 

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Danke für eure Rückmeldungen.

 

Die 32er Wartung wurde laut Vorbesitzer korrekt durchgeführt. Laut Werkstatt Aussage seines Freundlichen war allerdings ein Zylinderkopf Tausch nicht notwendig, dieser wurde daher nicht durchgeführt.

 

vor 17 Stunden schrieb udo_muc:

Mal ne blöde Frage in die Runde: Lohnt sich bei ner 2012 Explorer so eine Reparatur noch oder läuft das schon unter wirtschaftlichem Totalschaden und die restlichen Teile gehen in die Verwertung ?

 

Da würde ich auch gerne ein paar Meinungen von euch hören.


Grüße

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vor 10 Minuten schrieb Netmat:

Danke für eure Rückmeldungen.

 

Die 32er Wartung wurde laut Vorbesitzer korrekt durchgeführt. Laut Werkstatt Aussage seines Freundlichen war allerdings ein Zylinderkopf Tausch nicht notwendig, dieser wurde daher nicht durchgeführt.

 

Da würde ich auch gerne ein paar Meinungen von euch hören.


Grüße

 

Es kann sein, dass einige Maschinen bereits im Werk umgerüstet worden sind. Meine war so ein Fall. Ist von 2013. Der Händler wollte die Teile für meine Maschine bestellen, bekam dann aber die Antwort, dass meine Maschine schon vor Auslieferung umgerüstet worden ist. Das habe ich schriftlich. Sicher ist sicher. 

 

Wenn Deine Maschine unter den VIN Nummern ist, dann MUSSTE der Zylinderkopfwechsel im Werk oder beim Händler gemacht werden. Das sollte jeder Händler schnell rausfinden können.

 

Hartnäckig bleiben. Geht ja um viel Geld und da will man den Kunden gerne abspeisen. Natürlich hast Du es da als "Nicht Direktkunde" mit einer 8 Jahre alten Maschine ohne Garantie schwieriger.  

 

Gruss,

Udo

 

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vor 1 Stunde schrieb udo_muc:

Wenn Deine Maschine unter den VIN Nummern ist, dann MUSSTE der Zylinderkopfwechsel im Werk oder beim Händler gemacht werden. Das sollte jeder Händler schnell rausfinden können.

 

Wenn meine Infos richtig sind, war der Kopftausch nur optional bei Kundenreklamation über Geräusche.

Einige Händler haben das zwar auch präventiv bei allen Maschinen im Kundenstamm gemacht, aber eher um spätere Reklamationen zu umgehen und vielleicht auch um Arbeit über den Winter in der Werkstatt zu haben.

Ich hatte damals so einige interessante gebrauchte 2012'er im Blick, wo aber kein Kopftausch erfolgt war.

Das war für mich ein Ausschlußkriterium, bevor ich auf irgendwas eingegangen bin, kam als erstes die Frage nach dem Kopf.

Wenn es eine Rückrufaktion oder ähnlich gewesen wäre, wären ja alle umgerüstet worden.

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Deine Infos sind richtig. Ich habe das ganze Theater mit meiner 2012er mitgemacht und war auch an der Fehlersuche beteiligt. Bevor die Zylinderköpfe getauscht wurden, hat T. versucht, durch Tausch der Tassenstößel eine Lösung zu finden. Es ist auch richtig, dass bei einigen Maschinen der Fehler nicht aufgetreten ist. Meine 2013er habe ich mit der schriftlichen Zusicherung gekauft, dass sie zur überarbeiteten Serie gehört und dann 70.000 km gefahren-ohne Schaden.

Zusammengefaßt: Es gibt Maschinen, bei denen der Kopftausch nicht erfolgt ist. Es gibt auch Kunden, die das nicht wollten.

Ob ja oder nein ist durch jeden offiziellen Händler im internen T-netz herauszufinden.

fredis-garage

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vor 20 Stunden schrieb Netmat:

Danke für eure Rückmeldungen.

 

Die 32er Wartung wurde laut Vorbesitzer korrekt durchgeführt. Laut Werkstatt Aussage seines Freundlichen war allerdings ein Zylinderkopf Tausch nicht notwendig, dieser wurde daher nicht durchgeführt.

 

Da würde ich auch gerne ein paar Meinungen von euch hören.


Grüße

Erstmal abwarten was nun tatsächlich in die Binsen gegangen ist. Momentan ist das eine Raterunde.

 

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Servus zusammen, 

 

der Freundliche hat heute Zeit gefunden mal die Ölwanne abzuschrauen und keine Metallsplitter gefunden, dafür wohl einiges an Aluminiumsplitter... Ursache noch unbekannt. Ob das jetzt eine gute oder schlechte nachricht ist, das sei mal dahingestellt. Weiterhin wurde festgestellt, dass wohl der 1. Zylinder feucht ist, Ursache unklar (geht ja auch nicht anders).

 

Am 11.5.2020 um 15:13 schrieb kleener:

Ich würde erstmal nur von oben mit einem Endoskop durch die Kerzenbohrungen in die Zylinder gucken, das ist der geringste Aufwand.

 

Genau das ist jetzt der nächste Schritt. Ich hoffe auf ein Update bis Mitte nächste Woche.

 

Grüße

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vor 52 Minuten schrieb Netmat:

dafür wohl einiges an Aluminiumsplitter

 

Ventil abgerissen und hat den Kolben kleingehackt...mein Beileid. :unsure:

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vor 2 Stunden schrieb Netmat:

...

der Freundliche hat heute Zeit gefunden mal die Ölwanne abzuschrauen und keine Metallsplitter gefunden, dafür wohl einiges an Aluminiumsplitter... Ursache noch unbekannt. Ob das jetzt eine gute oder schlechte nachricht ist, das sei mal dahingestellt. Weiterhin wurde festgestellt, dass wohl der 1. Zylinder feucht ist, Ursache unklar (geht ja auch nicht anders).

...

 

Aluminium ist auch ein Metall und Splitter in der Oelwanne sind nie eine gute Nachricht. Da war eher Metall zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort :o 

 

Mit einem Endoskop könnte man die Anzahl Ventile mal zählen ... (zumindest diejenigen, welche noch hängen und nicht nur in Teilen rumliegen) 

 

Aber schauen wir mal, was die Analyse ergibt (erster Zylinder) 

 

Kopf hoch, sei froh dass Dir nichts passiert ist.

 

Besser im Stand über den Schaden diskutieren als bei Vmax einen Pleuel an die Stiefel zu kriegen. 

 

Gruss

 

Daniel 

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  • 2 weeks later...

Guten Morgen, 

 

via Endoskop wurde festgestellt, dass die Ventile wohl ziemlich verbogen sind. Ich tippe auf einen Fehler bei der großen Wartung, da die allerdings vor ca 2000 km aber zeitlich schon fast 4 Jahre zurück liegt habe ich hier wohl die A**** Karte gezogen. Es lässt sich so noch nicht einmal einschätzen was alles kaputt ist. Nächster Schritt wäre wohl der Abbau des Zylinderkopfs.

 

Fairerweise weiß ich nicht, ob sich Aufwand + Kosten überhaupt rentieren... Was meint das Forum dazu? Wir reden hier ja immer noch über die Feststellung des Schadens und nicht einmal von den Reparaturkosten :(

Grüße

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Da du die Maschine erst vor kurzem gekauft hast greift hier die gesetzliche Gewährleistung. Völlig unabhängig davon ob irgendjemand eine Garantie gegeben hat oder nicht.

Bei der Gewährleistung steht der Verkäufer der Maschine in der Haftung, nicht der Hersteller oder eine Versicherung. Zudem ist hier entscheidend, dass der Fehler schon bei Kauf des Fahrzeugs vorhanden war. Einen defekten Zylinderkopf, für den es einen Service-Rückruf gab zähle ich dazu.

Am 11.5.2020 um 11:55 schrieb Netmat:

laut VIN / FIN wäre die betroffen gewesen,

 

Am 12.5.2020 um 11:06 schrieb Netmat:

Laut Werkstatt Aussage seines Freundlichen war allerdings ein Zylinderkopf Tausch nicht notwendig, dieser wurde daher nicht durchgeführt.

Da scheint er sich getäuscht zu haben.

vor 48 Minuten schrieb Netmat:

Ich tippe auf einen Fehler bei der großen Wartung,

Das kann ich mir eher nicht vorstellen, außer der Tatsache, dass der Tausch des Kopfes nicht durchgeführt wurde.

 

Wurde das Fahrzeug von Privat oder vom Händler gekauft? Beim Händler hättest du Chancen, den Vertrag zu wandeln. Beim Privatkauf sehe ich schwarz, denn er hat in gutem Glauben gehandelt und ist kein Fachmann, der es hätte wissen müssen.

 

Gruß Holger

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Da du die Maschine erst vor kurzem gekauft hast greift hier die gesetzliche Gewährleistung. Völlig unabhängig davon ob irgendjemand eine Garantie gegeben hat oder nicht.

 

Korrekt, aber halt privat gekauft... von daher ärgerlich.

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Wobei jetzt immer noch nicht klar ist, ob laut Triumph bei der Maschine ein Zylinderkopftausch notwendig gewesen wäre bzw. wenn ja ob er denn dann durchgeführt wurde?

Denn wenn er notwendig gewesen wäre, aber nicht durchgeführt, kann man ja mal etwas genauer wegen Kulanz nachfragen. Schließlich hätte da die letzte Werkstatt aktiv werden müssen.

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Also mit der FIN ist das Motorrad dabei und ich bin auch auf den Händler diesbezüglich zugegangen: Es wurde offiziell nur bei lauten Klappern aus der Richtung getauscht und das auf Kulanz.

Da das Motorrad ja 3-4 Jahre stand und in der Zeit keine Wartungen durchgeführt wurden (warum auch) ist Kulanz ausgeschlossen, egal was es ist.

 

Die jetzigen Kosten des Defektes, neben dem Kaufpreis von 7.400€ belaufen sich auf 500€ abschleppen, knapp 300€ Arbeitszeit und es ist noch nicht abzuschätzen was defekt ist und was eine eventuelle Reparatur kosten würde. Dafür würden sicher nochmal ca 500€ fällig werden und dann kann das Ergebnis immer noch sein, dass das Teil einfach hinüber ist. Ich weiß nicht mehr ob es noch Sinn macht weiter zu machen oder sich auf den Verkauf bzw. das Ausschlachten vorzubereiten.


Grüße

 

Edited by Netmat
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Ok, dass da was mit Kulanz kommt, war eher ein Wunschdenken.

 

Die jetzt in Teilen zu verkaufen ist einmal langwierig und der Erlös überschaubar.

Explorerteile sind zwar relativ rar, aber die Nachfrage ist eher noch geringer.

Dazu braucht man dann auch noch den Platz und so dafür.

Ich hätte meine Unfallmaschine damals nicht weggeben dürfen, das wäre der perfekte Teilespender gewesen. :rolleyes:

Mit Motorschaden verkaufen dürfte auch überschaubar bleiben, das ist halt der teuerste Posten.

 

Ein gebrauchter intakter Motor liegt bei um die 2000€, rein theoretisch müssten da sogar alle Baujahre passen.

Am Gangsensor wurde mal was geändert, was anderes fällt mir spontan nicht ein, zumindest was am kompletten Motor nicht kompatibel wäre.

Wenn man einen findet mit Gehäuseschaden, ist bei einem Unfall nicht unüblich, oder gar ne komplette Unfallmaschine, könnte man recht günstig an einen Teileträger kommen.

Aber wenn man da nicht selbst schrauben kann, sind die Gesamtkosten auch schwer zu kalkulieren.

 

Wenn du jetzt aus dem Raum Berlin kommen würdest und die Nummer etwas Zeit hätte, das wäre nen geiles Projekt für mich, ne Explorer retten...

Edited by kleener
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Zwei Fragen,

1. wurde die Gewährleistung beim KAuf explizit ausgeschlossen oder wurde dazu gar nichts vereinbart?

2. Wies der Verkäufer darauf hin, dass der Zylinderkopf nicht getauscht wurde oder wurde dazu gar nichts besprochen?

 

Wurde die Gewährleistung beim KAuf nicht ausdrücklich wegbedungen, so muss der Verkäufer Dir für den verdeckten Mangel gerade stehen, sprich am besten Wandlung verlangen.

Wurde über den von Triumph vorgehenen Tausch des Zylinderkopfes vor dem KAuf gesprochen und hat der Verkäufer nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass kein Austausch erfolgte, so könntest Du behaupten, das sei eine wesentliche Kaufvoraussetzung gewesen und der Verkäufer habe es unterlassen, dich korrekt zu informieren.

 

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Lieber Schweizer Kollege,

 

die Aktion kann man sich in Deutschland sparen. Das Teil stand 4 Jahre ohne Wartung. Dem Verkäufer nun an die Karre fahren zu wollen? In solchen technischen Details drin zu sein: das geht bei jedem deutschen Gericht nach hinten los.

 

Und jetzt mal zur Praxis: ein Ventilabriss kann immer mal passieren, erfreulicherweise aber selten. Das Ergebnis ist aber immer das gleiche: ein neuer Motor muss her.

 

Jetzt hat es den Themenstarter außerhalb jeglicher Garantien erwischt und eine kulante Lösung von Triumph ist wohl kaum zu erwarten.

 

Meines Wissens gibt es bei Triumph keine Ersatzmotoren. Es werden die Teile an den Händler geliefert, der sich diese zusammenbauen muss, was rein wirtschaftlich ein Desaster sein wird.

 

Bleibt also einen gebrauchter Ersatzmotor aus seriöser Quelle zu finden, der bezahlbar ist.

 

Das Bike als Bastelobjekt bei Ebay zu verhöckern bleibt ja immer noch, wird aber eben wirtschaftlich auch eine eher bescheidene Lösung sein.

 

Insofern würde ich mich auf diese Option konzentrieren. Was, selbst wenn ein Ersatzmotor gefunden würde, die ganze Chose dann letztendlich kostet, hängt vom Preis der Motors und den Stundensätzen der Werkstatt ab.

 

Vielleicht findet sich aber auch hier ein Schrauber, der auf ein solches Projekt Bock hat?

 

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vor 1 Stunde schrieb kleener:

Wenn du jetzt aus dem Raum Berlin kommen würdest und die Nummer etwas Zeit hätte, das wäre nen geiles Projekt für mich, ne Explorer retten...

Wann muss ich wo sein...

 

Tatsächlich habe ich überhaupt nichts gefunden in Richtung Ersatzmotor... 

 

Grüße

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vor 3 Stunden schrieb enduro_drive:

die Aktion kann man sich in Deutschland sparen.

Richtig, ich kenne die deutsche Gerichtspraxis nicht. Ich weiss aber, dass es verschiedene Arten von Privatverkäufern gibt, gerade auch solche, die bewusst gewisse Dinge verschweigen. Es kann deshalb schon Sinn machen, das Ganze noch einmal kritisch zu hinterfragen und zu betrachten. Wenn dann ein Verdacht auftritt, dass der Käufer bewusst getäuscht wurde oder der Verkäufer sich sonst nicht korrekt verhalten hat, dann sollte der Käufer da schon einhaken bei einem solchen Verlust.

 

Und ganz abgesehen von der rechtlichen Seite, der Verkäufer kann auch einfach angefragt werden, was er von der Sache hält, meine Erfahrung, dass dann einige Verkäufer bereit sind, etwas beizutragen um den Schaden zu minimieren.

 

Back to topic:

Verkauf der Maschine im aktuellen Zustand mit Offenlegung der Fakten ist sicher ein guter Weg und beendet hoffentlich schnell die leidige Geschichte.

@Netmat ich hoffe, diese Geschichte verleidet Dir nicht den Spass und Du kannst Dich überwinden, wieder eine Tiger zu kaufen:D

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@Netmat

 

Es stehen auf Ebay im Moment drei Komplettmotoren für die 1200er Explorer drin. beginnt so ab etwa 2k.

 

Den Motor kann jede so genannte Motoreninstandsetzung für Dich reparieren. Dafür braucht es keine Triumph-Werkstatt. Die Reparatur in einem Fachbetrieb wird bei ausgebauten Motor auch deutlich unter 2k liegen.

 

In 9 von zehn Fällen wechselt man bei krummen Ventilen genau nur diese, sonst nix. Die Profis vermessen dann auch den Rest und wechseln bei Bedarf noch die Kolben inklusive Lager. Du kannst auch den Zylinderkopf selbst abbauen und erstmal nur eine Sichtprüfung der Kolben vornehmen und dann nur die Ventile in der Motoreninstandsetzung machen lassen. Dann biste bei einigen wenigen hundert Euro. Da bleibt dann ein kleines Restrisiko. Im Prinzip läuft der Motor dann und alles ist gut, oder eben nicht. Dann machste den Rest.

 

Ich persönlich würde den Mittelweg nehmen und den Motor in einem Fachbetrieb machen lassen. Dann hast Du eine enstsprechende Rechnung und kannst das Fahrzeug weiter verkaufen, sobald Du magst. Mit dem jetzigen Schaden ist Deine Explorer nämlich nicht mehr viel Wert, fürchte ich.

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vor 4 Stunden schrieb srk:

In 9 von zehn Fällen wechselt man bei krummen Ventilen genau nur diese, sonst nix. Die Profis vermessen dann auch den Rest und wechseln bei Bedarf noch die Kolben inklusive Lager. Du kannst auch den Zylinderkopf selbst abbauen und erstmal nur eine Sichtprüfung der Kolben vornehmen und dann nur die Ventile in der Motoreninstandsetzung machen lassen. Dann biste bei einigen wenigen hundert Euro. Da bleibt dann ein kleines Restrisiko. Im Prinzip läuft der Motor dann und alles ist gut, oder eben nicht. Dann machste den Rest.

 

Nur ist bei dem sehr wahrscheinlichem Fall eines Ventilabrisses der Kopf und der betreffende Kolben definitiv irreperabler Kernschrott.

Allein die Teilekosten dafür liegen über einem gebrauchtem Motor.

Schnellste Nummer wäre ein völlig intakter Motor als Austausch.

Wenn man etwas Zeit hat und Geld sparen will, einen Unfallmotor als Teilespender oder gar eine komplette Unfallmaschine besorgen.

Meine komplette Explorer mit zerstörter Front(70km/h Frontaleinschlag in PKW), verzogenem Rahmen und teils ausgerissenen Gewinden am Block ging zum Beispiel für 1100€ zum Verwerter.

Da war sogar noch nen 641'er Wilbers hinten drin...

Der Motor mit schon gewechseltem Kopf wäre für diese Nummer der perfekte Teilespender gewesen.

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  • 4 weeks later...

Guten Abend, 

 

ich hab schon eine Weile nichts mehr hören lassen, daher hier nochmal ein Update und eine Frage.

Der Motor ist hin. Zylinderkopf würde Triumph nur auf Kulanz tauschen, wenn dieser nachweislich den Fehler gebracht hat. Diese Leistung müsste von mir erbracht werden (Unfug..., kostet mehr als den neuen Motor in Einzelteilen zu bestellen). Tauschmotor ist grad finanziell nicht drin und die Auswahl an seriösen Verkäufern nun auch nicht gerade gegeben. Schweren Herzens wird sie also zum Verwerter gehen :( ...

Jetzt die Frage. Kennt jemand einen in Bayern tätigen Verwerter den man das Bike mal vorstellen kann?

Die (noch) linke zum Gruße

 

Netmat

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Servus 

Dann verkauf den Tiger lieber als Ersatzteilträger. 

Ich an deiner Stelle würde warten, vielleicht tut sich ein brauchbarer Motor auf. 

Vielleicht nicht morgen oder übermorgen. 

Bevor ich den Tiger zum Schrotthändler gebe und ein Haufen Geld verliere.

Mein Rat : lass dir noch etwas Zeit und schau noch ein wenig im Netz. 

Manch doch hier im Forum einen Aufruf. 

Gruß luke 

Edited by Luke
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vor 54 Minuten schrieb Netmat:

Guten Abend, 

 

ich hab schon eine Weile nichts mehr hören lassen, daher hier nochmal ein Update und eine Frage.

Der Motor ist hin. Zylinderkopf würde Triumph nur auf Kulanz tauschen, wenn dieser nachweislich den Fehler gebracht hat. Diese Leistung müsste von mir erbracht werden (Unfug..., kostet mehr als den neuen Motor in Einzelteilen zu bestellen). Tauschmotor ist grad finanziell nicht drin und die Auswahl an seriösen Verkäufern nun auch nicht gerade gegeben. Schweren Herzens wird sie also zum Verwerter gehen :( ...

Jetzt die Frage. Kennt jemand einen in Bayern tätigen Verwerter den man das Bike mal vorstellen kann?

Die (noch) linke zum Gruße

 

Netmat

Wenn se wirklich nichts auftut frag mal bei Motorrad Rasch in Büchlberg, ist Nähe Passau, an. Hat auch ne inet Seite, ich glaube sogar mit nen anfrageformular. Aber vielleicht tut sich ja noch ein ersatzmotor auf. 

 

Gruß Richard 

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