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Tigerhome - ein Heim für Tiger (est.1998 by sp)

Tigertrail

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About Tigertrail

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  • Birthday 09/19/1967

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  • Website URL
    http://tigertrail.ch
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Profile Information

  • Ich fahre
    Tiger 800XC white
  • und
    2x Yamaha XT600Z “Ténéré”
  • Fahrweise
    Mal so, mal so...
  • Geschlecht
    Je nach Aussentemperatur.
  • Wohnbereich
    Schweiz
  • Interessen
    Motorradfahren - Reisen - Foto/Videografie - Multikopter - Bewegung

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  1. Auch wenn es nichts weltbewegendes ist so hab ich mich doch auch schon oft über die Lage des Zündschlosses geärgert. Es stimmt schon, wer einen Tankrucksack spazieren fährt (und das dürfte auf die Mehrheit der Endurofahrer zutreffen) muss manchmal arge Verrenkungen vollführen um an den Schlüssel zu gelangen. Ich seh das wie offenbar eine kleine Minderheit hier... auch gutes kann noch besser werden. Natürlich gibt's da andere, wichtigere Baustellen was aber nicht heisst dass man nicht auch an so Details rumfeilen dürfte. Was den Killschalter (und alle Killschalter auf meinen früheren Mopeds) angeht... ich stelle meine XC seit 70tkm IMMER erst über den Killschalter ab (siehe Problem Zündschlosslage - Tankrucksack) und hatte noch nie ein Problem damit oder deswegen. Das dürften mittlerweile ein paar hundert Killschalterbetätigungen gewesen sein und das Teil will und will einfach nicht verrecken.
  2. Freitag 6. Mai 2016; Demnate – Demnate Nachdem die Hauptstrasse von Ait Ourir nach Ouarzazate gestern und vermutlich auch heute noch gesperrt ist wollen wir unser Glück über eine Passstrasse über den hohen Atlas versuchen. Die R307 führt etwas ausserhalb von Demnate circa 140 Kilometer zu einer Verbindungsstrasse welche in die eine Richtung nach Ouarzazate führt. Die kleine, aber feine Gebirgsstrasse erweist sich als landschaftlich wirklich wunderschön. Obwohl sie offensichtlich noch nicht lange in asphaltiertem Zustand ist, wirkt sie recht beschädigt und wir fahren oft stehend Slalom um die zum Teil 10-15 Zentimeter tiefen Schlaglöcher. Die Fahrt erfordert höchste Konzentration da die Strassenränder ausgewaschen und zum Teil gar nicht mehr vorhanden sind. Überall liegen Steine, Schotter und Holz... Zeugen von dem erst vor ein paar Tagen stattgefundenen Unwetter. Ausserdem muss jederzeit mit Gegenverkehr gerechnet werden was nach unseren bisherigen Erfahrungen meist damit endet dass wir ausweichen und Platz machen müssen, zumindest auf den kleinen Strassen. Gerade die Personentransporter welche meistens hoffnungslos überladen sind machen keine Anstalten auszuweichen und führen ihre Fahrt unbeirrt mitten auf der Bahn fort, noch dazu oft in halsbrecherischem Tempo. Nach 70 Kilometern wird die Strasse zunehmend schlechter, es folgen zum Teil mehrere hundert Meter lange Passagen mit knöcheltiefem Schlamm. Einige getraue ich mich nicht mehr selber zu fahren weil meine Füsse nirgends Halt finden und die Motorräder nur noch im Schrittempo durch die rutschige Masse gefahren werden können. So muss Pascal mehr als einmal mit seinem Motorrad vorfahren, zu Fuss zurück laufen und meinen Tiger durch die wirklich rutschigen, fast unfahrbaren Passagen lotsen. Nach etwa fünf solchen Passagen sind wir fix und fertig und brauchen erst mal eine Pause. Schliesslich endet die Fahrt bei einer Kolone stehender Autos. Die Strasse ist nicht mehr sichtbar, weggeschwemmt von Schlamm und Schutt. Ein Bagger versucht die Route zu räumen, jedoch scheinbar erfolglos. Die Strasse ist auf mehreren hundert Metern Länge komplett verschüttet und an einigen Stellen fast meterhoch von Schlamm und Geröll bedeckt. Wie tief die Schlammlawine ist sieht man an den meterhohen Rädern des Baggers die an manchen Stellen zur Hälfte im Schlamm versinken. Dutzende Schaulustige stehen oder sitzen an den Hängen und beobachten wie das grosse Fahrzeug verzweifelt versucht den Weg zu räumen. Umsonst, wie wir feststellen, da der zur Seite geschobene Schlamm sofort wieder nachrutscht und die eben noch offenen Lücken wieder füllt. Ein verrückter Motorradfahrer steht mitten im Schlamm und versucht mit rauchender Kupplung sein Motorrad durch zu quälen, steht dabei aber allen nur im Weg. Pascal kämpft sich zu Fuss durch den Schlamm um die Situation zu checken. Nach einer halben Stunde rekognoszieren kehrt er zurück und trifft nach Erläuterung der Situation eine Entscheidung. Wir kehren um, denn es ist bereits spät und wir hätten noch mal soviele Kilometer vor uns wie bereits hinter uns. Ausserdem soll die Route gemäss Auskunft von auf der anderen Seite stehenden und ebenso wartenden Autofahrern auf weiten Teilen der Strecke weiterhin so schlammbedeckt sein. Unterwegs gibt es so gut wie keine Unterkünfte. Mir graut vor dem Rückweg, dieser erweist sich jedoch als wesentlich einfacher als erwartet und mit Sicherheit im Vergleich zudem was vor uns gelegen hätte. Die zuvor durchquerten Schlammpassagen verlieren bei der zweiten Durchfahrt fast ihren Schrecken und schliesslich können wir die letzten Kilometer nach Demnate sogar noch richtig geniessen. In der Stadt angekommen spendieren wir Ross und Reiter erstmal eine Runde durch die Waschanlage. Einigermassen sauber checken wir wieder im selben Hotel ein, verlangen aber ein anderes Zimmer was sich im nachhinein als Fehler erweisen soll. Das Zimmer scheint zwar sauberer, morgens um fünf weckt uns jedoch ein lautes Rauschen aus dem Bad, Wasserrohrbruch! Da Pascal vor dem zu Bett gehen noch versehentlich die Abdeckung der Wasserrrohrleitungen demontiert hat weil ein Tuch dazwischen eingeklemmt war ist der Hauptwasserhahn schnell gefunden und zugedreht. Während Pascal torkelnd und etwas Unverständliches brabbelnd wieder ins Bett schleicht versuche ich mit den restlichen Tüchern das knöcheltiefe Wasser aufzuwischen. Da war die Welt noch in Ordnung... Eines der harmloseren, anspruchsvollen Stücke... Endstation...! Da war mal ne Strasse... Sisyphusarbeit... Sinnlose Rauchzeichen... Von wegen immer sauberer Tiger...
  3. Donnerstag 5. Mai 2016; Tahnaout – Demnate Am nächsten Morgen ist es neblig verhangen und die steile Zufahrt zum Hotel hat sich in ein glitschiges Schlammbad verwandelt. Nur ungern verlassen wir diese Oase der Ruhe, diesmal allerdings auch aus anderen Gründen. Ich lasse Pascal meine XC die zwei engen Kehren für mich runter rutschen und schaffe den Rest gerade so alleine. Die Fahrt durch das unterhalb des Hotels liegenden Dorfes, welche schon im trockenen Zustand Konzentration erfordert, wird zur Rutsch- und Zitterpartie. Die Dorfbewohner jedoch finden das Ganze mächtig amüsant und lachen und klatschen als wir wie auf Schlittschuhen auf unseren Motorädern an ihnen vorbei rutschen. Mehr als einmal muss ich meine Maschine stehen lassen und für ein paar Meter den Lenker meines Tigers Pascal überlassen. Irgendwann stehen wir an der Kreuzung welche auf die asphaltierte Strasse führt und müssen erst mal ein paar Minuten verschnaufen. Unterwegs wird uns erst richtig bewusst was letzte Nacht hier los war. Die Strassen sehen zum Teil schlimm aus, überall ist Wasser. Steine, Schlamm und sonstiges Zeugs liegt auf den Strassen. Flüsse führen schmutzig braunes Wasser , Brückenpfeiler sind mit Schwemmholz verstopft. Wir erblicken halb abgerissene Häuser, Mauern und ganze Strassenteile weil der Fluss das Ufer mitgenommen hat. Kurz nach Ait Ourir kommt dann die schlechte Nachricht. An einem Kreisel stehen Polizisten und leiten den Verkehr um. Die Hauptverkehrsstrasse nach Ouarzazate ist gesperrt und heute sicher nicht mehr offen, vermutlich auch nicht morgen. Hunderte Meter lange Kolonnen von Autos und Lastwagen säumen den Strassenrand. Keiner weiss so recht wie und wo es weiter gehen soll. Die Sichtung der Karte zeigt dass es von Demnate aus eine kleine Passstrasse gibt, welche nach Ouarzazate führt. So fahren wir also nach Demnate und beziehen dort etwas ausser- und oberhalb der Stadt spontan Quartier. Die Hotellobby beeindruckt im wunderschönsten orientalischen Stil, die Zimmer sehen jedoch recht verwahrlost und dreckig aus. Es riecht stark nach Abwasser. Fürs erste jedoch egal, Hauptsache trocken und warm. Auf der Terasse tummeln sich Pfauenvögel, überall liegt Kot. Dafür ist die Aussicht und die Abendstimmung sensationell. Demnate liegt uns quasi zu Füssen und es sieht aus als hätte Allah den kurz zuvor wolkenverhangenen Himmel mit seiner Hand genau über der Stadt aufgerissen. Essen gibt es sehr spät, dafür aber reichlich und gut. Steile und am Vorabend noch trockene Auffahrt zum Hotel... Zitter- und Rutschpartie heil, aber dreckig überstanden... Aus kleinen Rinnsalen werden breite, tosende Flüsse... Ob das wohl auch das Unwetter angerichtet hat...? Schmutzige, tosende Brühe... Immer wieder überqueren wir überspülte Strassen... Hunde und Tiger, ob das wohl gut geht...? Pfaue haben unsere Terasse in Beschlag genommen... Götterdämmerung...
  4. Vielen Dank. Es geht gleich weiter...
  5. Hallo Michaela Willkommen im Forum und bei den Tiger Treibern. Meine Frau würde ihren Tiger um keinen Preis der Welt wieder hergeben. Viel Spass hier und unterwegs auf der kleinen Raubkatze. Grüsse aus der Schweiz Pascal
  6. Hallo Admir Willkommen im Tigerhome und bei den 800er Treibern. Viel Spass hier und unterwegs auf der kleinen Raubkatze... Der Wolf ist aus deiner Ecke und kann dir sicher ein paar nette Touren zeigen. Grüsse aus der Schweiz Pascal
  7. Hallo Olli Willkommen im Forum und ganz speziell bei den XC Treibern. Viel Spass hier und unterwegs auf der kleinen Raubkatze... Grüsse aus der Schweiz Pascal
  8. Hallo Roudinho Willkommen im Tigerhome und speziell bei den XC Treibern. XT600 hab ich (aktuell) auch noch 3 in der Garage stehen. Viel Spass hier bei uns und unterwegs auf deiner Raubkatze... Grüsse aus der Schweiz Pascal
  9. Hallo Martin Willkommen im Tigerhome und bei den 800er Treibern. Viel Spass hier und unterwegs auf deiner Raubkatze... Grüsse aus der Schweiz Pascal
  10. Hallo Anja Willkommen im Forum und bei den Tiger Treibern. Viel Spass hier bei uns und unterwegs auf der Raubkatze... Grüsse aus der Schweiz Pascal
  11. Hallo Frank Willkommen im Tigerhome und speziell bei den XC Treibern. Viel Spass hier im Forum und unterwegs auf der Raubkatze... Grüsse aus der Schweiz Pascal
  12. Ich habe während meinen mittlerweile 70tkm auf meiner XC festgestellt dass der Ölverbrauch zumindest bei meinem Tiger sehr stark von der Fahrweise und der Temperatur beeinflusst wird. Ausserdem genehmigt sich der 800er Motor gerne einen Schluck mehr bei häufigen und langen Autobahnetappen. Ich musste bis ca 30tk auch nie einen Schluck Öl nachfüllen. Mittlerweile gönnt sich die XC von Zeit zu Zeit, aber eben auch nur unregelmässig, 2-3 Deziliter zwischen den Serviceintervallen. Allerdings ist diese Menge für mich immer noch nicht Besorgnis erregend. Vielleicht müsste man bezüglich Ölverbrauch mal jemanden fragen der schon deutlich mehr Kilometer auf dem Tacho hat und mit Sicherheit auch sportlicher unterwegs ist als ich. Und da kommt mir spontan gleich der Wolf in den Sinn...
  13. Dienstag 3. Mai 2016; Taroudannt – Tahnaout Einmal mehr bepacken wir am nächsten Morgen schweren Herzens unsere Tiger um weiter zu ziehen. Täglich sind wir hin und her gerissen zwischen „bleiben wollen in unglaublich schönen und erholsamen Oasen“ und „der Neugier was noch Schönes auf uns warten könnte“. Die tolle Unterkunft sowie die interessante Stadt hätten einen Aufenthalt von ein paar Tagen verdient und so beschliessen wir zum Abschied wenigstens noch eine Stadtumfahrung auf den Tigern zu unternehmen um die ganze Festigungsmauer auch mal komplett von aussen zu sehen. Das "Schöne das auf uns wartet" entpuppt sich als eines der Highlights der ganzen Tour. Eine Reise ins Atlasgebirge auf einer unglaublich schön geschwungenen Strasse mit Supergrip und kaum Verkehr, landschaftlich ein Augenschmaus. Die R203 nach Asni bietet Fahrfeeling pur und grandiose Ausblicke in die Weite bei angenehmen Temperaturen. Unterwegs machen wir an einem Pass bei einem Berber Halt der einen kleinen Imbiss und Kiosk führt. Wir geniessen ein köstliches "Omelette Berber" und sind zufrieden und dankbar an diesem schönen Ort verweilen zu dürfen. In Tannahout angekommen halten wir an einer Tankstelle an um nach dem Weg zur Unterkunft zu fragen. Das angepeilte Hotel liegt irgendwo im Nirgendwo und niemand kann uns Auskunft geben. Nachdem wir getankt haben rufen wir kurzerhand im Hotel "Tigmi Nomade" an. Der Hotelbesitzer will uns im nächstgelegenen Dorf abholen, da der Weg nicht befestigt ist und das Hotel nicht einfach zu finden sei. Kurz darauf erscheint Mohamed, der Hotelbesitzer, und fährt in seinem kleinen Wagen voraus. Nach ein paar hundert Metern biegt er von der Strasse ab in in einen unbefestigten Weg. Zuerst noch Naturstrasse, ändert der Belag nach ca 1km in noch feste Erde und wird zum Schluss zu einer Lehm- und Sandstrasse welche durch ein von der Umwelt abgeschnittenes Dorf führt. Gleich am Ende des Dorfs folgt eine enge Kehre steil hinauf zum am Hang liegende Hotel. Mir bricht langsam der Schweiss aus und ich stelle mich auf die Fussrasten um besser blancieren zu können was mir dank dem vergangenen Offroad Training auf Fuerteventura auch leicht fällt. Noch eine letzte enge Kehre direkt vor dem Hotel wäre zu schaffen, doch leider fährt Mohamed immer langsamer und hält zu allem Elend auch noch auf der steilen Auffahrt an. In der Mitte zwischen den Fahrrinnen stehend, kriege ich die Füsse nicht auf den Boden und ehe ich mich versehe liege ich auch schon auf der Seite. Pascal der seine Maschine unterdessen abgestellt hat eilt mir mit Mohamed zu Hilfe. Ich trage es mit Fassung, bin eher stolz überhaupt solange oben geblieben zu sein. Nur Mohamed ist es furchtbar unangenehm. Dem Tiger und mir ist nichts passiert und Pascal fährt das Motorrad die letzten paar Meter zum Parkplatz hoch und in den abgeschlossenen Innenhof. Als Entschädigung dürfen wir jedes Hotelzimmer sehen und uns eines aussuchen. Die Anstrengung hat sich gelohnt, auch dieses Hotel ist ein Traum im Riadstil mit offenem Innenhof, Springbrunnen in der Mitte. Es liegt einsam in der Landschaft, rundherum nur grüne Hügel, Schafe, Ziegen, Esel und Hirten. Ausser dem Zirpen der Grillen, Eselgeschrei, gackernden Hühnern und dem Ruf des Muezzins (welcher hier wirklich aussergewöhnlich schön ist) herrscht an diesem Ort nur wohltuende Ruhe. Die Luft riecht köstlich. Abendessen gibt’s auf dem Dach bei Lifemusik und Lifegesang. Ausser uns ist nur noch ein einzelner anderer Gast anwesend. Das Essen ist super lecker, wir schlagen uns die Bäuche voll und schlafen später tief und entspannt ein. In diesem Hotel haben wir zwei Übernachtungen gebucht weil für den nächsten Tag Gewitter angesagt sind. Der nächste Morgen sieht noch recht freundlich aus und wir wandern in der Gegend rund um das Dörfchen herum, geniessen den unglaublichen Frieden und die Ruhe. Gerade als wir wieder im Hotel ankommen bricht der Sturm los und zeigt uns wie klein und unbedeutend wir doch sind und dass die Natur den Menschen beherrscht und nicht umgekehrt. Auf dem Weg nach Asni... Das "Tigmi Nomade" in Tahnaout... Spaziergang vor dem grossen Unwetter...
  14. Montag 2. Mai 2016; Essaouira – Taroudant Unsere heutige Etappe führt uns erst mal weg von der Küste ein bisschen weiter ins Landesinnere. Die Strasse steigt zunehmend an und wir überqueren einen kleinen Pass auf dessen Anhöhe wir eine Pause machen. Die Strecke ist toll und kurvenreich und die Conti TKC70 auf unseren Tigern krallen sich förmlich in den gripreichen Asphalt. Das Kurvensurfen macht Spass ohne Ende, nicht zuletzt dank dem so gut wie nicht vorhandenen Verkehr. Was sich in Agadir schlagartig ändert und das durchqueren der Grossstadt zunehmend mühsam macht zumal es nun richtig heiss wird. Der dichte Verkehr, das Stop and Go und das teilweise rücksichtslose Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer macht die Durchfahrt zur Qual. So hatten wir die marokkanischen Autofahrer bis jetzt noch nirgends erlebt. Irgendwann ist auch das geschafft und wir geniessen die Weiterfahrt. Die Strasse von Agadir nach Taroudant ist gesäumt von unzähligen Orangeplantagen welche einen unglaublich intensiven Duft nach Orangeblüten verströmen. Immer wieder kreuzen oder überholen wir alte baufällige Lastwagen voll beladen mit Kisten voller Orangen und den Pflückern welche obendrauf stehend oder sitzend versuchen auf dem mit 80km/h fahrenden Gefährt Halt zu finden. Man darf sich nicht vorstellen was bei einer Vollbremsung passieren würde. Aber die Leute sehen glücklich und zufrieden aus und winken oder rufen uns zu während wir an ihnen vorbei fahren. In Taroudant angekommen werden wir schon auf der Strasse fahrend in gebrochenem Deutsch von einem Scooterfahrer angesprochen welches Hotel wir suchen würden. Wir halten an, werden willkommen geheissen und er bietet uns Geleit zum Hotel an. Da wir vor sogenannt falschen Führern oft gewarnt wurden sind wir etwas zurückhaltend was den armen Mann doch etwas beleidigt, denn er führt uns wirklich genau zum genannten Hotel. Dort angekommen entschuldigen wir uns höflichst bei unserem Guide und wechseln noch ein paar Worte mit ihm. Wie sich herausstellt arbeitet sein Bruder in der Schweiz. Unsere Unterkunft, das „Dar Tourkia„, entpuppt sich als weiteres Paradies. Versteckt hinter alten Mauern und einem grossem Holztor liegt ein traumhafter orientalischer Garten mit Palmen, Orangenbäumen, Bougavillea, Zitronenbäumen, Euphorbien aller Art, Kakteen usw. In der Mitte der türkisblaue Pool um den sich die Zimmer gruppieren. Riesige Zimmer mit alten Holzmöbeln und im maurischen Stil gekachelte Bäder mit goldenen Messingwaschbecken. Es ist wie in 1001 Nacht und wir können unser Glück kaum fassen. Ein Teil der das Grundstück umgebenden Mauer gehört zur alten, aus Lehm gebauten Festigungsmauer welche sich rund um die ganze Stadt herum zieht und welcher wir später am Abend fast um die ganze Stadt herum entlang spazieren. Wir verlaufen uns in den zahlreichen engen Gassen und gelangen dabei auch in ärmere Quartiere, werden jedoch auch hier nirgends belästigt sondern freundlich gegrüsst. Ein paar Kinder machen sich einen Spass daraus uns das Fotografieren verbieten zu wollen ausser wir würden dafür 1 Dirham bezahlen. Wir albern ein wenig mit ihnen herum bis sie uns schliesslich in Ruhe lassen. Den Kindern in diesem Beispiel ging es gut. Sie waren sauber, anständig gekleidet, hatten Süsskram dabei und so haben wir ihnen nichts gegeben. Andere betteln wirklich und leben in ganz schlechten Verhältnissen. Aber man sollte auch ihnen kein Geld geben, denn sie bekommen von Touristen oft mehr als ihre Eltern auf der Arbeit verdienen, was dazu führt, dass diese ihre Kinder statt in die Schule zum Betteln schicken. Irgendwann landen wir wieder im Zentrum und auf uns bekannten Strassen. Da uns langsam der Hunger quält suchen wir uns ein Restaurant wo wir etwas Ruhe haben was in dem ganzen Gewimmel und den unzähligen kleinen Läden gar nicht so einfach ist. Schliesslich werden wir fündig, ein kleines Lokal mit einem Tripadvisor Aufkleber an der Türe weckt unsere Aufmerksamkeit. Zwei Stunden später machen wir uns satt und zufrieden auf den Weg zu unserem Hotel wobei wir uns diesmal von meinem Smartphone leiten und navigieren lassen. Unterwegs, kurz vor Agadir... Das "Dar Tourkia" in Taroudant... Die eindrucksvollen Festungsmauern von Taroudant... Blick über die Mauern... Fussball macht glücklich... Im Innern der Stadt...
  15. Ich schütte nach einem Service und Öl- inkl Filterwechsel erst mal 3,4 Liter rein. Danach mache ich es wie Gerhard und meist werden dann noch ein, zwei Deziliter nachgefüllt.