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> Schaden am Motor
Tiger666
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 15:30 Uhr


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Hallo Leute,

nach 6500 km lief eine grün-braune Sose aus der "Motorbelüftungsschlauch".

Das Kühlwasser hatte sich wohl im Kreislauf mit Öl gemischt.

Die Ölpumpe, Wasserpumpe und der Wärmetaucher wurden gewechselt. Einen genauen Grund bzw. Ursache konnte der Techniker mir nicht nennen.

ist dies auch schon anderen passiert?

Tiger 666
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fredis-garage
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 16:11 Uhr


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Es wäre interessant Genaueres zu erfahren:
Tiger Explorer ?
Erstzulassung ?
Wie- und unter welchen Umständen fiel der Schaden auf?

Wenn Wasser in den Ölkreislauf eintritt, geschieht dies in der Regel im Bereich des Zylinderkopfes/der Zylinderkopfdichtung- bei deiner Maschine auch??
Der Techniker sollte sehr genau wissen, welche Ursache vorlag- sonst kann er die Reparatur nicht ordnungsgemäß durchführen, bzw. sollte seinen Gesellenbrief zurück geben.
Je nach dem wo das Wasser, in welcher Menge eingedrungen ist und wie lange es im Motor war, kann dir noch ein kapitaler Motorschaden (Lagerschaden) bevorstehen.


fredis-garage
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Ralph
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 16:38 Uhr


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Hi

naja, die Überschrift ist nicht so ganz treffend, "Schaden Motoranbauteile" nenne ich das.

Ich wette ne Kiste gutes Bier, dass der Fehler im Wärmetauscher war (kenne ich von meinem Citroen XM, da hat die Fachwerkstatt aber den ganzen Motor zerlegt, frische Kopfdichtungen etc. montiert und 30 Sekunden nach dem ersten Anlassen war die Suppe wieder da dry.gif ), der Wärmetauscher war dann anschließend in 20 Minuten getauscht und Ruhe war.

Kann passieren, denn in den Dingern ist ja nur ne bessere Folie zwischen Öl und Wasser.

Das Austauschen von Öl- und Wasserpumpe war sehr fürsorglich und "auf Nummer sicher gehen!"

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Hubert
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 17:33 Uhr


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klärt mich bitte auf laugh.gif

Wärmetauscher kenne ich nur beim Auto als Bauteil einer Heizungsanlage im Auto ...... aber beim Motorrad ?

Gruß
Hubert
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Ralph
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 18:03 Uhr


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In dem Fall ist das ein Bauteil, durch das Kühlwasser und Motoröl getrennt durch Aluzwischenwände fließt, dadurch wird die höhere Temperatur des einen an das andere Medium abgegeben, z.B. wird beim kalt losfahren durch das Kühlwasser das Öl schneller warm, später wird heißes Öl mit dem Wasser abgekühlt.
Dadurch spart man sich auch den zusätzlichen Ölkühler, die Mehrzahl der Autos ist mit so etwas ausgerüstet.

Beide Kreisläufe stehen unter Druck, Öl üblicherweise unter dem höheren, deswegen wird bei einem Leck, das von außen leider nicht sichtbar ist, sofort Öl is Kühlwasser gedrückt. macht man den Motor aus ist der Öldruck weg aber der Wasserkreislauf hat noch Druck (ja, es gibt auch offene Systeme, da ist es nicht so) und schiebt nun seinerseits Wasser in den Ölkreislauf ... die Folge ist eine entsprechende Pampe in beiden Kreisläufen.

Wie Fredi schreibt kann das zu Lagerschäden führen, wenn es längere Zeit nicht bemerkt wird.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Ralph am Mittwoch, 07.November 2012, 18:04 Uhr
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fredis-garage
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 20:49 Uhr


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Das Kühlsystem der Explorer weist tatsächlich im Bereich des Wärmetauschers und der Wasserpumpe "Kritische" Bereiche auf, weil sich Öl und Wasser hier so nahe kommen, dass eine Leckage nach innen erfolgen kann.
Es wird in den Werkstattunterlagen extra darauf hingewiesen, dass nach einer Überdruckkontrolle des Wasserkühlers das Motoröl auf Wasser überprüft werden soll.
Wasser- und Ölpumpe sind ferner als gemeinsames Bauteil konstruiert und können deshalb auch nur komplett getauscht werden.
Das dürfte auch die Erklärung für den Tausch dieser Einheit sein.....
Ob es dazu z.B. interne Weisungen des Werkes gibt (im vorliegenden Fall alle Teile zu wechseln) entzieht sich meiner Kenntnis- ist aber durchaus denkbar. Könnte ja sein, dass man damit bereits Erfahrung hat.

fredis-garage
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Hubert
Geschrieben: Mittwoch, 07.November 2012, 21:03 Uhr


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Zitat (Ralph @ Mittwoch, 07.November 2012, 18:03 Uhr) 

.........  z.B. wird beim kalt losfahren durch das Kühlwasser das Öl schneller warm ...............


so so, man lernt ja nie aus, ich wußte bisher noch nix von einem verborgenen Wärmetauscher beim Motorrad unsure.gif

Gruß
Hubert

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gütsch
Geschrieben: Donnerstag, 08.November 2012, 13:06 Uhr


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So nach langer zeit mal wieder hier..

Kann dazu nur sagen das ich auf einen kompl. Neuen Motor " BESTEHEN " würde.

Grund ganz klar wenn sich das Öl mit dem Kühlwasser vermischt, wird das Wasser an alle Stellen kommen.
An den Lagern, wird sich das Wasser vor den Ölfilm legen und somit auch wenn Ölwechsel alles gemacht wurde dort bleiben.... Die folge ist das ein Lagerschaden
mehr als nur Wahrscheinlich ist.
Bei unseren Enduro und Cross Motoren wenn das passiert, auch wenn die Mopeds mal " absaufen " haben wir früher nur alles Trocken gelegt 2 mal Ölwechsel gemacht und uns nach ein paar hundert km gewundert warum der Motor hoch ging....

Die beiden letzten Motoren wurden kompl. mit Neuen Lagern gemacht Gesäubert etc.. laufen nach wie vor Tadellos.

Auch wenn nur eine kurze Zeit, der Ölfilm nicht korrekt am Lager ist läuft sich dieses sofort im my. Bereich ein und der Schaden ist da.... , was ja bestimmt passiert ist oder ?

Also hast du auch kompl. Neue Lager bekommen ???
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Batzen
Geschrieben: Donnerstag, 08.November 2012, 13:13 Uhr


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Aus einen neuen Motor bestehen kann man schon, aber bekommen wird man ihn nicht wink.gif

Beim Auto wird ja auch nicht jeder Motor getauscht wenn man die Kopfdichtung hinüber war und auch nicht jedes Mopped, das mal bei einer Wasserdurchfahrt mit angesaugt hat, hatte nach 2x Ölwechsel und dadurch erfolgter Ausspülund der Emulsion einen Motorschaden. Da müssten ja aus diesem Grund reihenweise kaputte Boxer im GS Forum rum schwirren... whistle.gif

Also Panikmache halte ich da nicht für angebracht, wenn nicht hunderte KM mit der Emulsion gefahren wurden.

Ein im mü Bereich einglaufenes Lager fällt da m.M. nach in die Fertigungstoleranz.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Batzen am Donnerstag, 08.November 2012, 13:15 Uhr
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Ralph
Geschrieben: Donnerstag, 08.November 2012, 20:34 Uhr


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Ein Aktenvermerk über den Sachverhalt und wenn der Motor dann früher als "üblich" einen Schaden hat sollte das ausreichen für "Garantie bzw. Kulanzverhandlung".

Kein Hersteller wird auf Basis dieser Reparatur den Motor tauschen whistle.gif
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Mullibulli
Geschrieben: Freitag, 09.November 2012, 16:30 Uhr


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Zitat (Ralph @ Mittwoch, 07.November 2012, 18:03 Uhr) 

In dem Fall ist das ein Bauteil, durch das Kühlwasser und Motoröl getrennt durch Aluzwischenwände fließt, dadurch wird die höhere Temperatur des einen an das andere Medium abgegeben, z.B. wird beim kalt losfahren durch das Kühlwasser das Öl schneller warm, später wird heißes Öl mit dem Wasser abgekühlt.
Dadurch spart man sich auch den zusätzlichen Ölkühler, die Mehrzahl der Autos ist mit so etwas ausgerüstet.

Beide Kreisläufe stehen unter Druck, Öl üblicherweise unter dem höheren, deswegen wird bei einem Leck, das von außen leider nicht sichtbar ist, sofort Öl is Kühlwasser gedrückt. macht man den Motor aus ist der Öldruck weg aber der Wasserkreislauf hat noch Druck (ja, es gibt auch offene Systeme, da ist es nicht so) und schiebt nun seinerseits Wasser in den Ölkreislauf ... die Folge ist eine entsprechende Pampe in beiden Kreisläufen.

Wie Fredi schreibt kann das zu Lagerschäden führen, wenn es längere Zeit nicht bemerkt wird.


Ich kenne kein einziges Auto oder Motorrad bei dem der Wasserkühler (Wärmetauscher) Wasseranschlüsse sowie Ölleitungsanschlüsse aufweist. Kannst mir da welche nennen?

Bei dem Schaden und den getauschten Teilen ist meiner Ansicht nach nur die Wasserpumpe das Bauteil das Öl und Wasserkontakt hat, im Öl läuft der Antrieb der Wasserpumpe und im Wasser das Förderrad das das Wasser umwälzt. Wenn der Simmerring vom Ölkreislauf und der Simmerring des Wasserkreislaufs verschlissen oder beschädigt sind, dann kann Öl ins Wasser gelangen und umgekehrt.
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Ralph
Geschrieben: Freitag, 09.November 2012, 17:05 Uhr


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Zitat (Mullibulli @ Freitag, 09.November 2012, 16:30 Uhr) 

Ich kenne kein einziges Auto oder Motorrad bei dem der Wasserkühler (Wärmetauscher) Wasseranschlüsse sowie Ölleitungsanschlüsse aufweist. Kannst mir da welche nennen?


Der Kühler ist auch ein Wärmetauscher, aber da gibts noch mehr wink.gif

Die Anschlüsse sind nicht im Wasserkühler, hier geht es um ein extra Bauteil, manche Motoren haben das integriert, viele haben das als einzelnes Teil mit Öl- und Wasseranschlüssen, irgendwo im Motorrrum, oder am Block angeflanscht, oder, sehr oft angewandt, zwischen Motorblock und Ölfilter, eine Zwischenplatte, genau gesehen ein Sandwich aus Platten, durch die das Öl vom Filter und getrennt durch Aluwändchen das Kühlwasser geleitet wird, hier z.B. Porsche Cayenne

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Wo das bei der TE rumhängt habe ich noch nicht gesucht .... es fährt ja thumbub.gif
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Technikfan
Geschrieben: Freitag, 09.November 2012, 17:24 Uhr


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Moin,

wir fahren einige Wärmetauscher in der Dose oder am Mopped durch die Gegend. Der Kühler ist als Luft-Wasser-Wärmetausche der auffälligst und der mit dem geringsten Wirkunggrad je cm² Oberfläche.
Diese Öl-Wasser-Wärmetauscher sind sehr häufig und sind in der Regel aus Edelstahlplatten und geprägten Kupferplaten (Kanäle eingeprägt) gelötet. Die Dinger sind erstaunlich Druckfest, jedoch sollte eine Platte im Verbund verletzt oder eingeschnürt sein, der Lotfluß nicht optimal, dann kann das Bauteil die Prüfung noch überstehen und versagt dann bei der Nutzung.

Wenn diese Wärmetauscher älter werden entsteht zusätzlich das Problem der Caviation (die bewegten Flüssigkeiten spühlen die Platten aus). Gerade an Stellen mit Richtungsänderung ein nicht zu unterschätzendes Phänomen.

In Echt sieht man z.B. diese Wärmetauscher bei der BMW F800 vorne vor dem Kurbelwellengehäuse.

Daß die Explorer so einen Plattenwärmetauscher haben muß ist klar, da sie keinen konventionellen Ölkühler hat und einen relativ großen Wasserkühler. Wo das Ding in der Explorer sitz, weiß ich nicht, aber sogar in der Ölwanne wäre es möglich.

Schöne Grüße
Jens

PS: Ich habe gerade ein paar Deckbleche für solche Wärmetauscher auf dem Schreibtisch liegen....

Der Beitrag wurde bearbeitet von Technikfan am Freitag, 09.November 2012, 17:47 Uhr
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fredis-garage
Geschrieben: Samstag, 10.November 2012, 13:47 Uhr


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Das "Ding" (Wärmetauscher) wird bei der Ex dem Motorölkreislauf zugerechnet und sitzt direkt auf der Ölpumpe. Das Öl wird unmittelbar von der Pumpe durch den Wärmetauscher zum Ölfilter geschickt. Zwischen Pumpe und Tauscher sitzt ein Überdruckventil, damit bei Drücken etwas über 5 bar der Öldruck darüber sofort in die Ölwanne zurückgeführt wird-ohne den Wärmetauscher durch Überdruck zu zerstören....
Der Wärmetauscher wirkt in zwei Richtungen:
Nach dem Start schnelleres Erwärmen des Öls- (Kühlwasser wird schneller warm als das Öl)
-wird das Öl heißer als das Kühlwasser im Wärmetauscher, gibt es dort Wärme ab...

Man kann nun darüber theoretiesieren, welche Wirkung eine Wasser- Öl emulsion im Motor hat. Entscheidend in der Praxis ist, dass der Schaden während der Gewährleistungsfrist auftrat und registriert wurde. (schrieb Ralph bereits)

Ist das Öl erst einmal emulgiert (weißliche Schlierenbildung) kann der Schaden schon programiert sein. Mir selbst ist trotz sachgemäßer Reparatur und pingeliger Motorspülung dereinst ein Motor an einem Lagerschaden verendet - es war aber mein Motor und das Risiko war mir klar- ich war einfach zu faul, alles zu zerlegen und bin dafür bestraft worden.

fredis-garage
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