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T400 vs. T709


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Hallo liebe Tiger-Gemeinde,

 

ich spiele gerade mit dem Gedanken mir eine Tiger zuzulegen. Hintergrund ist folgender: Ich fahre eine Guzzi V11, die ist mir für ausgiebigere Touren aber mittlerweile leider zu unbequem. Für längere Reisen hab ich noch eine alte DR 650 RSE, fährt sich prima und man kann vor allem auch mal unbefestigte Straßen unter die Räder nehmen. Aber, der Single mit 44 PS ist auf Dauer auch nicht erquicklich. Alternativen wären also Afrika Twin, Super Tenere ... reizen tut mich aber nur eine: Tiger!

Nun meine Frage, da ich gerne auch mal Feldwege und Schotterpassagen nehme. Die T400 gilt offenbar wegen des hohen Gewichtes und des hohen Schwerpunktes als offroad ungeeignet. Zumindest wird das in in den Tests der einschlägigen Motorradzeitschriften behauptet. Wie sieht es da mit der T709 aus? Hat sich zwischen den beiden in der Entwicklung da was getan?

Wäre euch für ein paar Tipps dankbar.

Grüße

Dietmar

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hallo Dietmar

 

ich kenne die 400er nicht aus eigener Erfahrung

habe aber (noch) ne 709 (ohne EN)

und mit dieser dovh einiges an sportlichen Km teils auch auf Schotter und ausgewaschenen Strecken mit tiefen Spurrinnen hinter mir.

 

Nachteil der 709:

sie setzt zu früh mit dem Krümmerpaket auf.......grade im Zweipersonenbetrieb auf kindskopfgroßen Schottersteinen war dies am Tremalzopass ein echtes Handicap.

 

Da ich im Gegenzug inzwischen aber auch neuere Tigerchen bewegt habe, muss ich doch sagen, dass die T709 am nähesten an der Sporttiger drann ist........und meines Erachtens diese auf engem kurvigem Geläuf mit schlechtem Belag sogar locker schlägt.

800 und 1200 sind ne andre Klasse.....Reisetiger, keine Heizetiger....lassen sich zwar auch flott um Kurven schmeissen, sind aber deutlich behäbiger (ja, auch die 800 in versch. Versionen)...

an die flotte Kurvenhatz der 709 kommt keine andre Tiger rann.

 

ich kann dir anbieten mal ne Proberunde zu drehen......falls es dir zu mir und meine T709 ist hier am Rande des Kraichgau nicht zu weit ist (von wo kommst du?)

 

Gruss

Tom

 

 

 

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Hi Tom,

besten Dank für deine Einschätzung. Dein Angebot würd ich glatt annehmen, aber bis zu dir sind von Berlin aus ein paar Kilometer zu viel. Trotzdem vielen Dank.

Dietmar

@Wolfgang: sieht ein wenig nach Liberec aus?

 

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Moin!

Ich hatte gut 4 Jahre eine T400 und muss sagen, die kann schon was wegstecken.

Irgendwo in der Nähe des Gardasees endete mal der Asphalt und es ging richtig übel Schotterpiste mit tiefen Schlaglöchern und Bodenwellen.

Mal abgesehen davon, dass ich jeden Moment dachte, dass mein Kumpel hinter mir mein komplettes Cockpit irgendwann einsammeln muss (das Geweih war da bereits geflickt), bin ich da gut drübergeballert.

Mein Fahrwerk war derzeit glaub ich auch noch alt bzw. original ab Werk. Und da ich recht groß bin, bin ich auch nicht im Stehen gefahren.

Hatte noch einen KTM-Fahrer hinter mir, der hat vermutlich ziemlich gestaunt :D

Optisch liegt die T400 imho ganz klar vorn, die Nachfolger haben dafür nicht mehr die zickigen Vergaser.

Keine leichte Entscheidung ;)

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Am 27.12.2019 um 16:56 schrieb Kallebadscher:

an die flotte Kurvenhatz der 709 kommt keine andre Tiger rann

Sorry, diese Aussage muß ich als 1050er Fahrer doch mit einem dezenten Schmunzeln stark anzweifeln.

 

Davon abgesehen liebe ich zwar alle britische hochbeinige Triples sehr, würde ich allerdings meine Touren mit viel Schotterpassagen planen, käme mir was deutlich leichteres und damit konditionsparenderes  ins Haus. 

Griaßle, Frank

Edited by growaebbl
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hallo Frank

 

da bei mir im vergangenen Frühjahr ein Neukauf (junge Gebrauchte) anstand, habe ich alles in dieser Liga probegefahren......auch die 1050/Sport......sowohl Solo als auch mit Sozia kommt mir meine optimierte 709 weit handlicher und kurventauglicher rüber als alle neueren Tigerchen.....was dann zum Fazit hatte, dass ich kauftechnisch nen ganz anderen Weg eingeschlagen habe:

dir T709 bleibt......und es kam n schwerer Reisedampfer in Form der veritablen Honda Crosstourer mit DCT dazu.......letztere ist wiederum weit handlicher und für mich bequemer als die 1200er Großkatzen.

.....die damals probegefarenen BMW-GSen waren extrem schnell aus dem Rennen......weder qualitativ noch fahrtechnisch nicht in mein Jagdrevier passend 😉

 

 

wie man sich auf nem Moped fühlt

oder wie man ein Moped bewegt ist aber trotzdem immer Ansichtssache.....jeder Ar*** ist anders, jeder Gasgriff wird anders bewegt....

manche schwärmen von den GSen

Andre jubeln über die 1050er

und ich schraddel an der T709 bereits den 4ten Fußrastensatz ab 😉

 

 

Gruss

Tom

 

 

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Hallo Dietmar, 

ich hatte beide, die T400 (mit extrem zickigem Vergaser) und ne schöne T709EN. Für das richtig dreckige Gelände sind beide zu schwer. Ausserdem verkratzen die Koffer an der 709 dann sehr schnell. 

Ja, die T709EN war schon eine Tiger Sport, die auch schon extrem gut aussah, wo sich Koffer sehr gut uns Gesamtbild eingefügt haben. Wenn die schon ABS gehabt hätte, dann hätte ich meine immer noch. 

Wenn ich heute eine der beiden nehmen müsste: T709EN mit Speiche in schwarz mit original Koffer (wasserdicht)!

 

Gruss,

Udo

 

 

 

 

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Meine 3. 709er (ohne EN) ist meine 2. offene, abgestimmt auf K&N und RaceCan, die 2. war eigentlich das Ersatzteillager für die 1, kein RacaCan, nur K&N mit RaceTune.
Zuvor hatte ich eine 1050er, die ich gegen die erste 709er eingetauscht habe, da sie mir zuwenig "alltagstauglich", kann nur leichten Schotter, gewesen ist.

Der Nachteil der 709er im Vergleich zu den neuen 800/1200ern kann ich nicht sagen, aber das 19" Vorderrad gehört sicher dazu. Habe mir ein selbiges hier gekauft, fühlt sich in "Gelände" prima an.

Für die Kurvenhatz ist das 19er sicher erste Wahl. Das Gewicht ist nicht so dramatisch, kannste auch hier "erlesen" https://www.moppedhiker.de/de/, die beiden machen vor, was mit der T709 möglich ist :)

Wünsche Dir viel Spass bei Deiner Entscheidung und einen guten Rutsch ins 2020 :)

 

 

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vielen Dank an alle für die zahlreichen Tips, Links unf Hinweise. Lass mir noch ein paar Wochen Zeit und schaue dann mal was der Markt so hergiebt. Tendiere gerade eher zur 709, egal ob mit oder ohne EN.

Dietmar

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Am 27.12.2019 um 13:00 schrieb diemo:

   ...    Für längere Reisen hab ich noch eine alte DR 650 RSE, fährt sich prima und man kann vor allem auch mal unbefestigte Straßen unter die Räder nehmen.    ...  

 

Hallo Dietmar,

 

willkommen im Forum. Eine DR 650RSE hatte ich auch ein paar Jahre lang. Trauere ihr immer noch nach. Würde sie heute nicht mehr hergeben. Habe vor etlichen Jahren eine geführte Balkantour mit ihr gefahren. Hatte das schwächste Mopped der Gruppe aber auch das leichteste. Hatte aber die wenigsten Probleme und wahrscheinlich den meisten Spaß. Bin froh, dass ich die Tour nicht mit meiner Tiger gemacht habe. Das wäre sicher nicht so easy gewesen!

 

Vielleicht schreibst du HIER ja auch ein paar Worte!?

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... ein tolles Thema und ich hänge mich auch gleich mal rein.

 

Hallo Dimo und willkommen!

Habe vor gut 2 Jahren genau an der Stelle auch gestanden.

Hier mal meine Herangehensweise und meine Fragen von damals ans Forum:

 

Im Grunde ist es so: Urtiger ist eben Urtiger. Er hat die längeren Federwege als die 709 und sicher auch den stärksten Charakter.

Das Gewicht hatte mich damals auch erst abgeschreckt. Die 709 ist ein paar Kilo leichter ... aber sobald der Tiger rollt, merkst Du das nicht mehr!

 

Ich habe zwar keinen Fahrvergleich zwischen beiden Modellen, stehe aber TOTAL auf die T400 (weswegen mir wohl auch gerade ein zweiter zugelaufen ist). :wistle:

 

Damals wurde mir geraten, lieber den Urtiger zu nehmen, wenn ich mehr "Enduro" als "Reise" haben möchte.

 

Heute nach 8000 km muss ich sagen, dass mir Gelände mit dem Tiger super gefällt! Amadeus weiß, dass ich da immer hin will. :cat-augenzukneifend_02:  Und ich hatte gerade dieses Jahr verstärkt im Gelände Ausflüge gemacht. Nicht mal mit den geeignetsten Reifen. Aber das ist einfach geil! Mein Kumpel (mit ner leichten CRF250 Enduro) hat gestaunt, was der Tiger alles wegsteckt. ...wir hatten mächtige Löcher und Huckel auf unseren Wald- und Feldwegen und der Tiger konnte richtig pumpen. Da hat nix durchgeschlagen und das Tierchen zog allzeit seine Bahn.

 

Genug Power hat sie auch, da nimmt sie sich mit der 855i quasi nichts. Reisen lässt es sich angenehm und für mich ist die Leistung im Rahmen der StVO äußerst reichlich und allzeit genug.

 

Der Urtiger ist einfach immer ein Hingucker. Ist alles Geschmackssache. Die seeeeehr runden Formen der 709er waren damals schwer in Mode. - Ich habe mich absichtlich gegen Einspritzung (Elektronikgedöns!) und Benzinpumpe für den Tank entschieden. Den Vergaser nimmst Du Dir einmal vor und dann ist es gut! Mein Tigerchen verbraucht zw. 5,0 und 5,6 L auf 100km. Auch wenn ich Spaß habe!

 

Ich muss auch gestehen, dass die T400 bei mir erst Liebe auf den 2. Blick war. Eine erste Probefahrt hatte mich damals nicht überzeugt. Ich wusste auch nicht, dass man die T400 ruhig ein bisschen aufdrehen darf. Nicht in den Kellergeschossen blubbern lassen! Und dann war es um mich geschehen. Der Triple macht einfach nur Spaß.

Und es ist ein Urviech im Gelände. Robust und kräftig.

 

Überleg's Dir! ;)

 

Gruß, Stefan.

:cat-augenzukneifend_10::cat-augenzukneifend_02:

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... naja, Diemo, neben der trivialen wie weisen Empfehlung, beide mal probezufahren (wenn man die Möglkichkeit hätte!), gibt es harte Fakten, die neben der reinen Formensprache zur Entscheidung verhelfen.

 

Sieh Dir die technischen Daten an. So habe ich auch verglichen:

- PS und Nm ... kein Entscheidungskriterium

- vmax ... kein Entscheidungskriterium

- Gewicht ... auch kaum ein Unterschied (und da Motor und Tank ähnlich hoch eingebaut sind, wohl auch kaum Einfluss aufs Handling)

- Verbrauch ... leichte Vorteile für die Einspritzerfraktion (die ich zumindest für die 98er Keihin-Variante der T400 entkräften muss: Verbrauch auf Augenhöhe. Mikuni-Vertreter berichten ähnliches bei richtiger Abstimmung)

- Reichweite damit ... kein Entscheidungskriterium

- Federwege 709: 230/200; T400: 235/200 (kaum Unterschied, nur Tendenz zur T400)

So, nun:

- Vergaser vs. Einspritzung: Hier scheiden sich die Geister. Da ich alles selbst machen wollte, kam für mich nur Vergaser in Frage. Einspritzung setze ich gleich mit Werkstatt-Abhängigkeit bzw. teurem Tausch bei Defekt. (Man mag mir widersprechen: Langlebigkeit, Wartungsfreiheit ...) Ich wollte es so. Daraus folgt auch:

- Mapping vs. Hydrodynamik (Ich möchte nicht mit einem Laptop oder Diagnosegerät an meinem Mopped arbeiten.)

- Fallstrom vs. Benzinpumpe (Ich stehe auf möglichst wenig Elektrik/Elektronik. Im Ernstfall fällt das Ding beim Campen in Schweden aus - und was ist dann?!)

ferner:

- müssen die "wild" verstreuten Anzeigeelemente der 709 gefallen ... ich mag die klare Aufteilung der T400

So. Ich finde, das sind doch gute Entscheidungsmöglichkeiten. B)

 

 

Am 27.12.2019 um 13:00 schrieb diemo:

... da ich gerne auch mal Feldwege und Schotterpassagen nehme. Die T400 gilt offenbar wegen des hohen Gewichtes und des hohen Schwerpunktes als offroad ungeeignet. Zumindest wird das in in den Tests der einschlägigen Motorradzeitschriften behauptet.

 

Wie oben beschrieben, sehe ich dafür keinerlei technische Anzeichen. Eher glaube ich, dass die breitere und flachere Walze hinten der Geländetauglichkeit der 709 entgegenwirkt.

 

Am 27.12.2019 um 13:00 schrieb diemo:

Wie sieht es da mit der T709 aus? Hat sich zwischen den beiden in der Entwicklung da was getan?

 

Das ist eigentlich ähnlich jeder Motorradtypenentwicklung: Zuerst stellen sie ein neues Genre auf. Einen Kompromiss zwischen Reise und Enduro. Die folgende Entwicklungsstufe erfüllt eine neuere Umwelt- und Lärm-Norm, hat mehr Elektronik, ist 5kg leichter, hat aber ein paar PS weniger (umgekehrt auch gerne), ist bunter oder gefälliger (angepasster/runder), hat Stahlflex statt Gummischläuche, verzichtet dafür aber auf spacial Features bei Einführung der Serie: z.B. die hydraulische Kupplung (ein Traum!).

 

Letztendlich musst Du gut drauf sitzen können und Dich wohl fühlen!

Im Gelände kann man ja fast jede Maschine benutzen, wenn halbwegs gängige Reifen drauf sind und man weiß, wie man den Bock anfassen muss. Siehe Steve McQueen. ;)

Ich kann nur sagen, dass die T400 im Gelände sehr viel wegstecken kann. Und kippen tut sie nun mal ab XX° Strägstellung. Das wird Dir bei der 709 auch bei XX,5° passieren.

 

Viel Spaß und wir bleiben gespannt!

Gruß, Stefan. :cat-augenzukneifend_02::cat-augenzukneifend_18:

(Der mit zwei Urtigern tanzt.)

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Manche Begründungen lesen sich hier aber eher so, dass du am liebsten einen Holzvergaser hättest. Mit dem geht es beim campen in Schweden sogar noch weiter, wenn der Tank leer ist. Schnell ein paar Büsche geplündert und es kann weiter gehen... 

Die aktuelle Technik endet nicht zwangsweise nach ein paar Kilometern Fahrt in der Werkstatt. Vielmehr fahre ich entspannt mit der 1050er in den Urlaub. Lediglich die ewigen Pannen der mitfahrenden Alteisen nervt hinund wieder. Die kann man zwar gut reparieren, man muss es aber auch dauernd. 

Gruß Holger 

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... :D Du hast recht, man sollte es nicht übertreiben. - Aber die Idee mit dem Holzvergaser ist gar nicht so schlecht ;)

 

Der Diemo wollte sich ja zwischen T400 und T709 entscheiden und außer, nach der Form zu gehen, sind das nun mal die harten Unterschiede.

 

Viel Spaß beim Grübeln!

Gruß, Stefan.

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  • 2 weeks later...

Jetzt 10 jahre weiter und 80t km runter hat die dame alles mitgemacht, autobahn reisen, allehande kurven und sicher schotter und sand.

Ich wurde gerne eine bessere machiene kaufen , wenn ich geld hätte 😎. Die T400 ist nirgens der beste aber macht alles mit, und ist dauerhaft .

Habe denn fur €2000 gekauft damals und das ist so geblieben 🤣

Ich denke das es denn alleskönner nicht gibt, da muss man einfach sein gefühl folgen.😁

 

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Edited by HansD
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vor 10 Stunden schrieb HansD:

Ich wurde gerne eine bessere machiene kaufen , wenn ich geld hätte 😎. Die T400 ist nirgens der beste aber macht alles mit, und ist dauerhaft .

 

Jedenfalls hat sie mit Abstand das charakterstärkste Auftreten und den geilsten Sound aller Tiger :bang:

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Ich stand vor 5 Jahren vor dem selben persönlichen Dilemma, T400 oder T709. Entschieden habe ich mich schlussendlich für die T400. Die Begründung dafür war damals meine technische Erfahrung mit der T300 und den diversen vorhandenen Werkzeugen und Ersatzteilen. Den Entscheid habe ich nie bereut, meine Miss Marple macht mir tagtäglich Freude.

 

Gruss, Dani

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